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Friedrich und Bartels im Finale - Nytra weiter
Barcelona (dpa) - Die deutschen Medaillenhoffnungen Ariane Friedrich, Carolin Nytra und Ralf Bartels haben ihre ersten Hürden bei der Leichtathletik-EM in Barcelona erfolgreich genommen.
Hochspringerin Friedrich und Kugelstoßer Bartels erreichten mühelos ihren Endkampf, Nytra steht über 100 Meter Hürden im Halbfinale. In der ersten Entscheidung am 30. Juli gewann der Franzose Yohan Diniz die Goldmedaille im 50 Kilometer Gehen und beendete damit die Siegesserie des russischen Teams. Andre Höhne wurde Siebter.
Weltmeister Robert Harting hat schon einen Tag vor seinem EM-Auftakt in der Diskus-Qualifikation für Aufsehen gesorgt. Der 25 Jahre alte Berliner fordert vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) eine stärkere Unterstützung für seinen Bruder Christoph. "Wenn ich eine Medaille mache, will ich eine Förderungsgarantie für meinen Bruder", schrieb Harting in einer Pressemitteilung. Der "träge Verband und Diskus-Bundestrainer Jürgen Schult" müssten sich "endlich mal bewegen, ihn verstärkt fördern". DLV-Präsident Clemens Prokop reagierte gelassen. "Wir haben Kaderkriterien, die für alle gelten. Er setzt sich für seinen Bruder ein, das ist legitim", sagte er.
Friedrich (Frankfurt/Main) übersprang in der Qualifikation 1,90 sowie die geforderten 1,92 Meter und blieb dabei genauso ohne Fehlversuch wie Weltmeisterin Blanka Vlasic aus Kroatien. "Ich freue mich, dass alles so reibungslos geklappt hat", sagte die WM-Dritte. "Jetzt kann ich am Sonntag angreifen. Ich denke, ich muss dann schon zwei Meter anbieten, um in die Medaillenränge zu kommen."
Nytra wurde nach 12,89 Sekunden zwar nur Zweite ihres Vorlaufs hinter der Irin Dervan ORourke (12,88). Die Bremerin hatte ihr Tempo aber schon vor dem Ziel abgebremst. "Ich habe versucht, nichts zu riskieren. Das war ein Vorlauf, da musste ich noch nicht nach links und rechts gucken", sagte sie. Auch Nadine Hildebrand (Stuttgart) und Cindy Roleder (Leipzig) qualifizierten sich für die Semifinals am Samstag. Hildebrand (13,25) wurde in ihrem Vorlauf Dritte, Roleder (13,19) kam über die Zeitwertung weiter.
Neben Titelverteidiger Bartels (Neubrandenburg) erreichte auch Youngster David Storl (Chemnitz) das Kugelstoß-Finale. Bartels machte mit 20,37 Meter bereits im ersten Versuch alles klar. Der erst 20 Jahre alte Storl zog mit 20,24 nach. "Mir fällt ein Riesenstein vom Herzen. Die Pflicht ist geschafft, jetzt kommt die Kür", so Bartels.
Ebenfalls in ihren Endkampf eingezogen sind Speerwerfer Matthias de Zordo und Hindernisläufer Steffen Uliczka. De Zordo (Saarbrücken) blieb mit 82,34 Metern deutlich über der Qualifikationsweite (81,00) und gestand: "Ich bin tierisch nervös gewesen." Der Kieler Uliczka belegte in seinem Vorlauf nach 8:30,61 Minuten Platz vier.
Höhne war über seinen siebten Platz nach 3:49:29 Stunden "extrem glücklich". Der Berliner war durch eine Oberschenkelverletzung gehandicapt und hatte während des Rennens mit Magenproblemen zu kämpfen. "Aber ich habe gezeigt, dass ich zur Weltspitze gehöre", meinte der 32-Jährige stolz. Titelverteidiger Diniz gewann nach 3:40:37 Stunden vor dem Polen Grzegorz Sudol (3:42:24) und dem Russen Sergei Bakulin (3:43:26). Christopher Linke (Potsdam) gehörte zu den elf Startern, die den Wettkampf vorzeitig beendeten.
von dpa | vom 30.07.2010, 14:45 Uhr
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