Die Harke - Nachrichten für das Mittelwesergebiet

Sprung

Inhalt

» Politik - Brennpunkte

Afghanistan: Juli blutigster Monat für US-Armee

Im Juli 2010 starben in Afghanistan 85 Mitglieder der internationalen Streitkräfte.

Im Juli 2010 star­ben in Af­gha­nis­tan 85 Mit­glie­der der in­ter­na­tio­na­len Streit­kräf­te.

Wa­shing­ton/­Ka­bul (d­pa) - Der Juli 2010 war nach ei­ner Zäh­lung des US-Fern­seh­sen­ders CNN für die ame­ri­ka­ni­schen Streit­kräfte der bis­lang blu­tigste Mo­nat in dem seit fast neun Jah­ren an­dau­ern­den Af­gha­nis­tan-Krieg. In dem nun en­den­den Mo­nat seien min­des­tens 63 US-Sol­da­ten dem Kon­flikt zum Op­fer ge­fal­len.

Erst am Frei­tag star­ben zwei Män­ner der US-Army durch eine ver­steckte Bombe am Straßen­rand und ein wei­te­rer aus­län­di­scher Sol­dat durch eine At­ta­cke der Ta­li­ban im Sü­den des Lan­des­.

Wie CNN am Frei­tag be­rich­te­te, wa­ren erst am Vor­tag drei US- Sol­da­ten bei ei­nem Bom­ben­an­schlag getötet wor­den. Die In­ter­na­tio­nale Schutz­truppe ISAF bestätigte am Frei­tag den Tod von drei Sol­da­ten, al­ler­dings ohne Ein­zel­hei­ten zu nen­nen.

Wie die ISAF wei­ter mit­teil­te, star­ben bei An­schlä­gen zu­dem 13 af­gha­ni­sche Zi­vi­lis­ten. Min­des­tens sechs Men­schen seien bei ei­nem An­griff von ra­di­kal-is­la­mi­schen Auf­stän­di­schen in der südöst­li­chen Pro­vinz Ghasni getötet wor­den. Sie­ben wei­tere ka­men bei der Ex­plo­sion von Sprengsät­zen in den Pro­vin­zen Ghas­ni, Pak­tia und Kan­da­har ums Le­ben. Auch diese Zwi­schen­fälle er­eig­ne­ten sich am Don­ners­tag.

­Die Zahl der in Af­gha­nis­tan getöte­ten NATO-Sol­da­ten ist in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten stark ge­stie­gen. Laut der Zäh­lung des un­ab­hän­gi­gen In­ter­net­diens­tes ica­sual­ties.org ver­lo­ren seit Jah­res­be­ginn 405 aus­län­di­sche Sol­da­ten ihr Le­ben. Im Juli star­ben bis­lang ins­ge­samt 85 Mit­glie­der der in­ter­na­tio­na­len Streit­kräf­te. Der Vor­mo­nat Juni war mit 102 To­ten, dar­un­ter 60 Ame­ri­ka­nern, der bis­lang blu­tigste Mo­nat für US- und NATO-Trup­pen seit Be­ginn des Ein­sat­zes Ende 2001.

US-Prä­si­dent Ba­rack Obama stockt die ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen am Hin­du­kusch vor­ü­ber­ge­hend um 30 000 Mann auf. Be­reits im Juli 2011 will er aber schon mit dem Ab­zug von Sol­da­ten be­gin­nen. An­ge­sichts des man­geln­den Fort­schritts in dem Kon­flikt hin­ter­fra­gen US-Me­dien die­sen Ter­min in­zwi­schen im­mer kri­ti­scher.

von dpa | vom 30.07.2010, 15:22 Uhr

Seite drucken Drucken  | Seite versenden Versenden

Weitere Infos

Lesen Sie morgen

  • Schnel­les In­ter­net zieht lang­sam ein
  • Ni­en­burgs She­riff kommt gut an
  • Ste­fan Sell fügt sich prima ein
  • Mar­vin Bonk wird zwei­fa­cher Meis­ter
  • Lehr­ack steu­ert vier Punkte bei

Tickermeldungen RSS-Feed

Story des Tages

Röttgen will Atom-Endlager-Frage angehen

Ber­lin (d­pa) - Die Re­gie­rung muss für ihr Atom­pa­ket viel Kri­tik ein­ste­cken. Et­wa: Der Staat schenke den Strom­kon­zer­nen den Groß­teil ih­rer Rie­sen­pro­fite aus län­ge­ren Lauf­zei­ten. Das weist die Kanz­le­rin zurück. Ihr Fi­nanz­mi­nis­ter be­tont, er sei bei der Atom­steuer nicht ein­ge­knickt.

weiterlesen »

Börse

DAX
DAX 6.108,25 -0,77%
TecDAX 758,20 -1,42%
EUR/USD 1,2727 -1,16%

Foto des Tages

Ein einheimisches Mädchen besucht die Beerdigung von sechs der 45 Menschen, die bei Erdrutschen in Guatemala ums Leben kamen. Foto: Ulises Rodrigues, dpa

Trauer nach Erdrutschen