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Rubrik: Blaulicht

Quelle: www.presseportal.de

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Über 60 Anrufe von Trickbetrügern

Täter gaben sich am Telefon als falsche Polizisten aus

Selbst die richtige Nummer der Polizei können die Betrüger auf dem Display des Telefons anzeigen lassen.
Selbst die richtige Nummer der Polizei können die Betrüger auf dem Display des Telefons anzeigen lassen.Foto: Gajus / Fotolia

Über 60 Telefon-Betrugsfälle sind der Polizei Nienburg in den vergangen Wochen gemeldet worden. "Unglaublich", sagt Nienburgs Polizeipressesprecher Axel Bergmann zu der verhältnismäßig hohen Zahl. Deshalb nehmen die Beamten nun erneut zum Anlass, um vor den Trickbetrügern zu warnen. Die Täter haben es allen voran auf ältere Menschen abgesehen und geben sich als falsche Polizisten aus. Auf diese Art und Weise versuchen sie an vertrauliche Informationen ihrer Opfer zu gelangen.

Besonders positiv sei jedoch der Verlauf der Anrufe. In allen Fällen, die derzeit bekannt sind, reagierten die Angerufenen vorbildlich: Es blieb nach Angaben der Polizei lediglich bei den Versuchen. Dennoch seien diese Vorfälle extrem belastend für die zumeist über 70-jährigen Senioren und Seniorinnen. In vielen persönlichen Gesprächen mit den Angerufenen sei zum Ausdruck gekommen, mit welchem Druck und welcher Überzeugungskraft die Täter vorgingen. Schließlich bleibe bei den Angerufenen ein Gefühl der Verunsicherung oder Angst, so die Polizei.

Teilweise gehen die Betrüger besonders geschickt vor und können sogar die tatsächliche Telefonnummer der Polizei im Display der Opfer anzeigen lassen. Auch davon sollen sich die Menschen nicht verunsichern lassen. Die meisten Trick-Anrufe gingen geballt zwischen dem 24. und dem 25. Januar im Bereich der Stadt Nienburg sowie einiger Stadtteile ein. Der Trend setzte sich jedoch fort und auch am vergangenen Wochenende wurden sechs Anzeigen erstattet.

"Seit vielen Jahren werden von unseren Fachleuten für Kriminalprävention die Betrugsversuche bei Seniorinnen und Senioren auf Veranstaltungen, Vorträgen und mit Broschüren thematisiert. Auch die Medien greifen unsere Warnungen dankenswerterweise immer wieder auf. Die wenigen erfolgreichen Taten zeigen, dass dieser Weg erfolgreich zu sein scheint. Wir wünschen uns, dass das Thema im Familienkreis, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft und bei sonstigen Gelegenheiten weitergetragen wird und jede Person schließlich weiß, wie gehandelt werden soll, nämlich einfacha uflegen", rät der Polizeisprecher abschließend.

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