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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 30.11.2003

Rubrik: Kolumnen

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Guten Tag

Edda Hagebölling Foto: DH
Edda Hagebölling Foto: DH
Edda Hagebölling

Nun leuchtet es wieder aus allen Häusern und in den Geschäftsstraßen, an markanten Punkten stehen große Weihnachtsbäume – und immer mehr Häuser werden nach amerikanischem Muster verziert.

Lange Lichterketten wurden in den letzten Tagen an Giebelwänden, entlang des Daches oder auch an der Eingangsfront platziert, mehr oder minder schöne, nicht selten auch äußerst kitschige Plastik-Weihnachtsmänner (manche sogar mit Innebeleuchtung) hängen oder „klettern“ an Wänden – über Geschmack lässt sich eben nicht streiten. Wer’s mag, soll in der Adventszeit ruhig für ordentlichen Umsatz der Energieunternehmen sorgen.

Der „american way of life“ scheint in Sachen Adventsschmuck manche Hausbesitzer arg beeindruckt zu haben. Eigentlich erwartet man jetzt nur noch, dass ein riesiger mit Birnchen reich verzierter Coca-Cola-Truck durch die Straßen fährt. Ein Erlebnis wäre es schon.

Ganz im Gegensatz zu dieser vorweihnachtlichen Illumination steht das Verhalten zahlreicher – häufig junger – Radfahrerinnen und Radfahrer. Immer wieder in der dunklen Jahreszeit setzen sie aus Bequemlichkeit ihre Gesundheit aufs Spiel. Sie verzichten auf die Beleuchtung am Fahrrad, sei es nun mit dem guten, alten Dynamo oder mit den bei jungen Leuten sehr beliebten Stecklichern.

Ohne Beleuchtung, nicht selten auch noch auf Fußwegen oder Radwegen in falscher Richtung sind sie nur schwerlich erkennbar; das Tempo gerade jüngerer Radler ist zudem nicht selten recht hoch. Da kommt so mancher Autofahrer ein ums andere Mal ins Schwitzen, weil er die unbeleuchteten Räder erst spät und häufig auch nur zufällig entdeckt.

Das Problem ist nicht neu, die diesbezüglichen Ermahnungen wiederholen sich Jahr für Jahr. Aber die Hoffnung, dass diese Radfahrer irgendwann Einsicht zeigen, sollte nicht aufgegeben werden. Schließlich haben auch die meisten Autofahrer mittlerweile erkannt, dass es häufig sinnvoller ist, selbst tagsüber die Beleuchtung einzuschalten.

Einen schönen Sonntag wünscht Ihre „HamS“.

Uwe Warnecke

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