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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 16.10.2005

Rubrik: Kolumnen

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Guten Tag

Edda Hagebölling Foto: DH
Edda Hagebölling Foto: DH
Edda Hagebölling

Nun ist sie wieder da die dunkle Jahreszeit mit all ihren Tücken. Eine davon steckt schon in der Bezeichnung: Es ist halt morgens länger und abends früher dunkel. Und das scheinen Jahr für Jahr viele Zeitgenossen einfach nicht wahrhaben zu wollen.

Vor allem viele Radfahrerinnen und Radfahrer stehen mit diesem natürlichen Phänomen offenkundig auf Kriegsfuß. Und so bleibt die Fahrradbeleuchtung häufig ausgeschaltet, auch wenn das Tageslicht wirklich noch nicht oder nicht mehr ausreicht, um von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig bemerkt zu werden.

Alle Jahre wieder steht dieses Problem an, es kommt so sicher wie Weihnachten oder Ostern. Denn offenkundig ist es die übergroße Bequemlichkeit mancher radelnder Zeitgenossen, die dazu führt, die Beleuchtung nicht zu nutzen. Entweder ist das parallele Betätigen des Dynamos einfach zu mühselig, oder die gerade bei jüngeren Menschen so beliebten Stecklichter sind schlichtweg vergessen worden oder waren gerade nicht aufgeladen.

Es muss den meisten wohl erst ein gehöriger Schreck in die Glieder fahren, bevor sie erkennen, dass vernünftige Beleuchtung am Fahrrad absoluter Selbstschutz ist. Viele brauchen offensichtlich den Lerneffekt einer brenzligen Situation, bevor sie sich diese Sichtweise zu eigen machen. Man kann ihnen nur wünschen, dass diese lehrreiche Begegnung mit einem stärkeren Verkehrsteilnehmer nur ein Beinahe-Zusammenstoß sein wird. So wie es in den zurückliegenden Tagen einer ganzen Gruppe Jugendlicher erging, die an der Hannoverschen Straße aus Richtung Langendamm kommend die Bahnüberführung nutzen, um ordentlich Tempo zu machen. Kein Wunder also, dass es an der nächsten Straßeneinmündung eng wurde, denn das alles geschah – natürlich ohne Licht – gewissermaßen im Schatten von Büschen und Bäumen, so dass frühzeitiges Erkennen kaum möglich war.

Ähnlich brenzlige Situationen rufen jene hervor, die auf der falschen Straßenseite fahren. An Einmündungen orientieren sich Autofahrer zwangsläufig an der Beleuchtung anderer Fahrzeuge, da ist es kein Wunder, wenn falsch fahrende Radler ohne Licht übersehen werden.

Einen schönen Sonntag und die Einsicht, dass zum Radfahren in dieser Jahreszeit vernünftige Beleuchtung gehört, wünscht Ihre HamS.

Uwe Warnecke

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