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Erschienen in der HARKE von Montag, dem 17.10.2016

Rubrik: Kolumnen

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Eine spannende Jagd für mich

Guten Tag Matthias Brosch Lokalredaktion

Matthias Brosch
Matthias BroschFoto: Die Harke

Am Wochenende berichteten wir über Günther Hirsch aus Nienburg, der es sich zum Hobby gemacht hat, die vom Deutschen Wetterdienst oder der Bundeswehr in die Atmosphäre geschickten Radiosonden nach ihrer Landung einzusammeln. Er ist einer von nicht wenigen sogenannten Sondenjägern, die es in Deutschland gibt. Der Besuch bei ihm zu Hause entwickelte sich für mich schließlich zu einer aufregenden Geschichte.

„Haben sie etwas Zeit mitgebracht?“, fragte mich der 65-Jährige bei meiner Ankunft. „Natürlich“, antwortete ich, ohne zu wissen, was auf mich zukommen würde. Anstatt mir am Wohnzimmertisch von Hirsch über sein Hobby berichten zu lassen, saß ich wenig später in meinem Auto und fuhr hinter ihm her. Es ging in den Wald, wo ich schließlich die Bergung einer Sonde live und mit eigenen Augen miterleben durfte. Das war schon eine spannende Sache – zumal wir auf zwei Mitarbeiter der Niedersächsischen Landesforsten trafen, die uns schon etwas beäugten. Hirsch mit Antenne in der Hand, und ich mit Kamera im Schlepptau – das muss ein Bild gewesen sein.
Zur Verabschiedung fragte mich Günther Hirsch, ob ich Lotto spielen würde: „Schließlich ist es doch ein erstaunlicher Zufall, dass wir uns zum Termin verabreden und dann kann noch eine Sonde geborgen werden.“ Täglich fallen weltweit 2000 Wettersonden auf die Erde, die etwa so groß wie Butterdosen sind. Statistisch gesehen ist die Chance, eine per Zufall und ohne technische Unterstützung zu finden, extrem gering. Ich habe übrigens kein Lotto gespielt, dafür kaufte meine Familie Lose bei der Nienburger Autoschau – ohne Erfolg!

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