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Erschienen in der HARKE von Freitag, dem 19.05.2017

Rubrik: Kolumnen

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Kolumnen

Ein bisschen Vertrauen

Guten Tag

Sebastian Stüben
Se­bas­tian Stü­benFoto: DH

45 Minuten nach der Schule auf den Bus warten. Das ist lange. 45 Minuten Spielraum möchte die Kreisverwaltung haben, um zukünftig flexibler bei der Gestaltung der Fahrpläne für den Schülerverkehr zu sein. Schließlich können Schüler nach der Auflösung der Schulbezirke aus jeder Ecke des Landkreises jede Schule in jeder anderen Ecke Landkreis besuchen – wenn es die Eltern wollen.

Der Kreiselternrat schlägt Alarm, weil er befürchtet, dass sich die Wartezeiten für die Kinder deutlich verlängern könnten. Dabei sagt die Kreisverwaltung, dass sie sich stets bemühen werde, die bestmögliche Verbindung zu organisieren. Bis zu 45 Minuten Wartezeit werde es nur in Ausnahmefällen geben. Wenn Eltern ihre Kinder auf Schulen schicken, die weit weg sind und von wenig anderen Kindern aus dem Ort besucht werden.

Es ist doch auch utopisch anzunehmen, der Landkreis hätte die Mittel, für jeden möglichen Schulweg eine gleichgute Busverbindung auf die Beine zu stellen. Die Wahlfreiheit der Eltern schließt doch zwangsläufig die Überlegung mit ein, wie gut die Schule vom Wohnort aus zu erreichen ist. Eine schlechtere Verbindung schränkt die Wahlfreiheit nicht ein, sie ist schlicht ein zu berücksichtigendes Argument. Und, liebe Eltern: Ich glaube dem Landkreis, wenn er sagt, er bemühe sich um die jeweils bestmögliche Verbindung.

Mehr dazu: Höchstens 30 Minuten warten

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