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Landkreis

Von der Existenz Gottes

Guten Tag

Holger Lachnit Foto: DH
Holger Lachnit
Holger Lachnit Foto: DH

Es gehört zur Tradition des Loccumer Epiphaniasempfangs, dass Abt Horst Hirschler am Ende des offiziellen Teils das Wort ergreift. Er versteht dies als Überleitung zur „Hora“, die um 18 Uhr in der Stiftskirche beginnt. Und in jedem Jahr aufs Neue sind die Gäste gespannt, was der Abt wohl sagen wird. Dieses Mal waren es auch recht persönliche Dinge.

Hirschler erzählte von seiner Zeit als Pastor in Lüneburg, wo er ab 1965 an St. Johannis wirkte, ehe er 1970 als Studiendirektor an die Akademie Loccum kam. Und er berichtete von seiner Krebserkrankung, die er „dank der Gnade Gottes und guter Medikamente“ inzwischen überstanden habe.

Gerade im Jahr 1968 sei er Menschen begegnet, die die Existenz Gottes leugneten oder diesen darauf reduzierten, nur für das Gute zuständig zu sein. Und diese hätten die Ansicht vertreten, dass der Mensch allein durch sein Handeln alles bestimmen könne.

Dem setzte Hirschler entgegen: Hätten sich diese Menschen aussuchen können, ausgerechnet in Deutschland und zu ihrer Zeit geboren zu werden? Der Abt verwies darauf, dass es auch für den Menschen nicht nachvollziehbare Unglücke oder Glücksfälle gebe, die ihn immer wieder staunen ließen. „Wer die Schicksalhaftigkeit seiner Existenz nicht mit seinem Glauben zusammenbringen kann, lebt unter seinem Niveau. Wir brauchen das Wissen, dass wir von Gott gehalten werden. Und wir brauchen das Gebet, um Mensch sein zu können.“

Selbstverständlich habe auch der Mensch die Möglichkeit des Handelns, aber: „In allem, was wir tun, begegnen wir Gott!“

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Veröffentlicht am

Erschienen in der HARKE von Montag, dem 07.01.2019 auf Seite 15

Rubrik: Kolumnen

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