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Erschienen in der HARKE von Mittwoch, dem 08.05.2019 auf Seite 17

Rubrik: Kolumnen

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Störer wollen was zum Stören haben

Guten Tag

Sebastian Stüben Foto: DH
Sebastian Stüben Foto: DH
Sebastian Stüben

Die Nienburger Polizei will selbsternannte Wolfsbeschützer und Jäger an einen Tisch bringen – für Verständnis auf beiden Seiten und somit für die Entspannung der brenzligen Situation in und um Steimbke sorgen. Dort streifen täglich Menschen durch den Wald, die den Abschuss des Rodewalder Wolfsrüden „GW 717m“ verhindern wollen. Und diese Menschen machen die örtlichen Jäger öffentlich für die geplante Tötung des Wolfes mitverantwortlich. Das ist falsch. Denn die heimischen Jäger haben mit der Jagd auf den Wolf nichts zu tun.

Ich denke aber, dass diese Tatsache den „Wolfsbeschützern“ egal ist. So oder so sind Jäger in deren Augen (Tier)Mörder, die es verdient haben, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden. Dass es da Sinn macht, die Parteien an einen Tisch zu holen, um für für Verständnis zu werben, wie es die Polizei vorhat, bezweifle ich. Zumal die Störer ja gar kein Interesse an einer Einigung haben – selbst wenn diese in deren Sinne wäre. Denn wenn es zu einer Einigung käme, hätten sie keinen Grund zum Stören mehr. Das machen sie doch aber so gerne.

Für die Jäger ist das nach eigenen Worten eine schwer zu ertragende Situation, zumal sie zwischen allen Stühlen stehen. Während sie von den „Wolfsbeschützern“ für ihre Hilfe bei der Jagd nach dem Rodewalder Rüden angeprangert werden, beschwert sich Umweltminister Olaf Lies (SPD), dass die örtlichen Jäger eben gerade nicht sonderlich hilfsbereit seien. Zum Schlapplachen eigentlich – wenn das alles mit Sachbeschädigung und versteckten Aufrufen zu weiteren Straftaten nicht so unerfreulich ernst wäre.

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