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Erschienen in der HARKE von Freitag, dem 05.07.2019 auf Seite 17

Rubrik: Kolumnen

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Grünschnitt nicht im Wald abladen

Guten Tag

Manon Garms Foto: DH
Manon Garms Foto: DH
Manon Garms

Wer einen Garten hat, könnte jetzt auf die Idee kommen, die Vegetation doch einmal ein wenig zurückzuschneiden. Der NABU Niedersachsen bittet jedoch darum, sich damit noch bis zum 15. Juli zu gedulden und die Brut- und Setzzeit der heimischen Vögel abzuwarten.

Zudem weist der NABU in einer Pressemitteilung darauf hin, dass Grünschnitt korrekt entsorgt werden muss: „Gartenabfälle gehören nicht in Wälder oder andere Landschaftsbereiche, sie schädigen die Böden und verbreiten gebietsfremde Arten. Doch leider werden jedes Jahr aufs Neue zahlreiche Abfälle aus dem Garten im Wald abgeladen.“

Dabei gebe es Alternativen, die vielfältig und verbraucherfreundlich seien: „Zum einen kann der Grünschnitt – meist bis zu einen Kubikmeter – bei kommunalen Grüngut-Annahmestellen abgegeben werden, welche die Gartenabfälle fachgerecht weiterverarbeiten. Zum anderen sind Gartenabfälle eine kostenschonende Methode, seinem eigenen Garten die verlorengegangenen Nährstoffe wieder zuzuführen.

Mit einem Komposthaufen auf dem Grundstück hat man eine ökologische und preiswerte Alternative zum Kunstdünger und verwandelt seinen eigenen Garten in eine Kreislaufwirtschaft“, heißt es vom NABU. Auch die Entsorgung in der eigenen Biotonne sei eine Möglichkeit. Beide Methoden seien mit weniger Aufwand verbunden als die Entsorgung im Wald, die zudem illegal ist.

Viele Mitbürger seien sich der Konsequenzen nicht bewusst. Die meisten Waldböden seien von Natur aus nährstoffarm. Eine Entsorgung von Gartenabfällen im Wald gleiche einer hochdosierten Düngung des Bodens, so der NABU.

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