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Erschienen in der HARKE von Donnerstag, dem 11.10.2018 auf Seite 10

Rubrik: Kultur

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Nienburg

Furiose Frauenpower aus St. Petersburg

Die slawische Seele trifft auf Jazz, Folk und Punk am 30. Oktober im Kulturwerk

Die vier Musikerinnen bedienen sich bei Motiven aus der slawischen Volksmusik ebenso wie bei Kinderreimen und der Popkultur. Sie greifen in ihren Songs Alltagsthemen auf und werden auch mal hintergründig politisch.
Die vier Musikerinnen bedienen sich bei Motiven aus der slawischen Volksmusik ebenso wie bei Kinderreimen und der Popkultur. Sie greifen in ihren Songs Alltagsthemen auf und werden auch mal hintergründig politisch. Foto: Vladimir Ubushiev

Am Dienstag, 30. Oktober, tritt um 20 Uhr die russische Frauenband Iva Nova im Nienburger Kulturwerk auf und bringt mit energischen Rhythmen den Saal zum Kochen. Zu erwarten ist aber kein traditioneller russischer Folk-Rock. Dafür sind diese Damen zu rigoros.

Sie scratchen die Saiten und schlagen die Cow Bells, sie spielen am Akkordeon ein rasendes Tremolo, erzeugen am Keyboard die verrücktesten Klangeffekte und steigern sich kontinuierlich, bis sie das Publikum vollständig packen. Die Live-Show von Iva Nova ist eine bunte Mischung aus polyphoner Lyrik und energetischem Rhythmus. Die vier experimentierfreudigen Damen aus Sankt Petersburg holen sich ihre Inspiration in der slawischen Folklore, die Musik der Band hat aber auch einen absolut eigenen wie auch wilden Touch. Ihr musikalischer Ausdruck ist mächtig energiegeladen und temperamentvoll, bis hin zu verspielt und humorvoll, weiblich und stolz. Wenn die Akkordeonspielerin ihr Instrument anstimmt, träumen wir sofort von den russischen Weiten. Aber wenn eine der Musikerinnen entfesselt mit einer dröhnenden E-Gitarre dazu einsetzt, erweckt sie sofort die Lust am subversiven Lebensgefühl der Großstadt.

Die Musik von Iva Nova ist äußerst farbenfroh, rockig und subversiv. Ihr musikalischer Ausdruck kommt temperamentvoll daher und hat gleichzeitig eine feminine und verspielte Seite. Jede der Musikerinnen beherrscht ihr Instrument virtuos. Daraus ergibt sich die Möglichkeit des sehr freien und kreativen Umgangs mit musikalischen Stilen, Einflüssen und Sprachen. Die Musikerinnen aus St. Petersburg bedienen sich bei Motiven der slawischen Volksmusik ebenso wie bei Kinderreimen und der Popkultur. Sie greifen in ihren Songs Alltagsthemen auf und werden auch mal hintergründig-politisch.

Musikalische Anarchie

Die Band Iva Nova wurde 2002 in Sankt Petersburg gegründet, brachte 2004 ihr erstes Album heraus und startete damit sofort eine beispielhafte Livekarriere im In- und Ausland. Seitdem touren die vier sympathischen Musikerinnen jedes Jahr durch etliche Clubs und Festivals in ganz Europa mit ihrer unverwechselbaren und packend phantasievollen Art:

Sie bedienen sich bei den musikalischen Traditionen ihrer Heimat, aber bewegen sich zugleich kreativ in alle erdenklichen Stilrichtungen, sodass auf ihren Liveshows zwischen gefühlvollen Songs und kraftvollem Punk alles möglich ist.

Der Eintritt beträgt 15 Euro. Weitere Informationen und Kartenbestellungen im Nienburger Kulturwerk, Mindener Landstraße 20, unter Telefon (0 50 21) 922580, per E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de oder direkt über www.nienburger-kulturwerk.de.

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