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Erschienen in der HARKE von Donnerstag, dem 10.01.2019 auf Seite 10

Rubrik: Kultur

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Nienburg

Wiedersehen mit Freunden

Der ehemalige Nienburger Christian Schmidt-Häuer liest aus seinem neuen Buch

Der viel beachtete Journalist Christian Schmidt-Häuer wird beim Podiumsgespräch mit Christoph Suin de Boutemard über die Hintergründe seines Buches „Tatort Panama“ reden.
Der viel beachtete Journalist Christian Schmidt-Häuer wird beim Podiumsgespräch mit Christoph Suin de Boutemard über die Hintergründe seines Buches „Tatort Panama“ reden.Foto: Jutta Schein

Er gehörte über Jahrzehnte zu den führenden Osteuropa-Experten in der Publizistik. Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen zählt die seinerzeit weltweit erste Biografie über Michail Gorbatschow, die in mehreren Sprachen in vielen Ländern erschien. Die Rede ist von Christian Schmidt-Häuer. Der frühere Nienburger und langjährige ZEIT-Journalist wird am Donnerstag, 17. Januar, um 20 Uhr im Nienburger Kulturwerk aus seinem im Mai dieses Jahres erschienenen neuen Buch „Tatort Panama – Konquistadoren, Kanalbauer, Steuerflüchtlinge – 500 Jahre Kolonialisierung und Globalisierung“ lesen und dieses auf Wunsch signieren. Zudem wird Christoph Suin de Boutemard mit dem Autor ein Podiumsgespräch über die Hintergründe des Buches führen.

Dieses Buch ist das Gegenteil einer ortsgebundenen Landeskunde. Es zeigt von der ersten Durchquerung Amerikas und der Entdeckung des Pazifiks bis zu den Panama Papers, welche Rolle der kleine Landstrich für das koloniale Beuteschema und die Prosperität Europas und der USA spielte. Mit dem Bau des Kanals begann das „amerikanische Jahrhundert“. Die Opfer des Kanalbaus beschreibt dieses Buch ebenso wie die Spaltung Panamas durch die US-Kanalzone, in der nicht nur strikte Rassentrennung herrschte, sondern auch Chemiewaffen aller Arten geheim gelagert und getestet wurden.

Bei der von der Nienburgerin Brigitte Bremer initiierten Buchvorstellung handelt es sich um eine Veranstaltung der Stadt Nienburg in Zusammenarbeit mit dem Nienburger Kulturwerk. „Wir freuen uns sehr, dass der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Journalist und Buchautor Christian Schmidt-Häuer sozusagen zu einem Wiedersehen mit alten Freunden in die Kreisstadt kommt“, hebt Theaterleiter Jörg Meyer hervor.

Christian Schmidt-Häuer hat einen Teil seiner Schul- und Jugendzeit in Nienburg verbracht und seine ersten journalistischen Gehversuche mit Theater- und Musikkritiken im Lokalteil der HARKE unter Leitung des damaligen Chefredakteurs Erich Prüssner unternommen. Den Kontakt nach Nienburg hat er über die Jahrzehnte nie abreißen lassen. Seit 1984 prangt sein Name zudem im Goldenen Buch der Stadt. „Es ist schön, dass der einstige HARKE-Mitarbeiter und später vielbeachtete Journalist jetzt wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt und hier sein in mehr als drei Jahren recherchiertes neues Buch vorstellt“, sagt HARKE-Verleger Christian Rumpeltin.

Seine erste größere Reportage schrieb Schmidt-Häuer 1961 über den Bau der Berliner Mauer. 1968/69 berichtete er als SPIEGEL-Korrespondent vom Prager Frühling und von der sowjetischen Okkupation. Zusammen mit Heinrich Böll veröffentlichte er 1969 das Buch „Viva Dubcek – Reform und Okkupation in der CSSR“. Er erlebte hautnah, wie rüde Weltgeschichte mit den Helden des großen Anfangs umgehen kann, und sieht die Protagonisten des Volkszorns heute in den arabischen Revolutionen das gleiche Schicksal erleiden.

Auf dem Balkan erlebte er als ARD-Hörfunkkorrespondent und ZEIT-Autor die letzten Jahre unter Jugoslawiens Marschall Tito, in Polen die Geburt der Solidarnosc auf der Danziger Lenin-Werft und die Verhängung des Kriegsrechts. Für sein Porträt des Arbeiterführers Lech Walesa in der ZEIT erhielt er 1983 den renommierten Theodor-Wolff-Preis. All diese weltgeschichtlichen Wenden hat Schmidt-Häuer in zahlreichen Reportagen in der ZEIT veröffentlicht und mit Zeitzeugen-Befragungen in zwei Bänden zusammengefasst.

Insgesamt zwölf Jahre beschrieb und kommentierte Christian Schmidt-Häuer als sprachkundiger Moskau-Korrespondent den Niedergang der UdSSR, die Reformversuche Gorbatschows und den Untergang des Sowjetimperiums. Von den russischen Kriegsfronten in Afghanistan und Tschetschenien berichtete er ebenso wie aus dem Kosovo-Krieg und vom Jugoslawien-Tribunal aus Den Haag. In Peking wurde er 1989 zum Zeugen der Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens. In den vergangenen Jahren führten den ZEIT-Autor Reportagereisen vor allem nach Korea und Lateinamerika.

Glänzende Kritiken erhielt vor allem sein bemerkenswertes Buch „Das sind die Russen“, das vor einigen Jahren erschienen ist. Dieses Buch über ein anderes Russland zeigt nicht nur die offizielle Fassade oder den trüben Alltag im früheren Sowjetreich. Eindeutig machte die von Schmidt-Häuer frühzeitig bemerkte Darstellung der inneren Zustände die tiefer liegenden Motive für die Außenpolitik des Kreml sichtbar. Außerdem erkannte der Autor schon damals, wie die Millionen Moslems in Mittelasien dem begonnenen Aufbruch der islamistischen Welt gegenüberstanden. Weitere Bücher des Autors: „Menschen in Moskau“, „Russlands zweite Revolution“ sowie „Russland in Aufruhr“.

Bezeichnend ist auch eine Würdigung, die der einstige Bundeskanzler und spätere ZEIT-Herausgeber Helmut Schmidt über Christian Schmidt-Häuer in der renommierten Wochenzeitung schrieb: „Hier haben wir einen quicklebendigen Journalisten, einen glänzenden und zugleich wahrheitsgetreuen Reporter, einen Mann mit großem Einfühlungsvermögen in die Lebensumstände, in die Ziele, in die Hoffnungen und die Ängste anderer Menschen und Völker...Christian Schmidt-Häuer kann seine Emotionen nicht verstecken, aber sie verführen ihn nicht zu subjektiver Darstellung der Tatsachen. Beides wird so bleiben, wenn wir ihm demnächst als Buchautor wieder begegnen, wie ich erwarte. Dazu Glückauf …“

Bei der Buchvorstellung wird es einen Büchertisch der Buchhandlung Leseberg geben, und die Gruppe „Miteinander – füreinander“ bietet ein internationales Buffet an. DH
Eintritt: sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Karten an der Theaterkasse im Stadtkontor und im Kulturwerk. Theaterkasse im Stadtkontor: Kirchplatz 4 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56, E-Mail an theaterkasse@nienburg.de, www.theater.nienburg.de. Nienburger Kulturwerk: Mindener Landstraße 20 in Nienburg, Telefon (0 50 21) 92 25 80, E-Mail an info@nienburger-kulturwerk.de, www.nienburger-kulturwerk.de.

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