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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 13.07.2014

Rubrik: Kultur

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Theatralik für Anspruchsvolle

Heute in der Harke am Sonntag: Das Abo 2 des Nienburger Theaters im Portrait

Einsteins Verrat.
Ein­steins Ver­rat.

Nienburg. Das Abo 2 des Nienburger Theaters unter der Überschrift „Schauspiel“ zeichnet sich durch anspruchsvolle zeitgenössische Schauspiel-Inszenierungen und erstklassige Dramatisierungen aus. Auch in der kommenden Spielzeit haben die Theaterverantwortlichen wieder ein Abo-Programm mit Tiefgang zusammengestellt.

Den Beginn macht das Schauspiel „Einsteins Verrat“ von Eric-Emmanuel Schmitt am Mittwoch, 22. Oktober, um 20 Uhr. Die Inszenierung des Tourneetheater Thespiskarren (Hannover) thematisiert in anrührenden Bildern und in tiefgründigen, humorvollen Dialogen die inneren Konflikte des überzeugten Pazifisten Einstein und zeigt gleichzeitig einen Menschen voller Güte, Wärme und Witz, aber auch mit allen Zweifeln und Selbstzweifeln.

Musikalisches Theater von und mit Gilla Cremer erleben die Abonnenten mit dem Stück „Lili Marleen & Lale Andersen“ am Dienstag, 11. November, um 20 Uhr. Das Stück der Agentur Rührsen (Hamburg) interpretiert das Bild einer Frau, die im Jahr 1929, sechs Wochen nach der Geburt des dritten Kindes, ihre Koffer packte, Mann und Kinder verließ, weil sie sich selbst verwirklichen wollte. Eine Frau, die für ihre Seemannslieder „als die Nordsee persönlich“ gepriesen, international verehrt und umjubelt, und von den Nazis als „Judenliebchen“ angeprangert wurde.

Ein alter Bekannter des Nienburger Theaters steht am Mittwoch, 17. Dezember, um 20 Uhr auf der Hornwerkbühne. Peter Bause wird gemeinsam mit Kristian Bader und Nicki von Tempelhoff das Schauspiel „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ von Theresia Walser aufführen. Die drei Künstler der Hamburger Kammerspiele schlüpfen dabei in die Rollen dreier Schauspieler, die sich auf eine Podiumsdiskussion vorbereiten, in der es um die Darstellbarkeit Adolf Hitlers geht - dabei bricht ein Kampf der Kulturen aus.

Im neuen Jahr gibt es am Donnerstag, 5. Februar 2015, eine Premiere zu erleben, und zwar das Schauspiel „Der letzte Vorhang“ von Maria Goos mit Suzanne von Borsody und Guntbert Warns in den Hauptrollen. Diese Produktion der Konzertdirektion Landgraf (Titisee-Neustadt) in Kooperation mit dem Renaissance-Theater (Berlin) erzählt die Geschichte von Lies und Richard, die einst ein Traumpaar auf der Bühne waren und nach langer Zeit wieder aufeinander treffen.

Eine Farce wird mit „Mein Kampf“ von George Tabori in einer Inszenierung des Theater Poetenpack aus Potsdam am Donnerstag, 19. März 2015, um 20 Uhr gezeigt. Das Theater Poetenpack gastiert erstmalig auf der Hornwerkbühne. Um 19.15 Uhr wird eine Einführung im Theatersaal angeboten. Das Stück beschreibt die Wandlung des Menschen Adolf Hitler in das Monster Adolf Hitler.

Das sechste Stück im Abo 2 ist das Schauspiel „Schnee“ nach dem Roman des Literatur-Nobelpreisträgers Orhan Pamuk, welches das Theater für Niedersachsen am Mittwoch, 15. April, um 20 Uhr (19.30 Einführung im Theatersaal) zeigt.

Ein Abonnement für alle sechs Stücke ist im Paketpreis zwischen 66 und 108 Euro erhältlich. Zudem kommen Abonnenten in den Genuss eines Rabattes beim Karteneinzelkauf. Wer beispielsweise ein Ticket für das Schauspiel „Die Päpstin“ am Donnerstag, 18. Dezember, im Abo 4 erwerben möchte, genießt einen ordentlichen Preisvorteil. In der Preisgruppe A kostet eine Karte im Einzelverkauf 25 Euro, als Abonnent kostet die Karte nur 18 Euro. Diesen Abo-Rabatt bekommen auch Inhaber des Schnupper-Abos (drei Veranstaltungen), das sich besonders gut für Einsteiger oder als kreative Geschenkidee eignet.

Abonnements können neu abgeschlossen und verlängert werden an der Theaterkasse im Stadtkontor, Kirchplatz 4, in Nienburg, Telefon (0 50 21) 8 72 64 und 8 73 56, Fax (0 50 21) 87 5 83 56 sowie per E-Mail unter theaterkasse@nienburg.de. Die Theaterkasse hat montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind im Internet unter www.theater.nienburg.de erhältlich. DH

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