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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 22.10.2017

Rubrik: Nienburg & Umgebung

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Der Film "Die blaue Brücke" ist fertig. Am Dienstag ist Premiere.
Die arabsiche Übersetzung.

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Nienburg

Jeder Freund war am Anfang ein Fremder

Integrationsprojekt „Die blaue Brücke“ abgeschlossen / Film-Premiere am 24. Oktober im Kulturwerk

Der Film "Die blaue Brücke" ist fertig. Am Dienstag ist Premiere.
Der Film "Die blaue Brücke" ist fertig. Am Dienstag ist Premiere. Foto: CJD Nienburg

„Was ich hier gesehen habe, das ist Kultur auf Augenhöhe. Räume für Begegnungen schaffen und Brücken bauen, dies ist genau das, was das Ministerium erreichen möchte“, zog Frauke Patzke, Referatsleiterin im Ministerium, eine erste Bilanz.
Kann Kultur den integrativen Prozess, welcher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, vorantreiben? Ja, er kann. Dies haben fünfzehn junge Menschen mit Fluchterfahrung und ohne in den letzten Monaten eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Das CJD Nienburg hatte mit seinem Jugendmigrationsdienst (JMD) einen Projektantrag bei dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestellt, mit dem Ziel, einen Film zu produzieren.

In der vergangenen Woche war es dann soweit, der fertige Film „Die blaue Brücke“ wurde den Förderern und Kooperationspartnern (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur / Lions Club Nienburg, Cor Leonis / Kulturwerk Nienburg / Stadtwerke Nienburg / WABE und der KD-Bank-Stiftung) vorgestellt. Und diese zeigten sich sichtlich beeindruckt. „Was ich hier gesehen habe, das ist Kultur auf Augenhöhe. Räume für Begegnungen schaffen und Brücken bauen, dies ist genau das, was das Ministerium erreichen möchte“, zog Frau Patzke, Referatsleiterin im Ministerium, eine erste Bilanz.

Die beteiligten Jugendlichen haben hart geprobt und eigens für den Film einen Song getextet und einstudiert. „Das Filmprojekt hat richtig Spaß gemacht. Was dabei herausgekommen ist, ist irre gut“, freut sich Elisa Hanebuth. Und Fawad Zarifi ergänzt: „Ich habe neue Freunde gefunden, das ist sehr wertvoll für mich“.

Ein weiteres großes Lob hatten Dr. Monica Seebach (Vorsitzende des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe bei den Cor Leonis), Olga Suin de Boutemard (Kulturwerk Nienburg) und Norbert Witt (Geschäftsführer der Stadtwerke Nienburg) für die Filmcrew übrig: „Was Sie hier in zehn Minuten auf die Leinwand gebracht haben, ist sehr berührend. Die Bilder zeigen, es kann eine gelingende Zukunft für alle beteiligten geben“.

Für die bewegten Bilder zeigten sich Sebastian Ganso (Kamera, Schnitt und Studioaufnahmen), Jawid Sadeqi (Kameraaufnahmen) und Frank Niemöller (Regie) verantwortlich. Ihnen gelang es nicht nur, einen sehr unterhaltenden Film zu zaubern, sondern auch die Jugendlichen mit ihren Gefühlen auf den Weg der Filmproduktion mitzunehmen.

Hinzu kam aber auch noch eine kritische Bemerkung der beteiligten Jugendlichen. Sie fragten sich, warum immer noch von Flüchtlingen die Rede ist, obwohl die Menschen mittlerweile ja alle einen festen Wohnsitz haben. Eine Anmerkung, die allen Verantwortlichen zu denken gab.

Den erfreulichen Abschluss der Gesprächsrunde machte allerdings die Aussage, dass es mit dem Projekt wohl weitergehen kann. Am kommenden Dienstag, 24. Oktober, um 19 Uhr kommt es im Nienburger Kulturwerk zu der öffentlichen Premiere des Films „Die blaue Brücke“.

„Ich freue mich sehr, den Film jetzt auch der Nienburger Bevölkerung zugänglich machen zu können“, betont Sven Kühtz, Leiter des JMD im CJD Nienburg. Der Film „Die blaue Brücke“ handelt von der Verbindung zwischen der „neuen“ und der „alten“ Lebenswelt der geflüchteten Jugendlichen. Er zeigt die Vergangenheit und die Gegenwart auf, es sind Begegnungen zwischen Menschen mit Fluchterfahrungen und jungen Einheimischen, die sich annähern und gemeinsam in eine erwartungsvolle und bunte Zukunft blicken möchten.

Der Film wird in Kooperation mit dem Nienburger Begegnungscafe, welches wöchentlich im Kulturwerk stattfindet, gezeigt, freut sich Sven Kühtz, der damit eine weitere Synergie aufzeigt. Alle sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist kostenfrei.
Das nächste Begegnungscafe im Kulturwerk findet ebenfalls am Dienstag, 24. Oktober, um 16 Uhr statt.

Dieser Beitrag ist Bestandteil des CJD-Projekts „Willkommen in Nienburg“, das vom Bundesamt für Migration (BAMF) gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

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