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Erschienen in der HARKE von Mittwoch, dem 21.03.2018 auf Seite 21

Rubrik: Nienburg & Umgebung

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Schüler nehmen an einer Führung im Wasserwerk Drakenburg teil.
Die Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft, August
Lustfeld (links), und der Stadtwerke Nienburg, Norbert Witt, sind sich einig: „Die sehr gute Trinkwasserqualität im Kreisgebiet zu halten, wird in Zukunft nicht einfacher.“
Blick in das Nienburger Wasserwerk

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Landkreis

„Wir sind alle auf Wasser angewiesen“

Welttag des Wassers: Kreisverband für Wasserwirtschaft und Stadtwerke Nienburg fordern mehr Achtsamkeit beim Umgang mit Trinkwasser

Schüler nehmen an einer Führung im Wasserwerk Drakenburg teil.
Schüler nehmen an einer Führung im Wasserwerk Drakenburg teil.Foto: Kreisverband für Wasserwirtschaft

Donnerstag, 22. März, ist Welt-Wassertag. Während Norbert Witt, Geschäftsführer der Stadtwerke Nienburg, das Thema eher aus der Helikopter-Perspektive betrachtet, richtet August Lustfeld, Geschäftsführer des Kreisverbands für Wasserwirtschaft, den Blick mehr auf die Situation im Detail. Doch beide sind sich einig: „Die sehr gute Trinkwasserqualität im Kreisgebiet zu halten, wird in Zukunft nicht einfacher.“

Erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es – bundesweit – so viel und so lange geregnet, wie ab Mitte vergangenen Jahres, sagt Norbert Witt: „Seit Juni war jeder Monat deutlich zu nass. Und wir hatten noch nie einen so dunklen, verregneten Januar.“ Während das südafrikanische Kapstadt die schlimmste Trockenperiode seiner Geschichte verkraften muss, werden die Menschen in Deutschland sich auf Regen-Sommer wie 2017 einstellen müssen: „Das wird sich häufen. Bedingt durch den Klimawandel ändert sich das globale Temperaturgefüge auch auf den Meeren. In der Folge ziehen die Tiefdruckgebiete vom Atlantik langsamer über Europa und haben dadurch mehr Zeit, abzuregnen.“

Dauerregen im Sommer schlägt aber nicht nur auf die Stimmung. Er hat noch ganz andere Folgen, und die sind besorgniserregend. Lustfeld: „Ich stelle mir vor, ich läge auf dem Grundwasserspiegel und schaue nach oben. Das sieht nicht gut aus, was da auf mich zukommt…“ Denn: Monatelang permanent zu viel Regen wäscht die Böden aus. Nitrat, das auf landwirtschaftlichen Flächen normalerweise in der nächsten Wachstumsperiode den Pflanzen zur Verfügung stehen würde, ist für deren Wurzeln nicht mehr erreichbar und gelangt ins Grundwasser. „Abzuschätzen, wie viel Stickstoff ausgebracht werden kann, ohne dass das Grundwasser in Mitleidenschaft gezogen wird, wird noch schwieriger als ohnehin schon“, befürchtet Lustfeld.

Eine andere Folge von zu viel Regen sind häufige Hochwasser. Auch das klingt für die Mittelweser-Region zunächst nicht so schlimm: Die Menschen hierzulande haben Erfahrung mit Hochwassern; außerdem hat die Weser genügend Platz und kann über die Ufer treten, ohne großen Schaden anzurichten. Witt warnt denn auch nicht vor katastrophalen Fluten wie an der Elbe. „Mir geht es auch dabei vor allem um unser Trinkwasser. Wenn die Bereiche, aus deren Untergrund wir das Wasser fördern, überflutet werden, können gefährliche Keime in das Grundwasser gelangen. Darum müssen wir bei jedem Hochwasser verstärkt kontrollieren und – werden Keime festgestellt – dem Wasser Chlordioxid zusetzen. Das macht kein Wasserversorger gern. Und es wird auf Dauer teuer.“

Was da an Keimen in deutschen Bächen, Flüssen und Badeseen zu finden ist, scheint in der Tat besorgniserregend: „Im Februar haben Wissenschaftler im Auftrag des NDR norddeutschlandweit Proben gezogen. In allen Fällen wurden multiresistente Keime nachgewiesen“, so Witt. Solche Erreger sind deshalb so gefährlich, weil sie gegen (fast) alle Antibiotika immun sind.

Lustfeld ergänzt: „Es werden Forderungen laut, Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe auszurüsten. Diese vierte Stufe muss in der Lage sein, gefährliche Keime im Abwasser zu beseitigen.“ Dass Kläranlagen nach Stand der Technik das bislang kaum schaffen, hat einen einfachen Grund: Solche besonders gefährlichen Mikroorganismen sind eigentlich weder im Badesee noch im Schmutzwasser zu finden.

Sie sind „menschengemacht“: Wenn Antibiotika korrekt dosiert und konsequent verwendet werden, töten sie Krankheitserreger ab. Wenn Antibiotika aber mit menschlichen Ausscheidungen oder tierischer Gülle ins Abwasser beziehungsweise auf die Felder gelangen, entwickeln die Keime Resistenzen. Ein Antibiotikum nach dem anderen verliert seine Wirksamkeit.

Für Lustfeld heißt das: „Es muss Schluss sein mit dem massenhaften Einsatz von Antibiotika bei Mensch und Tier. Niedersachsen hat vor diesem Hintergrund bereits 2013 ein Minimierungskonzept für die Tierhaltung aufgelegt. Daraufhin hat sich der Einsatz von Antibiotika um 37 Prozent reduziert. Dieser Teilerfolg lässt hoffen.“

Die Verbreitung der Keime in der Umwelt ist jedoch schon so weit fortgeschritten, dass auch eine vierte Reinigungsstufe in der Kläranlage nur den Teilstrom des menschlichen Abwassers erfassen würde. Das Grundwasser oder der Badesee profitieren davon nicht.

Lustfeld und Witt warnen aber vor Panikmache. „Zunächst: Unser Trinkwasser ist von bester Qualität. Es braucht den Vergleich mit Tafelwassern nicht zu scheuen“, betont der Chef der Stadtwerke. „Und nicht erst seit gestern engagieren wir uns dafür, dass das auch so bleibt.“ Ein gutes Beispiel sei die Interessengemeinschaft (IGG) Dümmer/Hunte/Weser, findet Lustfeld: „Neben unseren Verbänden und den Stadtwerken Nienburg und Hoya sind in dieser Interessengemeinschaft Wasserversorger aus dem Landkreis Diepholz und rund 500 Landwirte gemeinsam aktiv. Realitätsbezogen, also mit Blick auf die tatsächliche Situation des jeweiligen Betriebs und auf der jeweiligen Fläche, werden konkrete Maßnahmen entwickelt, die den Nitrateintrag ins Grundwasser reduzieren.“ Das sei auch messbar.

„Grundwasserschutz funktioniert nur gemeinsam“, bilanziert Lustfeld aus Erfahrungen mit der IGG und auch aus der Zusammenarbeit von Landwirten und Kreisverband, wenn es beispielsweise um die Renaturierung von Gewässern geht.

„Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Wir müssen gemeinsam an verschiedenen Schrauben drehen, um das Wasser zu schützen.“

Ein Stichwort dazu liefert das Motto des diesjährigen Wassertages: Nature based solutions for water. „Heißt“, so Witt, „man soll sich in der Wasserwirtschaft verstärkt natürliche und naturnahe Potenziale zunutze machen.“ So profitiert etwa das Nienburger Trinkwasser von den Köhler Bergen: „Unser Grundwasser strömt unter den Köhler Bergen hindurch. Es handelt sich also nicht um Uferfiltrat der Weser. Die bewaldeten Hügel dienen als natürlicher Filter.“

Eine ähnliche Funktion erfüllen die Streuobstwiesen, die der Wasserverband An der Führse am Wasserwerk Drakenburg angelegt hat. Lustfeld: „Wir haben landwirtschaftlich genutzte Flächen aufgekauft und mit Obstbäumen bepflanzt. Die Bäume sind Lebensraum für Vögel, Insekten und Kleinsäuger. Und jeder, der mag, kann sich bei den Früchten bedienen. Es wird eben auf diesen Flächen kein Dünger mehr eingebracht, dessen Überschuss ins Grundwasser gelangen könnte.“

Die Menschen immer wieder für den Wert sauberen Wassers zu sensibilisieren, seine ökologische Komponente und seine Bedeutung als Nahrungsmittel zu verdeutlichen, ist Lustfeld wichtig: „Dieses Ziel verfolgen wir ganz konkret beispielsweise mit dem Wassarium in Drakenburg.“ Auch Witt verbindet den Welt-Wassertag mit einem Appell:

„Als es vor einigen Jahren wieder einmal massive Bestrebungen gab, die Wasserversorgung zu privatisieren, haben wir gemeinsam mit den Menschen Front dagegen gemacht – und hatten Erfolg“, sagt Witt: „Wir sind alle auf Wasser angewiesen. Wir brauchen sauberes Wasser und wir wollen nicht viel dafür bezahlen. Wenn das so bleiben soll, müssen wir alle wachsam sein und vorsichtig damit umgehen.“

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