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Erschienen in der HARKE von Donnerstag, dem 17.05.2018 auf Seite 12

Rubrik: Nienburg & Umgebung

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Neulohe

„Landsenioren“ diskutierten intensiv

Arbeitskreis des Landvolks Mittelweser lud den neuen Vorsitzenden ein

Die Arbeitskreissprecher Fritz Bründer und Dr. Hans-Christian Hanisch mit dem Landvolk-Vorsitzenden Christoph Klomburg (von links).
Die Arbeitskreissprecher Fritz Bründer und Dr. Hans-Christian Hanisch mit dem Landvolk-Vorsitzenden Christoph Klomburg (von links).Foto: Suling

Der Arbeitskreis „Landsenioren“ des Landvolk Mittelweser hat sich kürzlich im „Neuloher“ Hof getroffen und sich mit seinem Bild in der Gesellschaft auseinandergesetzt. Dabei stellte der Sprecher des Arbeitskreises, Dr. Hans-Christian Hanisch, fest: „Das hätten wir uns in der Vergangenheit nicht träumen lassen, dass die Landwirte sich einmal dafür rechtfertigen müssen, was sie tun und wie sie es tun.“

„Über 50 Teilnehmer waren dabei, das stellte einen absoluten Teilnahmerekord dar“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Wahrscheinlich ist da auch viel Neugier dabei, den jungen Landvolk-Vorsitzenden kennenzulernen“, wird dazu Hanisch zitiert. Denn an diesem Nachmittag berichtete Christoph Klomburg, Vorsitzender des Landvolks Mittelweser, über das, was ihn antreibe, sich im Ehrenamt zu engagieren. „Sobald die Leute einen Ansprechpartner haben, fragen sie auch“, sagte der 35-Jährige. „Ich halte den persönlichen Bezug für das Wichtigste. Wir müssen präsent sein“, unterstrich Klomburg, dass eine Kommunikation mit dem Verbraucher und Nachbarn immer wichtiger werde. Außerdem zwinge das persönliche Gespräch beide Seiten zu mehr Sachlichkeit.

Und wir Landwirte sind eine Minderheit geworden.
Dr. Hans-Christian Hanisch, Sprecher des Arbeitskreises „Landsenioren“ des Landvolks Mittelweser

Aufeinander zuzugehen: Das bedeute auch, Neues zu wagen. „Ich habe in diesem Jahr zum ersten Mal eine Blühmischung eingesät“, erzählte Klomburg. „Jeder sollte darüber nachdenken, ob er eine Ecke am Hof oder am Feld mit einer Blühmischung versehen kann. Das zeigt, dass wir das Thema wichtig nehmen“, sagte der Vorsitzende. Man verliere die Deutungshoheit, wenn man nichts mache. Deshalb gehe es darum, aktiv mitzugestalten und auch die Nicht-Landwirte mitzunehmen. Außerdem steige die Bedeutung der Kommunikation unter den Landwirten selbst: „Die Betriebe werden immer weniger. Da wird es auch für uns immer wichtiger, mit unseren Berufskollegen in Kontakt zu bleiben“, sagte Klomburg.

Danach entstand beim Arbeitskreis-Treffen eine breite Diskussion über die vielfältigen Herausforderungen, der sich die Landwirte heute zu stellen hätten, heißt es weiter. „Wir sind alle gefordert, Anregungen zu geben und zu diskutieren, wie es in der Agrarpolitik weitergehen soll“, hatte Hans-Christian Hanisch bereits zu Beginn der Veranstaltung gesagt. Die „Landsenioren“ ließen sich nicht zweimal bitten und hätten damit einmal mehr unterstrichen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehörten.

„Wir Landwirte arbeiten mit der Natur. Wir müssen uns nicht dauernd rechtfertigen, sondern Fakten nennen“, befand Fritz Bründer, der gemeinsam mit Hans-Christian Hanisch den Arbeitskreis „Landsenioren“ leitet. Hanisch machte deutlich, dass es wichtig sei, den Dialog zu suchen. Das sei zum Beispiel mit den Imkern gelungen.

„Durch unsere Imkerrunde haben wir ein gutes Verhältnis zu den Imkern aufgebaut“, sagte Hanisch, der eine Hoffnung für die Zukunft formulierte: Immerhin würden viele Medien immer die Minderheit schützen. „Und wir Landwirte sind eine Minderheit geworden.“ Fritz Bründer wiederum wünschte Christoph Klomburg für sein Amt „viel Tatkraft und viel Mut, um den Verband zusammen mit Tobias Göckeritz weiter zu führen.“

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