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Erschienen in der HARKE von Donnerstag, dem 06.09.2018 auf Seite 12

Rubrik: Nienburg & Umgebung

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Erichshagen-Wölpe

Forschungsprojekt geht weiter

Auf dem Wölper Burghügel finden wieder archäologische Grabungen statt / 15 Studierende aus Australien sind dabei

Die Arbeiten auf dem Burghügel Wölpe haben begonnen.
Die Arbeiten auf dem Burghügel Wölpe haben begonnen.Foto: Museum Nienburg

Es ist wieder so weit – die Planen sind entfernt, die Schnitte erweitert, und die Schaufeln werden wieder mit großer Motivation geschwungen. In Kooperation zwischen dem Museum Nienburg, der Australian National University, Canberra, und der Kommunalarchäologie Schaumburger Landschaft hat die diesjährige Ausgrabungskampagne auf der Burg Wölpe begonnen.

Zu Gast sind 15 australische Studierende, ein Dozent und ein Professor des Fachbereichs Archäologische Wissenschaften, dort School of Archaeology & Anthropology genannt. Sie werden unter der bewährten und fachkundigen deutschen Grabungsleitung des Göttinger Archäologen Frank Wedekind auf der Burg betreut.

Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha freut sich sehr über die Kooperation, die nun ins zweite Jahr geht: „Es ist eine tolle Auszeichnung für das Museum, für die Stadt, dass eine große Universität von der anderen Seite der Erde Interesse an einer Zusammenarbeit hat und dann auch noch Drittmittelgeber das Projekt für förderwürdig erachten.“ Einige der Studenten aus dem Vorjahr sind aufgrund der positiven Erfahrungen erneut dabei – für andere ist es in der erste Aufenthalt in Deutschland überhaupt.

Bei der Burg Wölpe handelt es sich um den Stammsitz der Grafen Wölpe, sie wird Mitte des 12. Jahrhunderts das erste Mal in den Schriftquellen erwähnt. Die Burg wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt befand sich dort bis ins 19. Jahrhundert das Gebäude des Amtes Wölpe – aber über die Bebauung selbst ist noch wenig bekannt. In der vorherigen Grabungskampagne wurden Teile eines Gebäudes angeschnitten – in diesem Jahr soll nun der komplette Grundriss erfasst werden. Es ist aufgrund der Lage und des Baumaterials ein Gebäude aus der Anfangszeit der Burg.

Die Öffentlichkeit soll über den Fortgang der Arbeiten informiert werden – schon jetzt laden die Kooperationspartner zu einem „Tag der offenen Grabung“ am 12. September von 15 bis 17 Uhr. ein. Erste Funde zeigen die Studenten außerdem auf dem Zeitreise-Event „Handel und Handwerk im Mittelalter“ des Museums Nienburg am 9. September im Biedermeiergarten des Museums.

„Das Projekt wird gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, den Landschaftsverband Weser-Hunte und die Wirker-Stiftung. Darüber hinaus findet das Projekt tatkräftige Unterstützung durch den Arbeitskreis Burghügel Wölpe, dessen Mitglieder für die Vorbereitung des Geländes gesorgt haben und auch sonst immer mit unkomplizierter Hilfe zur Verfügung stehen“, heißt es abschließend.

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