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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 26.05.2019

Rubrik: Nienburg & Umgebung

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Energieverbrauch professionell senken

Heemsen Gastgeber des mittlerweile siebten Treffens des Energieeffizienz-Netzwerks im Landkreis Nienburg

Im Rathaus in Rohrsen fand das mittlerweile siebte... Foto: HageböllingIm Rathaus in Rohrsen fand das mittlerweile siebte Treffen des aus sieben von kreisweit zehn Kommunen bestehenden Energieeffizienz-Netzwerks statt. Foto: Hagebölling
Im Rathaus in Rohrsen fand das mittlerweile siebte Treffen des aus sieben von kreisweit zehn Kommunen bestehenden Energi...
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Foto: Hagebölling
Im Rathaus in Rohrsen fand das mittlerweile siebte Treffen des aus sieben von kreisweit zehn Kommunen bestehenden Energieeffizienz-Netzwerks statt. Foto: Hagebölling
Im Rathaus in Rohrsen fand das mittlerweile siebte Treffen des aus sieben von kreisweit zehn Kommunen bestehenden Energieeffizienz-Netzwerks statt.

Das Nahwärmekonzept des Fleckens Steyerberg und die Versorgung von Neubaugebieten mit „kalter Nahwärme“ waren zwei der Themen, die jetzt im Rathaus in Rohrsen vorgestellt wurden. Anlass war das mittlerweile siebte Treffen der sieben Kommunen, die sich zum Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk im Landkreis Nienburg zusammengeschlossen haben. Gastgeber der Zusammenkunft war die Samtgemeinde Heemsen, Veranstalter war die Klimaschutzagentur Mittelweser.

Steyerbergs Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber war an diesem Nachmittag als Referent nach Rohrsen gekommen. Er schilderte den mühseligen Weg von der Idee, die Abwärme der Firma Oxynova für die Beheizung der Immobilien im Flecken Steyerberg zu nutzen und verschwieg dabei nicht, dass seine Geduld durch das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) auf eine harte Probe gestellt worden war.

Mittlerweile liege jedoch der Förderbescheid des BAFA für dieses bundesweit größte Fernwärmeprojekt im ländlichen Raum über 5,8 Millionen Euro vor.

Insgesamt sei das Projekt mit einer Leitungslänge von 29 Kilometern mit 15 Millionen Euro veranschlagt. Die rund 350 Haushalte, die sich zur Realisierung des Konzepts zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen haben, sind mit einem Mitgliedsbeitrag von 500 Euro und einer einmaligen Kapitalleistung von 3.000 Euro an der weiteren Finanzierung beteiligt.

Über die Versorgung eines Neubaugebietes mit „kalter Nahwärme“ am Beispiel der Gemeinde Auhagen berichtete Tobias Timm von der Firma target. Nach ausgiebiger Diskussion habe man sich in Auhagen darauf geeignet, Passivhäuser zu errichten, die per Erdsondenfeld, dezentralen Wärmepumpen und Photovoltaikanlage beheizt würden. Das Projekt sei förderfähig und garantiere auf Dauer die Unabhängigkeit von Öl oder Gas.

Energieberater Jan Norrmann hatte zu Beginn der Zusammenkunft unter anderem auf die Fördermöglichkeit von Lastenfahrrädern hingewiesen und dazu ermutigt, bei der Optimierung der Heizungspumpen in den öffentlichen Gebäuden nicht nachzulassen.
Begrüßt wurden die Vertreterinnen und Vertreter der Netzwerk-Partnerkommunen von Franziska Materne, seit etwa einem halben Jahr Geschäftsführerin der Klimaschutzagentur Mittelweser mit Sitz am Marktplatz in Nienburg.

Mitglieder des Energieeffizienz-Netzwerks sind die Stadt Nienburg und die Samtgemeinden Grafschaft Hoya, Heemsen, Liebenau, Marklohe, Mittelweser, Steimbke und Uchte. Diese Kommunen haben sich zum Ziel gesetzt, die Energieverbräuche (Wärme, Strom und Wasser) in den öffentlichen Gebäuden zu erfassen, zu analysieren und Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs und damit der Kosten einzuleiten und umzusetzen.

Unterstützt werden die Kommunen bei diesem Vorhaben von zahlreichen Energieberatern, von der Firma target und von der Klimaschutzagentur Mittelweser.
Die energietechnische Beratung für jede am Netzwerk beteiligte Kommune umfasst drei Bausteine:


  • • Aufbau eines Energiecontrollings und Erstellung eines jährlichen Energieberichts für bis zu 30 ausgewählte Gebäude

  • • Betriebsoptimierung von bis zu zehn Gebäuden durch monatliches Controlling und Vor-Ort-Begehung der Gebäude

  • • Erstellung von Sanierungskonzepten für bis zu drei ausgewählte Gebäude

Gefördert wird das Energieeffizienz-Netzwerk durch das von Heinz-Jürgen Weber bereits erwähnte BAFA.

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