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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 25.08.2019 auf Seite 2

Rubrik: Nienburg & Umgebung

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Nienburg

Freie Zeit für gute Zwecke

Die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg dankte nicht nur ihren Geldspendern, sondern auch Zeitstiftern

Frank Lehmeier, Vorsitzender der Bürgerstiftung (2... Foto: SchmidetzkiFrank Lehmeier, Vorsitzender der Bürgerstiftung (2. von rechts), bedankte sich bei den zahlreichen Zeitspendern, darunter Fritz Hellmann, Anna-Mignon Schwarz, Antje Wetzel und Renée Christin Nölte (von links). Foto: Schmidetzki
Den anwesenden Geld- und Zeitspendern stellte Fran... Foto: SchmidetzkiDen anwesenden Geld- und Zeitspendern stellte Frank Lehmeier (stehend) die Projekte und Pläne der Stiftung vor. Foto: Schmidetzki
Frank Lehmeier, Vorsitzender der Bürgerstiftung (2. von rechts), bedankte sich bei den zahlreichen Zeitspendern, darunte...
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Foto: Schmidetzki
Frank Lehmeier, Vorsitzender der Bürgerstiftung (2. von rechts), bedankte sich bei den zahlreichen Zeitspendern, darunter Fritz Hellmann, Anna-Mignon Schwarz, Antje Wetzel und Renée Christin Nölte (von links). Foto: Schmidetzki
Frank Lehmeier, Vorsitzender der Bürgerstiftung (2. von rechts), bedankte sich bei den zahlreichen Zeitspendern, darunter Fritz Hellmann, Anna-Mignon Schwarz, Antje Wetzel und Renée Christin Nölte (von links).
Den anwesenden Geld- und Zeitspendern stellte Frank Lehmeier (stehend) die Projekte und Pläne der Stiftung vor. Foto: Schmidetzki
Den anwesenden Geld- und Zeitspendern stellte Frank Lehmeier (stehend) die Projekte und Pläne der Stiftung vor.

Ohne Geld läuft zwar nichts, ebenso wichtig ist aber auch die Zeit, die einige Stifter spenden. Dafür hatte die Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg nun diese Unterstützer eingeladen, als Anerkennung, zu Gesprächen und um die Ergebnisse des Wirkens vorzustellen.

Bei der jährlichen Stifterversammlung stellten Vorsitzender Frank Lehmeier und Schatzmeister Rembert Küpker nicht nur nackte Zahlen und Ergebnisse vor. Sie blickten auch auf Aktivitäten und gaben einen Ausblick auf Geplantes. Außerdem gab es für Geld- und Zeitstifter eben auch die Möglichkeit, sich auszutauschen.

Einer von ihnen ist Fritz Hellmann. Er ist seit einem Jahr Zeitstifter, hat vor allem im Winterwald mitgeholfen. Für die Veranstaltung, die sich über die Adventswochenenden erstreckt, braucht die Bürgerstiftung am meisten ehrenamliches Personal, vom Aufbau bis zum Ausschank. „Wenn die dritte Lebensphase beginnt, hat man viel Zeit, die gefüllt werden will“, sagt Hellmann. Er war in der vergangenen Winterwald-Saison für die Beschaffung der Getränke zuständig, hat beim Auf- und Abbau geholfen und auch beim Ausschank. „Das macht mir Spaß – für den sozialen Zweck sowieso“, sagt er.

Das Geld, das die Stiftung bei der vorweihnachtlichen Veranstaltung eingenommen hat, konnte zusätzlich zu diversen Spenden in diverse Aktionen gehen. In den Bereich Jugend etwa hat die Stiftung im vergangenen Jahr fast 5.500 Euro gesteckt, von Unterstützung der Rockinitiative für das „Burnout Festival“ bis zu einem Familienausflug der Kita St. Michael reichten die Zwecke. Im Bereich Bildung/Erziehung flossen über 3.400 Euro, zusätzlich unterstützte die Stiftung die Nienburger Tafel und die Familienhilfe sowie Einrichtungen, die sich für Tierwohl und Umwelt einsetzen.

Mit einem Gesamtbetrag von mehr als 24.400 Euro setzte die Bürgerstiftung eigene Projekte und; die Seniorenbänke, die „First Lego League“ am Gymnasium Stolzenau und das MINT-Projekt für Grundschulen und Kindertagesstätten. Zehn Entdeckerkisten zum Ausprobieren und Lernen spendete die Stiftung.

Seit drei Jahren geben Anna-Mignon Schwarz und Renée Christin Nölle der Stiftung etwas von ihrer Freizeit ab. Auch sie helfen viel im Winterwald mit und beim Losverkauf. „Wir sind eine gute Truppe“, sagt Schwarz. „Es ist auch toll, wie hier verschiedene Generationen zusammen sind“, meint Nölle.

Wie immens wichtig die Ehrenamtlichen sind, hob auch Schirmherr Detlev Kohlmeier hervor. „Sie sind Menschen, die etwas für andere tun, ohne etwas dafür zu verlangen.“ Sie alle hätten damit zusammen für den Stifterpreis gesorgt, den der Bundesverband Deutscher Stiftungen im Juni erstmalig an rund 30.000 Stiftende der 400 Bürgerstiftungen in Deutschland vergeben hat. Bei der Preisvergabe war auch Frank Lehmeier zugegen. „Ich erlebe seit ganz vielen Jahren, wie viele spannende und interessante Projekte auf die Beine gestellt werden“, lobte Kohlmeier.

Über 200 Geld- und Zeitstifter bilden dabei die Basis der Bürgerstiftung im Landkreis Nienburg. Gleich mit beidem – Geld und Zeit – hilft das Schornsteinfeger-Ehepaar Antje und Maic Wetzel. „Das ist etwas für Nienburg, das möchte ich gerne unterstützen“, erklärt Antje Wetzel ihre Intention, gleich doppelt zu helfen.

„Wenn jeder etwas tun würde, ginge es vielen besser“, sagt sie. Das aktive Mithelfen, etwa beim Getränke-Verkauf mache ihr Spaß. Sie habe früher schon in der Gastronomie gearbeitet, das sei ihr Ding.

„Was die Stiftung macht, können der Vorstand und der Rat nicht alleine wuppen“, gab Martin Lechler, der auch Gastgeber im Gemeindehaus St. Martin war, an. Er ist selbst Mitglied des Stiftungsrates und wo es geht, auch mal aktiv dabei. „Das macht ja auch viel Spaß, ich denke da an manche gemeinsame Thekenrunde“, sagte er.

Doch bei allem Engagement der zahlreichen Stifter dürfe der Einsatz des Vorstandes nicht außen vorgelasen werden. Ihnen allen gebühre ein großes Dankeschön, befand der Superintendent des Kirchenkreises Nienburg.

Lehmeier und Küpker berichteten anschließend aus dem Vorstand und wagten einen Ausblick. Das nächste Bürgermahl ist für den 2. November geplant. Auch der Winterwald soll an den Adventswochenenden wieder eine Ergänzung zu Weihnachtsmarkt und Adventszauber sein.

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