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Erschienen in der HARKE von Montag, dem 19.06.2017 auf Seite 24

Rubrik: Lokalsport

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Handball

Bundesliga hauchdünn verpasst

Den A-Jugendhandballerinnen der HSG Nienburg fehlt im Grunde nur ein Törchen bei der Quali in Magdeburg

Paula Clasen setzt sich im Spiel gegen die Füchse Berlin entschlossen durch.
Paula Clasen setzt sich im Spiel gegen die Füchse Berlin entschlossen durch.Foto: HSG Nienburg

Die A-Jugendhandballerinnen der HSG Nienburg bestritten die zweite und letzte Runde der Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga in Magdeburg. Acht Mannschaften kämpften um vier Bundesliga-Startplätze, aufgeteilt in zwei Vierergruppen. Die jeweiligen Gruppensieger hatten bereits nach dem ersten Tag einen Startplatz sicher, während die Gruppenletzten ausschieden. Die jeweiligen Zweit- und Drittplatzierten spielten am Sonntag dann „überkreuz“ die letzten beiden Plätze aus. Dabei schrammten die Nienburgerinnen knapp am Wunschziel vorbei.

Im ersten Spiel ging es gegen die Füchse Berlin – eine hoch gehandelte Mannschaft. Dabei fanden die Rot-Schwarzen in der ersten Halbzeit im Angriff überhaupt nicht zu ihrem Spiel, so wurden mit 4:8 die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte zeigten die Nienburgerinnen ihre gewohnte Stärke. Aber die Hypothek war zu hoch und so schaukelten die Berlinerinnen den 14:11-Sieg nach Hause.

So musste im zweiten Spiel gegen den Rostocker HC ein Sieg her, wollte man nicht schon am Sonnabend die Koffer packen. Ehe sich die Hansestädterinnen versahen, lagen die HSG-Mädchen mit 5:0 in Front. Erst danach kamen die Rostockerinnen besser ins Spiel, was aber nichts am 10:8-Erfolg für die Rot-Schwarzen änderte. Damit stand bereits fest, dass sie als Gruppenzweiter oder -dritter am Sonntag spielen mussten. Zum Gruppenabschluss traf die HSG auf die TG Hörste aus Nordrhein-Westfalen, die noch Gruppensieger werden konnte.

Das HSG-Team des Trainergespanns Janosch Rosenow/Denis Tomanek schien mit der Situation zunächst besser umgehen zu können und startete stark. Gestützt auf eine starke Abwehr überzeugten die Nienburgerinnen auch im Angriff und gingen mit einer 7:4-Führung in die Halbzeit. Die Hörsterinnen glichen aber anschließend schnell zum 7:7 aus. Danach wogte das Spiel hin und her. Erst in der letzten Spielminute ging die TG das erste und einzige Mal in diesem Spiel in Führung, jedoch sorgte Paula Clasen im direkten Gegenzug für den 12:12-Ausgleich. Dabei blieb es, und somit freuten sich die Füchse Berlin über die Qualifikation zur Bundesliga.

Im ersten Spiel des Sonntags trafen Liv Süchting & Co. auf die Mädels vom HLZ (Handballleistungszentrum) Ahlen. Allein der Vereinsname sagt viel über die Ambitionen aus. Ein Sieg hätte die Tür zur Bundesliga schon ein wenig aufgestoßen. Allerdings fanden die Mädchen aus Niedersachsen überhaupt nicht ins Spiel. Relativ schnell lag man mit 1:4 und 2:6 im Hintertreffen, bevor man sich zur Halbzeit noch etwas sammelte und auf 5:6 verkürzte. Auch in der zweiten Hälfte scheiterte die HSG immer wieder an der Torhüterin oder beging technische Fehler. So zogen die Ahlenerinnen direkt nach dem Seitenwechsel auf 11:5 davon. Am Ende mussten die Rot-Schwarzen eine ärgerliche 9:14-Niederlage einstecken.

Wir sind stolz auf die Mädels und auf das, was sie in den letzten Monaten geleistet haben.

Das Unentschieden im nächsten Spiel zwischen dem HLZ Ahlen und der TG Hörste sorgte dann für die Entscheidung. Bei einem Hörster Sieg wäre für Nienburg noch alles drin gewesen, so aber qualifizierten sich die Ahlenerinnen für die Bundesliga. Damit blieb der abschließende 19:8-Sieg der HSG gegen den Neu-Bundesligisten HSV Magdeburg bedeutungslos.

Janosch Rosenow und Denis Tomanek waren sich einig: „Ein Tor mehr von uns gegen Hörste oder ein Tor mehr von Hörste gegen Ahlen und wir wären in der Bundesliga gewesen. Da ist es klar, dass sich nach einer so knappen Entscheidung Enttäuschung breitmacht. Aber wir haben in den letzten Wochen bei den Spielen um die deutsche Meisterschaft und hier bei der Bundesliga-Qualifikation gezeigt, dass wir mit den besten Mannschaften Deutschlands mithalten können. Wir sind stolz auf die Mädels und auf das, was sie in den letzten Monaten geleistet haben.“

Jugendwart Stefan Beckedorf ergänzte: „Auch wenn sie in der Summe nicht von Erfolg gekrönt waren, so sind diese Wettkampf-Erfahrungen gegen Top-Teams sehr wichtig für die Entwicklung. Wir hoffen, nächstes Jahr einen erneuten Anlauf nehmen zu können. Dann jedoch überwiegend als älterer Jahrgang, was sich positiv auf unsere Chancen auswirken sollte.“

HSG Nienburg: Garbe, Ottens – Block 5, C. Clasen 9, P. Clasen 13, Hasenbeck 1, Meier 3, Noll 1, Nuttelmann 1, Prange 1, Süchting 21, Wolf 5.

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