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Erschienen in der HARKE von Montag, dem 17.07.2017 auf Seite 23

Rubrik: Lokalsport

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Kolumne

Sanitätshaus oder Pornostar?

Helge Nußbaum
Helge Nuß­baumFoto: DH

Was tun nach der Sport-Karriere? Vor dieser Entscheidung stehen viele Leistungssportler meist schon Anfang 30, ein Drittel der Lebenserwartung ist also gerade um. Gefeierte Fußballer trifft diese Frage vielleicht nicht so hart wie Leichtathleten, denn sie haben in ihrer Zeit als Profi in der heutigen Zeit wohl ihre Schäfchen im Trockenen. Doch was anfangen mit der vielen Freizeit?

Viele wollen dem Fußball auf Sicht verbunden bleiben, ziehen sich nach der Karriere nur kurz zurück. Jüngstes Beispiel: Weltmeister Philipp Lahm, er ist erstmal Privatier. Gut, muss man sich leisten können. Sebastian Kehl machte nach seinem Vertragsende bei Borussia Dortmund vor zwei Jahren erstmal eine ausgedehnte Weltreise. Ex-Nationalspieler Marcell Jansen vom Hamburger SV sorgte letzten Sommer für Aufsehen, als er seine Schuhe schon mit 29 Jahren an den Nagel hängte. Rudi Völler sagte damals vor laufenden Kameras: „Wer sowas macht, hat den Fußball nie geliebt.“ Jansen nahm es locker, gründete ein Sanitätshaus und verdingt sich wie Kehl mittlerweile als TV-Experte bei Fußballspielen, wie so viele andere Ex-Profis. Andere schlagen hingegen sofort die Manager- oder Trainerschiene ein, mit mehr oder auch weniger Erfolg.

Doch es gibt auch Exoten unter den Fußballern der heutigen Zeit. Der Franzose Mathieu Flamini, ehemals Profi beim AC Mailand und Arsenal London, zurzeit bei Chrystal Palace unter Vertrag, könnte zum Beispiel bald der reichste Fußballer aller Zeiten werden. Nicht etwa, weil er wie Anthony Modeste nach China wechselt. Flamini investiert seit 2008 in ein Unternehmen, das als Pionier auf dem Gebiet der Biochemie gilt. Mehrere Milliarden winken. Sein Unternehmen soll in der Lage sein, Lävulinsäure kostendeckend und in großen Mengen zu produzieren. Dies sei bislang offenbar niemandem gelungen. Lävulinsäure könnte ein potenzieller Ersatzstoff für Öl sein.

Da kommt der Berufswunsch vom Kameruner Benoit Assou-Ekotto (FC Metz), lange Jahre Fußballprofi bei den Tottenham Hotspurs, doch schon wesentlich profaner daher: Der 33-Jährige möchte nach seiner Profikarriere gerne Pornostar werden.

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