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Erschienen in der HARKE von Mittwoch, dem 13.09.2017 auf Seite 11

Rubrik: Lokalsport

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Yehor Yehoruschkin (rechts) vom Budox Gym Nienburg zeigte gegen seinen Kontrahenten Hussein Judi vom Bulaimei Gym Bremen eine engagierte Leistung und musste am Ende in die Niederlage einwilligen.
Jürgen "Bubi" Nemec moderierte die Fight Night.

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Nienburg

Zufriedenheit bei Großmeister Kaya

Kampfsport: Budox-Kickboxer überzeugen bei Fight Night mit guten Leistungen

Yehor Yehoruschkin (rechts) vom Budox Gym Nienburg zeigte gegen seinen Kontrahenten Hussein Judi vom Bulaimei Gym Bremen eine engagierte Leistung und musste am Ende in die Niederlage einwilligen.
Yehor Yehoruschkin (rechts) vom Budox Gym Nienburg zeigte gegen seinen Kontrahenten Hussein Judi vom Bulaimei Gym Bremen eine engagierte Leistung und musste am Ende in die Niederlage einwilligen.Foto: Schmidt

„Solch eine beeindruckende Kampfbilanz ist von einem Wettkampfteam in einem Turnier nicht immer zu erwarten“, resümierte Cheftrainer Ilker Kaya die Ergebnisse der Fight Night im heimischen Budox-Sportpark. Das Nienburger Wettkampfteam holte in fünf Kämpfen zwei Siege und drei Niederlagen gegen allesamt starke Gegner. Erneut traten rund 20 Kampfsportschulen aus mehreren Bundesländern an.

Budox-Kämpferin Celina Lach hatte den Mut, erstmals im Ring zu kämpfen. Ihr Duell endete nicht ganz unerwartet mit einer Niederlage, erste wertvolle Erfahrungen kann ihr jedoch niemand mehr nehmen. Ihr Budox-Gefährte Jegger Kanjo bewies seine Stärken im Ring. Auch er musste mit einer Niederlage aus dem Ring treten, doch mit seinen Kombi-Techniken begeisterte er die Zuschauer. Dilo Kanjo holte dann den ersten Sieg des Abends für Budox.

Der Fight endete mit einem technischen K.o. „Kanjo macht sehr gute Fortschritte“, lobte Großmeister Ilker Kaya. Mischa Ferujan, ein erfahrener C-Klasse-Kämpfer, ergatterte den zweiten Sieg für das Budox-Team. Er bewies Disziplin und Durchhaltevermögen, seine Stabilität in den Runden bescherten ihm die Punkte für den Sieg. Yehor Yehoruschkin zeigte ebenso Durchhaltevermögen und viel Mut im Boxen. Obgleich sein Gegner gute drei Jahre älter war, kämpfte er bis zur letzten Sekunde. Dennoch endete der Kampf mit einer Niederlage.

Das Nienburger Team beendete die Fight Night mit einem Lächeln im Gesicht. Auch Trainer Kaya war mit den Sportlern und den Kämpfen überaus zufrieden. Kickbox-Weltmeister Tomi Colic war zudem als Ehrengast angereist, was die Nienburger Kampfsportler als große Ehre empfanden.

Neue Herausforderung für "Bubi" Nemec

Eigentlich wollte Jürgen „Bubi“ Nemec Anfang dieses Jahres in erster Linie seinen zwölfjährigen Sohn Nick beim Budox-Sportpark anmelden. Tatsächlich sind mittlerweile beide im Klub von Großmeister Ilker Kaya Mitglied und Nemec moderierte am vergangenen Wochenende bereits zum zweiten Mal die Fight Night in Nienburg. „Ilker und ich kannten uns bislang nicht persönlich. Er kannte mich allerdings noch vom Fußball und fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, die Aufgabe des Moderators zu übernehmen“, erzählt der 49-Jährige, der für Vereine wie den SC Uchte, den TSV Mühlenfeld oder den ASC Nienburg einst als Stürmer in der Landesliga oder Oberliga auf dem Platz stand. Zuletzt streifte er sich noch für den Mußriede-Klub in der Altliga das Trikot über.

Das Kampfsport-Metier war ihm bislang unbekannt, jetzt scheint er umso mehr Blut geleckt zu haben. „Der Verein hier ist kein Schlägerklub, sondern ein feiner Laden und es geht sehr familiär zu“ – für ihn anscheinend die perfekte Umgebung, seine kommunikative Ader auszuleben. Auf großes Tamtam á la Michael Buffer, der mit seinem Spruch „Let‘s get ready to rumble“ die Kämpfer regelmäßig in den Ring ruft, hat Nemec bislang verzichtet. Aber wer weiß, wohin es den technischen Verkaufsleiter eines Bremer Unternehmens in der Kampfsport-Szene noch verschlägt. Ähnliche Aufgaben als Moderator in hiesigen Gefilden kann er sich durchaus vorstellen. Nemec, der selbst bei Budox mit Teakwon-Do- und Kickboxtraining begonnen hat, fühlt sich fit wie lange nicht mehr. „Du trainierst Körper und Geist und die Einheiten sind so intensiv, das ist mit Fußball nicht zu vergleichen.“

Zehn Kilogramm hat er in einem Dreivierteljahr auf diese Weise bislang abgenommen. So sehr sich Nemec in seinem neuen Umfeld wohlfühlt, seine Begeisterung für Fußball ist nach wie vor ungebrochen und als Inhaber der Trainer-B-Lizenz könnte er sich ein Engagement an der Seitenlinie gut vorstellen. „Im nächsten Jahr werde ich den Trainerschein wieder auffrischen.“

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