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Erschienen in der HARKE von Dienstag, dem 13.02.2018 auf Seite 10

Rubrik: Lokalsport

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Handball

SJB-Frauen beenden elfwöchige Durststrecke

Handball: 23:20 gegen Heidorn II / Mittelweser-Männer werfen Bormann im Derby zum Helden / HSG-Zweite putzt den Spitzenreiter

Hiergeblieben! Binnens Damaris Deicke wird von zwei Heidornerinnen in die Mangel genommen. Am Ende aber jubelte der SJB.
Hiergeblieben! Binnens Damaris Deicke wird von zwei Heidornerinnen in die Mangel genommen. Am Ende aber jubelte der SJB.Foto: Schwiersch

Landesklasse

HSG Mittelweser 32 HSG Bruchhausen-Vilsen 34

Derbyniederlagen schmerzen immer etwas mehr als normale Pleiten und zwar ganz besonders, wenn auch ein Sieg dringewesen wäre. Bis zum 5:5 nach elf Minuten war die Partie der Handball-Landesklasse ausgeglichen, dann zündete Mittelweser den Turbo und setzte sich auf 11:7 ab. Vorn wurden die Chancen eiskalt genutzt und hinten hielt Keeper Laurin Steffens oftmals sehenswert. In dem körperbetonten Spiel konnten die Gäste zur Pause auf zwei Tore verkürzen (14:16).

In Durchgang zwei gab es einen offenen Schlagabtausch, bei dem die Führung oft wechselte. Mittelweser erspielte sich viele gute Torchancen, scheiterte aber häufig am ehemaligen Nienburg Torwart Bastian Bormann, der reaktiviert wurde. Beim Stand von 26:27 bekam Mittelweser-Kreisläufer Daniel Marcik seine dritte Zeitstrafe und musste unter die Dusche. In der Folge zog der Gast auf drei Tore davon. Die Nordkreisler kamen durch Kapitän Volker Andresen noch einmal heran, am Ende stand jedoch eine knappe Niederlage zu Buche.

Trainer Michael Ender: „Das war ein richtiges Derby, meine Jungs haben stark gekämpft, die Einstellung war top. Am Ende haben wir aber Basti Bormann zum Derbyhelden geworfen.“

HSG Mittelweser/Eystrup: Steffens 2 geh. 7m, Tote – Bauer 7, Krüger 6, Andresen 5, Hanuscheck 3, Henneck 3, Marcik 3/1, Bösche 2, Brodt 2, Görler 1.

Frauen-Landesklasse

SG Ahrbergen 29 HSG Mittelweser 23

Nach der dritten Punktspielniederlage im Jahre 2018 rutschen die Landesklasse-Handballerinnen der HSG Mittelweser/Eystrup auf den neunten Platz ab. Die SG Ahrbergen/Mahndorf war bei ihren 29:23-Erfolg besonders in der zweiten Halbzeit spielerisch überlegen.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte zog die SG bis zur 40. Minute auf 20:15 davon. Das war die Vorentscheidung, denn im Angriff strahlten nur Linksaußen Janin Köster (8/2 Tore) und die Rückraumlinke Frederike Stukenborg (10/6) Torgefahr aus, während bei der Heimsieben gleich neun Spielerinnen Tore erzielten. Der Rückstand war nicht mehr aufzuholen, da auch die Defensivleistung zu schlecht war. Der Rückraum des Tabellennachbarn sorgte mit einfachen Toren immer wieder dafür, dass der Abstand nicht zu sehr schrumpfte. Am Ende fehlte der Mannschaft von HSG-Trainer Michael Vetter auch die Kraft, denn gleich sechs Frauen standen nicht zur Verfügung.

Co-Trainerin Christa Stukenborg: „Jetzt sind wir mittendrin statt nur dabei im Abstiegskampf.“

HSG Mittelweser/Eystrup: M. Köster, Böhm, Deutscher 1, C. Stukenborg 2, Weißköppel 1, Nittkowski, Müller 1, F. Stukenborg 10/6, J. Köster 8/2.

Frauen-Regionsoberliga

SJB Binnen 23 MTV Großenheidorn II 20

Der Heimerfolg gegen Heidorns Reserve wirkte für die Binner Frauen fast wie ein Befreiungsschlag. Der Regionsoberligist erzielte bereits nach 14 Sekunden das erste Tor und ließ sich diesmal den über das gesamte Spiel immer wieder erarbeiteten leichten Vorsprung zu keiner Zeit nehmen. Neben einer starken Jaana Timm mit allein 14 Treffern glänzte auch Jasmin Heidorn (6), an Carmen Hartmann im Tor war einmal mehr kaum ein Vorbeikommen.

Dennoch war die Basis des Sieges das Spiel der Mannschaft. Ein flüssigerer Angriff und eine effektive Abwehrleistung brachten zusammen den langersehnten ersten Sieg seit dem 26. November 2017 und bedeutete zudem die gelungene Revanche für die 23:24-Niederlage aus der Hinrunde.

SJB Binnen: Hartmann, Bauer – Hilbig 2, Neelmeier 1, Timm 14/4, Isensee, Kettler, Deicke, Heidorn 6, Höhn, Schumann, Buchholz.

HSG Nienburg II 27 SV Wacker Osterwald 18

Einen nicht zu erwartenden deutlichen 27:18-Heimsieg gegen den Tabellenführer der Regionsoberliga fuhren die Handballerinnen der HSG Nienburg II ein. Ohne Marlena Meier und Femke Nuttelmann, die für die A-Juniorinnen geschont wurden, kamen die Rot-Schwarzen dank einer hervorragenden Abwehrleistung zu einer beruhigenden 15:5-Halbzeitführung.

Die Leihgaben aus der A-Jugend-Zeitvertretung, Hella Gelinsky und Nina Ebert, schlugen mit jeweils fünf Toren auf der linken Seite richtig ein und führten ihre Farben zum Sieg. Zuletzt ließen die HSG-Frauen regelmäßig nach hohen Halbzeitführungen im zweiten Abschnitt nach, doch diesmal wollten Tjorven Noll & Co. den Sieg gegen den Tabellenführer unbedingt. Die Nienburgerinnen ließen Osterwald nicht mehr in die Partie zurückkommen und feierten die überraschenden zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

HSG Nienburg II: Klünder 1 geh. 7m – Noll 5, Gelinsky 5/2, Beermann 2, Rehbock 7/4, Reichert, Beckedorf 2, Prange 1, Ebert 5.

Frauen-Bezirksliga

SV Warmsen 22 TUS Nettelstedt II 26

Nach zweiwöchiger Spielpause zeigten die Warmser Bezirksliga-Handballerinnen eine deutlich konzentriertere Leitung als noch bei den beiden zurückliegenden Partien im Januar. Trotzdem reichte es nicht für einen Punktgewinn gegen den Tabellendritten aus Nettelstedt. Erst kurz vor Schluss der ersten Halbzeit konnte sich der TuS auf drei Tore absetzen. Zuvor hatten die Zuschauer eine ausgeglichene Partie gesehen und konnten mit der Abwehrarbeit ihrer Sieben zufrieden sein.

Lediglich im Angriff mangelte es an Kreativität und Torausbeute. In der zweiten Hälfte vergrößerte der Gast die Führung auf zwischenzeitlich sechs Tore. Dem wiedergefundenen Kampfgeist und einer sehenswerten Angriffsleistung von Warmsens Rückraum-Linker Jennifer Oldenburg war es zu verdanken, dass die Südkreislerinnen nochmal am Erfolg schnupperten. Am Ende stand der SVW zufrieden mit der eigenen Leistung, jedoch erneut ohne Punkte auf der Habenseite da.

SV Warmsen: Grentz, Schröder – Könemann 3, Quellhorst, Brandt, Burkamp, Wagenfeld 1, Rethmeier 3, Gräper, Hormann 2, Oldenburg 12/1, Dröge, D. Ruhe, A. Ruhe 1.

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