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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 25.02.2018

Rubrik: Nordkreis

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Hoya

„Rollatoren bleiben hängen“

Bürger gestalten Hoya: Arbeitskreis tagte am Donnerstag im „Lindenhof“

Die Organisatoren des Arbeitskreises: Dr. Jens Neinhardt, Norbert Thoss und Niklas Brenten (von links).
Die Organisatoren des Arbeitskreises: Dr. Jens Neinhardt, Norbert Thoss und Niklas Brenten (von links).Foto: Achtermann

Am 9. September 2016 gegründet, traf sich der Arbeitskreis (AK) „Bürger Gestalten Hoya“ (BGH) am Donnerstag im „Lindenhof“ in Hoya zum siebten Mal. Sprecher Norbert Thoss als Urheber, sein Stellvertreter Dr. Jens Neinhardt und Schriftführer Niklas Brenten hatten interessante Themen vorbereitet. Erfreulich, dass 17 interessierte diskutierfreudige Bürger an diesem Abend den Weg in den „Lindenhof“ gefunden haben. Etliche Anträge und Anregungen haben von diesem Kreis den Weg in das Rathaus in Hoya gefunden. Norbert Thoss vermisst jedoch Antworten, wenn Anträge nicht weiter verfolgt werden.

Sollen Poller weg? „Poller behindern das Parken, was ein Plus kleiner Geschäfte ist“, meint Thoss. „Nicht alle Poller können weg, Überholmanöver sollen verhindert werden“, sagt Rainer Fellermann. Wegen der zunehmend breiteren Löschfahrzeuge sind die Poller Behinderungen bei Einsätzen der Feuerwehr, der AK hofft daher auf eine Umsetzung.

Von Haus zu Haus in ganzer Straßenbreite müsste die Lange Straße zwischen Grundschule und Centralplatz eine „glatte Fläche ohne Höhenversatz sein“. Jens Neidhardt kämpft schon lange dafür und wurde deswegen auch schon bei Stadtdirektor Rustemeyer vorstellig.

Am Donnerstag bringt sich auch Frauke Gieße-Claus ein. „Wir haben im AK ‚Inklusion‘getestet, Rollator oder Rollstühle bleiben hängen“. Antrag stellen und mit Detlef Meyer sprechen, sei eine Idee. Frauke könnte mehr sagen, aber sie hält sich bedeckt.

„Als vollkommen unrealistisch“ sieht das Heike Huth, es gibt wichtigere Dinge über die wir sprechen sollten. Abstimmung: Zehn Anwesende stimmen dafür, sechs enthalten sich, eine ist dagegen. Norbert Thoss verspricht sich was von diesem Antrag, auch Jens Neinhardt meint „durchaus“, „ein gutes attraktives Anliegen, wir werden uns vielleicht die Zähne daran ausbeißen“, so Niklas Brenden.
Bei der Vorstellung neuer Ideen bringt Norbert Thoss den Weg von der Stettiner Straße zur sogenannten Seufzerallee ein, der bis auf den tiefsten Punkt mit Schotter befestigt sei.

Bei Regen verwandele sich alles in Matsch. „Ich wohne dort“, sagt Dr. Heino Meyer, ein ständiger Besucher im Arbeitskreis. „Wir müssen mit unseren Anregungen eine größere Breitenwirkung erreichen, mit einem glasklaren Konzept“, wird Meyer emotional und lauter. Die Anwohner mit ins Boot nehmen und als BGH dann an die Öffentlichkeit gehen. „Das müssen wir gemeinsam machen, um Erfolg zu haben und mehr die Zukunft dabei im Blick haben“.

„Seufzerallee“, wo kommt die Bezeichnung her? Johann Suhling klärt auf: „Ein dicht bewachsener Weg an der Schleuse, Liebespaare versteckten sich in den 1950/1960er Jahren dort, so ist der Name im Volksmund entstanden“.

Die Umnutzung des ehemaligen Geschäftes Seitz nach der Sanierung als Info-Zentrum zu nutzen, kommt an. Niklas Brenten hat Ideen: Eine Anlaufstelle für Radwanderer mit zentralem Fahrradparkplatz, auch mit E-Bike Ladestelle und mit Schließfächern, wo die Radwanderer ihr Gepäck sichern können, um sich dann in der Stadt umzusehen, so ein weiterer Vorschlag.

Speziell von Dr. Drache angesprochen wird die schlechte Akustik im Rathaussaal. „Bei Frau Wasner kann ich sehen, dass sie spricht, verstehe aber durch meine Schwerhörigkeit nichts, besser ist es bei Herrn Meyer und Herrn Heye“. In mehr als zwei Stunden wurde vieles beraten, diskutiert. Oft sind es auch private Unterhaltungen. Etwas mehr Disziplin wünscht sich Norbert Thoss.

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