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Erschienen in der HARKE am Sonntag vom 11.11.2018

Rubrik: Nordkreis

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Schweringen

Fährfamilie in dritter Generation

Der Einsatz auf der Weserfähre hat auf dem Hof Meyer in Schweringen schon Tradition

Der Einsatz auf der Weserfähre hat auf dem Hof Meyer in Schweringen schon Tradition.
Der Einsatz auf der Weserfähre hat auf dem Hof Meyer in Schweringen schon Tradition.Foto: Hüneke-Thielemann

Auf dem Hof Meyer in Schweringen gehört ein ungewöhnlicher „Nebenjob“ mittlerweile zur Familien-Tradition: Fritz, Ingrid und Martin Meyer sind nicht nur Landwirte, sondern auch als Fährleute im Einsatz.

Dass in der Wesergemeinde einige Landwirte gleichzeitig „Fährkapitäne“ sind, liegt an einer geografischen Besonderheit: Rund ein Drittel der landwirtschaftlichen Flächen liegen auf der gegenüberliegenden Weserseite – ohne Brückenverbindung. Seit über 400 Jahren ist die Fähre dort die Lebensader für die Landwirtschaft. Von März bis Ende Oktober verbindet die schwimmende Brücke die im „Realverband Strohfelder Schweringen“ zusammengeschlossenen Landwirte mit ihren rund 300 Hektar Acker- und Weideland.

„Würden wir über die Weserbrücken in Hoya oder Drakenburg fahren, wäre das ein Umweg von gut 22 Kilometern“, sagen Ingrid und Fritz Meyer, die gemeinsam mit ihrem Sohn Martin einen Vollerwerbshof als GbR bewirtschaften.

Bis 1980 hatten die Schweringer Bauern noch hauptamtliche Fährmänner beschäftigt, doch das war irgendwann nicht mehr zu realisieren. Fritz Meyers Vater Wilhelm gehörte zu einer Handvoll Schweringer, die als erste ehrenamtliche Fährmänner wurden. Zehn Jahre später erwarben weitere acht Landwirte das Fährpaten, darunter Fritz Meyer.

Nachdem dessen Ehefrau Ingrid dann als eine von drei Fährfrauen ihr Patent gemacht hatte, war der familiäre Dreierpack komplett. Und seit 2017 steuert mit dem 24-jährigen Martin nun schon die dritte Meyer-Generation den 25 Meter langen Stahlkoloss über die Weser.

Im gesamten Mittelwesergebiet ist die Weserfähre Schweringen die einzige noch erhaltene Autofähre. Und Fährfamilie Meyer hat in mehr als 40 Jahren so einiges erlebt.

Früher, als auf den kleinen Fähren auch noch Vieh transportiert wurde, sei es schon mal vorgekommen, dass 30 Kühe wie die Lemminge gleichzeitig nach vorne stürzten und die Fähre ihr tonnenschweres Achterteil in die Luft hob. Das ist als Anekdote aus Großvaters Zeit ebenso überliefert wie die nassen Füße von Fährleuten, die ausgebüxte Tiere wieder einfingen. Heute gibt es sowas nicht mehr, dafür aber überraschende Begegnungen zu Wasser: „Einmal schipperte eine große lilafarbene Kuh die Weser runter – ein Milka-Werbeboot“, erzählt Fährfrau Ingrid Meyer lachend.

Seit 2000 hat eine neue Hochseilfähre das betagte Vorgänger-Modell abgelöst. Denn die alte Fähre war nicht nur umständlich, sie reichte mit der 13 Tonnen-Tragkraft für moderne Landmaschinen längst nicht mehr aus. Zu stemmen war die Anschaffung der neuen 40-Tonnen-Hochseilfähre für den kleinen Realverband nur durch EU-Zuschüsse, die allerdings die Öffnung für Öffentlichkeit und Tourismus bedingten.

Ein Angebot, das sich im Landkreis zunehmender Beliebtheit erfreut: Für Radtouristen und Autofahrer eröffnet die „Schiffspassage“ einen neuen Blick auf die Weser. Manche Gruppen wie Oldtimer-Clubs oder größere Fahrrad-Gruppen kündigen sich Wochen vorher für die Überfahrt an. Wen das Navi allerdings mit der Einstellung „kürzesten Verbindung“ zur Fähre lotst, der ist nicht immer erfreut: denn die Verbindung ist ja nur zu bestimmten Tageszeiten im Betrieb und ruht von Oktober bis März ganz.

Einmal im Jahr verwandelt sich die Fähre auch in einen stimmungsvollen Freiluft-Lesesalon: Dann laden die Schweringer zu den „Litera-Touren“ mit Gedichten, Buchausschnitten und musikalischer Umrahmung ein. Ein absolutes Ausnahmejahr war für das Dutzend aktiver Fährleute jedoch 2017: Wegen der Sperrung der Hoyaer Weserbrücke mutierte die kleine Fähre plötzlich zum einzigen Weserübergang in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. „Da sind wir ohne Pause und mit Zusatzzeiten gefahren, um den Brückenverkehr mit aufzunehmen“, erzählt Ingrid Meyer. „Das war schon Stress.

Wenn nicht einige neue Leute dazugekommen wären, hätten wir das gar nicht schaffen können.“ Aktuell werden wieder fünf neue künftige Fährleute ausgebildet. Außerdem hat sich dieses Jahr der „Traditionsverein Schweringer Fähre“ gegründet und bündelt die Aktivitäten rund um die letzte Fähre der Mittelweser.

Ein Funkschein für den korrekten Kontakt mit den passierenden Schiffen gehört ebenfalls zur Ausbildung. Mittlerweile verfügt die Fähre zwar auch über ein Radar-System, das ankommenden Schiffen die Position der Fähre anzeigt, doch für Ingrid Meyer steht fest: „Ich sag lieber einmal mehr ‚Hallo, hier bin ich’, wenn ein Schiff kommt.“

Damit sicherheitstechnisch alles auf dem Laufenden ist, musste der Realverband vor einigen Jahren übrigens auch ordnungsgemäß 40 Rettungswesten anschaffen. Fähre ist eben Fähre, auch wenn die Überfahrt keine fünf Minuten dauert.

Weitere Informationen und Fährzeiten: www.faehre.schweringen-news.de
Der Bericht über die Fähr-Familie Meyer war ursprünglich für die Sonderausgabe „35 Jahre HARKE am Sonntag“ angekündigt. Aus Platzgründen haben wir die Geschichte jedoch kürzfristig in die reguläre Ausgabe verlegt.

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