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Erschienen in der HARKE von Samstag, dem 12.01.2019 auf Seite 22

Rubrik: Nordkreis

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Hoya

70 Einsätze im vergangenen Jahr

Feuerwehr Hoya war von Verden über Meppen und Diepholz bis nach Schweden unterwegs

Geehrte, Beförderte und Offizielle bei der Hoyaer Feuerwehr.
Geehrte, Beförderte und Offizielle bei der Hoyaer Feuerwehr.Foto: Thiermann

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hoya berichtete Ortsbrandmeister Wilfried Gütz im „Lindenhof“, dass die Stützpunktwehr derzeit aus 63 Aktiven in der Einsatzabteilung, zwölf in der Altersabteilung, 207 Fördermitgliedern, 19 in der Jugendfeuerwehr und 20 Mitgliedern in der Kinderfeuerwehr besteht. Die Hoyaer Brandschützer haben im vergangenen Jahr 12.106 Stunden in die ehrenamtliche Feuerwehrarbeit investiert. 7.431 Stunden sammelten sich bei den Diensten und Ausbildungen.

Zwischen der Abholung des neuen Tanklöschfahrzeugs 4.000 Ende Dezember 2017 und der offiziellen feierlichen Übergabe im April wurde eine Vielzahl an Ausbildungsdiensten für das moderne Fahrzeug mit all seinen Gerätschaften nötig. Ausbildungen erfolgten zudem, teilweise zusammen mit den kooperierenden Wehren Mehringen und Hoyerhagen, zu den Themen Schaumausbildung sowie Flächen- und Vegetationsbrände oder zum Umgang mit der Rettungssäge. Ende des Jahres wurde außerdem ein Zieh-Fix-System beschafft, das es ermöglicht, verschlossene Wohnungstüren ohne größere Beschädigungen zu öffnen.

Die Erfahrungen aus den Ausbildungen und Übungen brauchten die Einsatzkräfte wenige Zeit später bis zum Jahresende, denn sie waren bei 70 Alarmierungen 3651 Stunden im Einsatz. Neben zehn Fehlalarmen rückten sie zu 24 technischen Hilfeleistungen und 36 Brandeinsätzen aus. Hier waren die Hoyaer im vergangenen Jahr weit über die Grenzen der Samtgemeinde Hoya hinaus unterwegs.

Etwa im Mai bei den Böschungsbränden entlang der Bahnstrecke von Hassel bis in das Stadtgebiet Verden hinein; im Juli bei den Waldbränden in Schweden, wo eine Kreiseinheit aus dem Landkreis Nienburg mit 52 Einsatzkräften, unter ihnen sechs Hoyaer Kameraden und das TLF 4.000, zehn Tage im Einsatz waren; und im September schließlich beim Moorbrand in Meppen. Hinzu kamen noch Löschhilfen im Landkreis Diepholz, wie bei dem Waldbrand in Sellingsloh, oder dem Flächenbrand in Stapelshorn. Kein Wunder, dass das erst ein Jahr alte Tanklöschfahrzeug eine Jahreskilometerleistung von rund 5.500 Kilometern und eine Pumpenbetriebsdauer von 65 Stunden erbrachte. Üblich wären 500 bis 600 Kilometer und etwa 15 Stunden Pumpenbetrieb.

Aber auch in der heimischen Samtgemeinde waren etliche Flächenbrände, Heckenbrände, Ölspuren, ein Großbrand in Wechold, drei Gefahrguteinsätze oder auch nicht so alltägliche Einsätze wie ein gekentertes Boot in der Weser, ein Lkw, der seine Ladefläche verlor, und wieder fahrtüchtig gemacht wurde, oder ein brennender Lkw voller gepresster Schrottautos zu bewältigen.

Einen besonderen Dank sprach Gütz den Firmen aus, die die Ortswehr immer wieder bei den Altpapiersammlungen mit der Bereitstellung von Lkw unterstützen. Die „Blaulichtfete“, die mit allen Hilfsorganisationen und der Polizei im „Lindenhof“ gefeiert wurde, fand so gute Resonanz dass sie 2020 wiederholt werden soll.

Das Augenmerk in diesem Jahr liegt auf dem Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg das vom 5. bis zum 14. Juli in Hoya stattfindet, hier bat der Ortsbrandmeister seine Kameraden, den Termin möglichst einzuplanen, da jede helfende Hand benötigt werde. Am 8. November steht dann noch das 25-jährige Bestehen des Laternenfests an, das in Kooperation mit dem Musikzug organisiert wird.

Neben den Berichten von Jugendwart Guntram Borgmann, Kinderfeuerwehrwartin Yvonne Prange, Kassenwartin Sarah Kramer und Grußworten der Gäste standen aber auch Ehrungen auf der Tagesordnung. Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden Guido Kruse, Mario Kramer und Christoph Rose geehrt sowie Detlef Kuhlmann für seine 40-jährige Treue.

Für die beste Dienstbeteiligung bekam Frauke Gütz und für sehr gute Dienstbeteiligungen die Brüder Mario und Daniel Hatesohl jeweils ein Fotobuch. Mit einem kleinen Geschenk wurde auch Walter Mathias von der Partnerwehr Hannover-Linden bedacht, der als Ortsbrandmeister ausscheidet. Zudem wurden Mario Kramer zum Gruppenführer und Oliver Endres zum stellvertretenden Gruppenführer ernannt. Ewald Radeke wurde in die Altersabteilung und Burkhard Trumpke von den Atemschutzgeräteträgern verabschiedet, Trumpke bleibt der Einsatzabteilung aber weiterhin erhalten.

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