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Erschienen in der HARKE von Montag, dem 22.10.2018 auf Seite 25

Rubrik: Sport-Kolumnen

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Guten Tag

Ein richtig dickes Problem

Philipp Keßler
Philipp KeßlerFoto: DH

Die Supermärkte lassen es erahnen: Nur noch 64 Tage, dann ist schon wieder Weihnachten. Gerade schwitzten wir noch bei über 30 Grad am Fußballplatz, jetzt dürfen wir uns schon wieder auf Glühwein, Lebkuchen und gemütliche Abende am Kaminfeuer freuen. Bei all den Leckereien und den unzähligen Weihnachtsfeiern ist eins gewiss: Der Gang auf die Waage wird für manchen am 27. Dezember zum Müßiggang. Zum Glück sorgte der liebe Gott in seiner Weisheit einst dafür, dass die Tage rund um das Christfest kurz ausfallen und somit nur wenig Tageslicht die zusätzlichen Kilos in Szene setzen kann.

Ein generelles dickes Problem hat jetzt das US-amerikanische Verteidigungsministerium erkannt: Ein Großteil der Amerikaner ist inzwischen zu fett zum Kämpfen. Damit bedroht fortan nicht nur der Islamismus die Sicherheit von Donald Trump, sondern auch die Fettleibigkeit. Der Präsident dürfe aus diesem Grund ziemlich angefressen sein. Wie das Pentagon enthüllte, ist fast ein Drittel des US-Nachwuchses zu dick, um zum Militär zu gehen. Das erschwere die Rekrutierung neuer Soldaten und bedrohe die Kampfkraft der Nation. Und auch finanziell haben die vielen verzehrten Donuts, Burger und Hot Dogs Auswirkungen: 1,5 Milliarden Dollar kostet der schmackhafte Spaß die USA.

Auch Ursula von der Leyen kennt die Problematik. Die deutsche Verteidigungsministerin stampfte jedoch keine gesonderten Fitnessprogramme aus dem Boden. Nein, sie drehte den Spieß einfach um. Sie stellte infrage, ob ein Soldat tatsächlich einen langen Marsch mit schwerem Gepäck bestehen müsse. Im Riesenkonzern Bundeswehr gebe es schließlich ausreichend Aufgaben, stellte von der Leyen fest.

Auf der anderen Seite des Atlantiks fordern die Generäle der US-Army zeitnahe Maßnahmen. Bereits eingeführt wurden spezielle Fitnesstests für angehende Rekruten, Luxus-Fitnesscenter und Ernährungsberatungen in vielen militärischen Einrichtungen wurden eingerichtet. Aber speziell Eltern sollen dafür gewonnen werden, ihre Sprösslinge gesund und vital zu ernähren. Vor dem Griff zur Waffe folgt zukünftig der Griff zur Mohrrübe. Na dann, lass knacken!

Viel effektiver und einfacher ist jedoch das Trinken von Wasser anstelle des Massenkonsums von Softdrinks wie Cola, Fanta & Co. Tests haben ergeben: Ein durchschnittlicher Mensch nimmt dadurch in 30 Tagen bis zu zwei Kilogramm ab, ohne dabei mehr Sport zu machen. Ein echter Beautyhit, dieses Wasser – und günstiger ist es auch.

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