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Erschienen in der HARKE von Donnerstag, dem 14.03.2019 auf Seite 20

Rubrik: Südkreis

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Stolzenau

Irgendwo tief im Meer

Musical „Im Riff geht’s rund“ verzauberte im Forum des Gymnasiums Stolzenau / Gelebte Inklusion

Musical im Gymnasium Stolzenau: Die Flaschenpost (Niklas Humke) klärt die Quallen (Joke Haßfeld, Luisa Beyersdorf und Juline Paradies) über seine Herkunft auf.
Musical im Gymnasium Stolzenau: Die Flaschenpost (Niklas Humke) klärt die Quallen (Joke Haßfeld, Luisa Beyersdorf und Juline Paradies) über seine Herkunft auf.Foto: Gymnasium Stolzenau

Die Musicalklassen 5b und 6b des Gymnasiums Stolzenau sowie die S3 der Helen-Keller-Schule führten jetzt unter viel Beifall den turbulenten Spaß „Im Riff geht ’ s rund“ aus der Feder von Gerhard A. Meyer, Gerhard Weiler und Ulrike Weiler mehrfach auf.

Die Meeresbewohner sind in heller Aufregung: Der Talentwettbewerb „Frutti di Mare“ unter der Leitung des umschwärmten Paco Piranha alias PePe (lässig: Laura Haag) steht an. Besonders die Glitzerinen (bezaubernd: Jasmin Osten, Juliane Reiswich und Luna Schutte) und ihre ärgsten Konkurrenten, die Papageienfische (charmant: Melissa Ergül, Elena Fronteddu, Samia Radtke und Keighly-Rabea Wiegmann), beäugen sich eifersüchtig. Andere Teilnehmer wie die unbeliebten Quallen Willi, Walli und Wulli (herrlich: Luisa Beyersdorf, Joke Leni Haßfeld und Julina Lucia Paradies) haben es noch schwerer. Sie finden nur in Elsi, dem Kugelfisch (spielfreudig: Trina Witte), einen begeisterten Fan. Doch schon schnell wird der Talentwettbewerb zur Nebensache, denn es ergibt sich ein echtes Problem.

Ein Unbekannter, der unter großen Bauchschmerzen leidet, erweckt die Aufmerksamkeit der Teilnehmer: Es ist die Flaschenpost Flapo, herausragend gespielt von Niklas Humke, der die in ihrem Inneren steckende Botschaft schwer im Magen liegt. Eine Möwe (überzeugend: Lukas-Frank Fischer) hat der ursprünglich an einen Strand angespülten Flasche den Weg in die Tiefen des Meeres geebnet. Das adelige Gefäß, ein Chateau de Grandpopeau, gibt den Fischen Rätsel auf, sodass man es zur weisen Muräne Mora (gelassen: Eske Meyer) bringt, von der man sich Rat erhofft. Mit Moras Hilfe führt man Flapo schließlich Doc, dem Doktorfisch (engagiert: Linda Klein), vor, der allerdings auch ratlos ist.

Um die Lage noch zu verkomplizieren, wird die Flaschenpost von den drei Zerstörern Hauhart Hammerhai, Sally Sägefisch und Dodie Drückerfisch (furchterregend: Ida Rauschenberger, Lisa Gust und Melissa Lejawka) entführt, als diese erfahren, dass die Flasche einen wertvollen Inhalt hat. Die drei Quallen und Tilla Tintenfisch (mit ganzem Einsatz: Lara Schierenbeck) geben das Rettungskommando. Ihre Aktion gelingt und mit Hilfe von Otto Octopus (unterhaltsam: Rahmano Selimi) kommen die Bewohner des Riffs endlich an die Nachricht im Inneren Flapos und können so seine Bauchschmerzen beseitigen. Die Nachricht verheißt dann eine große Gefahr: Der naheliegende Unterwasservulkan Gunung Wumm steht kurz vor dem Ausbruch und droht alles zu vernichten. Nur noch die gefährlichen Zerstörer könnten die Katastrophe abwenden. Begleitet vom sensationslüsternen Henning von Heringsdorf (energetisch: Karoline Mayland-Quellhorst) setzen sie ihr Leben aufs Spiel

Unter der Regie von Elisabeth Fritsch und Willem-Alexander Rode begeisterten die jungen Darstellerinnen und Darsteller mit spielerischer Leichtigkeit und dramatischer Präsenz. Die eingängigen und teils fetzigen Lieder waren von den Musiklehrerinnen Christiane Sprick und Ulrike Groeneveld einstudiert worden und wurden nun gemeinsam von den Solisten und dem Chor (Musicalklasse 5b und S3 der Helen-Keller-Schule) mit kräftigem, teils mehrstimmigem Gesang vorgetragen. Die Musicalklasse 6b wiederum glänzte nicht nur schauspielerisch und sängerisch, sondern überzeugte auch tänzerisch. Die Band, bestehend aus Mathias Goedecke (Piano), Caroline Buczek (Flöte), Greta Dohrmann (Klarinette, Saxophon), Sophia Wilkening (Saxophon) und Sam Känner (Drums), begleitete den Gesang professionell.

Währenddessen hatte die Technik-AG des Gymnasiums (Leitung: Christiane Sprick) alle Hände voll zu tun, um mit Licht- und Tontechnik die richtige Atmosphäre zu schaffen und die Sing- und Sprechstimmen zu verstärken, was ihnen mit Finesse und vielfältigen Effekten sehr gut gelang.

Das unterhaltsame Stück wirkte letztlich auch durch die pfiffigen Kostüme, die zum Teil von der Näh-AG unter der Leitung von Sabrina Klußmeyer entstanden, und durch die Kulisse, die die S3 der Helen-Keller-Schule unter der Leitung von Simone Bollhorst, Silke Corus, Madlen Behnke angefertigt hatte.

Die erfolgreiche Kooperation zwischen den beiden Schulen als Beispiel für gelebte Integration soll fortgeführt werden.

Für das kommende Schuljahr können Schüler des neuen fünften Jahrgangs bereits zur Teilnahme an der Musicalklasse angemeldet werden.

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