Drakenburg 24.08.2017 Von Die Harke

Auch Luther besuchte das Reformationsfest

Gottesdienst in Drakenburg befasste sich mit dem Thema „500 Jahre Reformation“

Am vergangenen Wochenende veranstalteten die evangelische [DATENBANK=2978]Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen[/DATENBANK], der Heimatverein Drakenburg und das Rittergut Benecke das „Große Drakenburger Reformationsfest“. Zahlreiche Besucher machten sich auf den Weg, um gemeinsam im Gottesdienst und auf dem benachbarten Mittelaltermarkt 500 Jahre Reformation zu feiern und der Schlacht bei Drakenburg zu gedenken, heißt es in einer Mitteilung des Kirchenkreises Nienburg. „500 Jahre! 500 Jahre, seit Martin Luther seine 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg nagelte. Fünfhundert Jahre, seit er damit die Kirche für immer veränderte.“ Mit diesen Worten begrüßte [DATENBANK=4489]Pastor Dietmar Hallwaß[/DATENBANK] die Gottesdienstbesucher in der Johannis-der-Täufer-Kirche in Drakenburg. „Und hier in Drakenburg ist der Ort, an dem am 23. Mai 1546 der protestantische Glaube verteidigt wurde.“

In dem folgenden Gottesdienst traten Martin Luther und seine „Käthe“ Katharina von Bora auf, diskutierten über Rotweinflecken und gute Werke. Luther betonte, dass der Mensch die Liebe Gottes nicht durch gute Werke verdienen könne, woraufhin seine Käthe sagte: „Dann ist es aber schlecht um die Welt bestellt, wenn die Menschen keine guten Werke mehr tun.“ Doch Luther antwortete, ob sie wirklich glaube, die Menschen würden nur Gutes tun, wenn sie dafür belohnt würden.

Auch Pastor Hallwaß nahm diesen Faden in seiner Predigt nochmals auf. „Luther wurde klar, dass er als Mensch es niemals schaffen könne, vor Gott vollkommen gerecht zu werden. Darum war die Erkenntnis, dass Gott ihn, unabhängig von seinem eigenen Tun, bereits angenommen hat, der große Wendepunkt in seinem Leben.“ Von dieser Erkenntnis her wendete Luther sich gegen den Ablasshandel und andere Missstände in der damaligen katholischen Kirche. Er wollte und hat die Kirche verändert. „Doch Reformation ist nicht nur ein geschichtliches Ereignis“, so Hallwaß.

„Auch heute noch muss die Kirche sich immer wieder verändern, ja reformieren. Und darum wollen wir Sie heute bitten aufzuschreiben, was sich Ihrer Meinung nach in der Kirche verändern müsste. Drüben auf dem Rittergut steht eine große Thesentür, an die Sie dann Ihre These anschlagen können.“

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Erstellt:
24. August 2017, 21:00 Uhr
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