Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen


Beim „Gesunden Frühstück“ setzen sich die Schüler der Oberschule Marklohe auch mit der Frage der Lebensmittelverschwendung auseinander. Foto: Oberschule Marklohe

Beim „Gesunden Frühstück“ setzen sich die Schüler der Oberschule Marklohe auch mit der Frage der Lebensmittelverschwendung auseinander. Foto: Oberschule Marklohe

Marklohe 29.11.2019 Von Die Harke

„Gesundes Frühstück“ an der Oberschule Marklohe

„Große“ versorgen die „Kleinen“ / Youtube hilft beim Schnippeln

Jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag herrscht in der Schulküche der Oberschule Marklohe geschäftiges Treiben. Es wird geschnippelt, geschmiert, diskutiert und ganz viel gelacht. Der Obstsalat ist schon fertig und als nächstes wird die Schnittchenplatte verziert. Es werden an diesem Tag Radieschen nach einem YouTube-Video geschnitzt und Gurkenscheiben als Dekoration geschnitten. Pünktlich um 9.30 Uhr wird im Klassenraum 206 serviert – die 5b samt Klassenlehrer wartet schon! In zehn Minuten sind alle Platten leer. „Da wünscht man sich noch mal in der 5. Klasse zu sein“, kommentiert eine Zehntklässlerin die beschriebene Szene.

Seit vier Wochen gibt es ein neues Projekt in Marklohe: das „Gesunde Frühstück“. Das hat Oberschule jetzt mitgeteilt. Die „Großen“ versorgen die „Kleinen“ einmal in der Woche mit einem ausgewogenen Frühstück.

Neben dem sozialen Aspekt beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der 10a, der 7a und die Schülerfirma OBS Holzbau in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin Andrea Döring und dem Sozialarbeiter Heiner Wendebourg mit folgenden Fragen: Was ist ein gesundes Frühstück? Wie lange ist ein Lebensmittel wirklich haltbar? Wie können wir Obst und Gemüse anrichten, damit es den Fünftklässlern zusagt? Was kommt gut an und was nicht? Was schaffen wir in einer Doppelstunde?

In Zusammenarbeit mit der „Nienburger Tafel“ lernen die Mädchen und Jungen der OBS Marklohe vieles über gesunde Lebensmittel und nachhaltige Ernährung. Die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung spielt in dem Projekt eine große Rolle, aber auch die Fragen, was ist die „Nienburger Tafel“, was macht sie, wer geht dort hin und vor allem warum.

Von Schülern für Schüler zubereitet. Foto: OBS Marklohe

Von Schülern für Schüler zubereitet. Foto: OBS Marklohe

Tafeln sind gemeinnützige Einrichtungen, die sich um die Verpflegung besonders hilfsbedürftiger Menschen kümmern. Sie erhalten Lebensmittel als Spenden von Supermärkten, Discounter oder Lebensmittelproduzenten vor Ort. Die Tafeln stellen sich gegen die Wegwerfgesellschaft, indem sie Lebensmittel, die noch haltbar und genießbar sind, an Bedürftige verteilen. Eine Bedürftigkeit muss von den Kunden nachgewiesen werden, zum Beispiel in Form von Renten- oder Arbeitslosen-Bescheiden.

Jeden Dienstag bekommt die Schule eine Auswahl an Lebensmitteln von der „Nienburger Tafel“. Wendebourg: „Am Mittwochmorgen überlegen die Schüler als erstes gemeinsam, wie sie die Lebensmittel am besten verwerten können. Gibt es eine Obstplatte oder vielleicht doch lieber einen Obstsalat?“

Ziel des Projektes sei es, ein gemeinsames Frühstückserlebnis für die Klassen zu schaffen. Alle sollen ein Gefühl für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit bekommen und in ihrer eigenen Selbstständigkeit und Kreativität gefördert werden. Natürlich soll es auch ein Spaß bringendes und praxisnahes Projekt sein, bei dem die Kinder auch viel für ihr eigenes Leben lernen.

Für die Zukunft ist geplant, auch bedürftigen Schülerinnen und Schülern aus allen Jahrgängen ein Frühstück anzubieten.

Zum Artikel

Erstellt:
29. November 2019, 16:08 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.