Strittige Szene kurz vor der Halbzeitpause: Das Tor zum 1:1 von Uchtes Jens Hilgemeyer (links) zählt nicht, da der Schiedsrichter den Angriff wegen eines vermeintlichen Fouls von Xelat Agirman (rechts) an Pattensens Keeper Kai-Oliver Paulig im Fünf-Meter-Raum abpfeift. Sehr zum Ärger von Mitspieler Fabian Siemann (im Hintergrund). Eine knifflige Entscheidung, wie das nächste Bild zeigt ... Foto: Brosch Brosch

Strittige Szene kurz vor der Halbzeitpause: Das Tor zum 1:1 von Uchtes Jens Hilgemeyer (links) zählt nicht, da der Schiedsrichter den Angriff wegen eines vermeintlichen Fouls von Xelat Agirman (rechts) an Pattensens Keeper Kai-Oliver Paulig im Fünf-Meter-Raum abpfeift. Sehr zum Ärger von Mitspieler Fabian Siemann (im Hintergrund). Eine knifflige Entscheidung, wie das nächste Bild zeigt ... Foto: Brosch Brosch

01.03.2015 Von Matthias Brosch

0:3 – Uchte fehlt die Cleverness

Fußball-Landesliga: Die Leistungssteigerung zur zweiten Halbzeit hätte zu mehr reichen können

Von Matthias Brosch

Uchte. Der SC Uchte trat gestern Nachmittag zwar nicht wie ein tabellarisch abgeschlagenes Schlusslicht auf. Am 0:3 (0:1) gegen den TSV Pattensen gab es allerdings nichts zu rütteln. Ob die Heimniederlage um ein Tor zu hoch ausfiel, ob vielleicht für die Landesliga-Fußballer um Kai Bredemeyer sogar wie beim Unentschieden im Hinspiel mehr möglich gewesen wäre – das alles interessierte nach dem Nachholmatch nicht mehr. Letztlich lag der Grund für das ernüchternde Ergebnis auf der Hand: die Cleverness fehlte. SCU-Coach Jens Meier wollte nach Abpfiff die positiven Momente festhalten, sprach von „guten 80 Minuten“, zeigte sich zufrieden mit dem ersten Auftritt nach der Winterpause und stellte sich schützend vor seine Mannschaft. Er zählte die Situationen auf, in denen sich die Gastgeber vom insgesamt guten Schiedsrichter Christian Hoyer (SV Dreye) benachteiligt sahen. Da gab es zwei mögliche Strafstöße bei Aktionen gegen Jan-Christoph Thom (19.) und Fabian Siemann (87.). Beide verzichteten jedoch darauf, das vermeintliche Foul durch einen Aufschrei oder einen spektakulären Fall zu verstärken – wie schon in der gesamten Saison tragen die Südkreisler den Fair-Play-Gedanken lobenswerterweise im Blut, obwohl ihnen ein bisschen Grenzüberschreitung guttun würde; es war bezeichnend, dass die Südkreisler ohne eine einzige Verwarnung durch die 90 Minuten kamen. Bei der dritten Szene fand das 1:1 von Jens Hilgemeyer kurz vor der Halbzeitpause keine Anerkennung, da ein Foul von Xelat Agirman an Gästekeeper Kai-Oliver Paulig vorgelegen haben soll. Meier: „Das ist ein reguläres Tor – es gibt keinen Schutz mehr für den Keeper im Fünf-Meter-Raum.“ Das stimmt vollkommen, zur Serie 2012/13 wurde die Regel abgeschafft.

Diese gefühlten Benachteiligungen durften allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Tabellenletzte einen 0:1-Rückstand kassierte, der typisch für ein Kellerkind war. Es fing an bei der Entstehung: Zunächst verschätzte sich Keeper Jan Bornkamp bei einem weiten Freistoß, davon überrascht lenkte wiederum Johannes Giese den Ball vollkommen unbedrängt ins Tor­aus. Und der daraus resultierende erste Eckstoß der Gäste führte zum Chaos vor dem SCU-Kasten, Ragnar Gülzow ließ schließlich das Netz zappeln (11.). Fortan übernahm Pattensen die Kontrolle, Felix Rademacher scheiterte wenig später an der Latte, dann stand Gülzow hauchdünn im Abseits und scheiterte schließlich noch an Bornkamp, der sich bis zum Abpfiff noch mehrfach auszeichnen konnte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs lag die Wende in der Luft, da die Uchter besser in die Zweikämpfe fanden und das Tempo bestimmten. Einzig beim Abschluss traten sie zu überhastet auf – Möglichkeiten für Lukas Kloepper, zweimal Thom und Agirman sprangen allein bis zur 53. Minute heraus. Danach vergab Siemann eine richtig große Chance (75.). Der keinesfalls überragende Gast machte es besser durch Felix Rademacher nach Konter (82.) und Ole-Jannes Teklenburg mit einem feinen Freistoß (90./+1).

... Gästeakteur Niklas Kern (verdeckt) springt seinem Schlussmann in die Parade %u2013 es gibt aber auch eine leichte Berührung von hinten. Für SCU-Coach Jens Meier ein klarer Fall: "Da wird nur gepfiffen, weil der Torhüter schreit." Foto: Brosch Brosch

... Gästeakteur Niklas Kern (verdeckt) springt seinem Schlussmann in die Parade %u2013 es gibt aber auch eine leichte Berührung von hinten. Für SCU-Coach Jens Meier ein klarer Fall: "Da wird nur gepfiffen, weil der Torhüter schreit." Foto: Brosch Brosch

Zum Artikel

Erstellt:
1. März 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.