Die seltene Birnenallee an der Bremer Straße zwischen Wietzen und Windhorst. Lüers-Grulke

Die seltene Birnenallee an der Bremer Straße zwischen Wietzen und Windhorst. Lüers-Grulke

Wietzen 24.04.2019 Von Die Harke

110 Meter voller Schönheit

Heimatbund entscheidet: Birnbäume an der Bremer Straße zwischen Wietzen und Windhorst sind „Allee des Monats“

Mit gerade einmal 110 Metern Länge hat der Niedersächsische Heimatbund im April zwar eine recht kurze, aber umso wertvollere Birnbaum-Allee im Landkreis Nienburg zur „Allee des Monats“ gekürt: „Die Allee an der Bremer Straße zwischen Wietzen und Windhorst besteht aus hochstämmigen Kultur-Birnen (Pyrus communis). Abzweigend von der Bundesstraße rahmt die Allee die sehenswerte Hofeinfahrt von Landwirt Hermann Heuermann ein“, teilt der Heimatbund dazu mit. Bereits 1904 sei der Hof mit Milchviehwirtschaft erbaut worden und bald darauf auch die Allee aus Birnbäumen angelegt. Mittlerweile wiesen die Bäume also das stolze Alter von über 100 Jahren auf.

Aber nicht nur wegen des Alters, sondern auch wegen des äußerst homogenen Erscheinungsbildes, ihrer Geschlossenheit sowie dem Kronenschluss im Längs- und Querprofil zähle sie zu den wertvollsten Alleen in Niedersachsen.

Zudem seien Obstbäume im Allgemeinen und besonders Birnbäume als alleebildende Baumart in Niedersachsen sehr selten. Als Hofeinfahrt und mit den beidseitigen Weiden biete die Allee gerade zur jetzigen Blütezeit einen wundervollen Anblick und unterstreiche die Kulturgeschichte des Hofes Heuermann.

Laut HARKE-Redakteurin Sabine Lüers-Grulke beeindrucke die prächtige Allee auch Passanten: „Häufig halten Vorbeifahrende an, um sie in dieser Jahreszeit blühend zu fotografieren.“ Auch sei kam nicht umhin gekommen, die Allee in voller Blüte abzulichten und trägt damit bei, die Birnbaum-Allee anerkennend zu würdigen.

Der Heimatbund setzt sich seit 2015 verstärkt für den Schutz und Erhalt von Alleen in Niedersachsen ein. Seit Jahrhunderten prägten Alleen das Landschaftsbild Niedersachsens. Sie seien wertvolles Naturgut, kulturhistorisch bedeutsam und könnten Lebensraum und Nahrungs-quelle für zahlreiche Tiere und Insekten sein.

Zudem würden sie eine wichtige Rolle in der Vernetzung von Biotopen einnehmen. Doch gerade straßenbegleitende Alleen seien wegen des Ausbaus von Straßen und durch fehlende Nachpflanzungen in ihrem Bestand gefährdet.

Eine Übersicht über die Projektergebnisse findet sich unter www.niedersaechsischer-heimatbund.de/projekte/alleen-in-niedersachsen.

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Erstellt:
24. April 2019, 18:19 Uhr
Lesedauer:
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