1.300 Euro für Kinderhospiz

1.300 Euro für Kinderhospiz

Im Einsatz gesammelt, in Syke gespendet. 1300 Euro für das Kinderhospiz Löwenherz. Foto: EloKaBtl 912

Vorzeitige Bescherung beim Kinderhospiz Löwenherz in Syke: Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 912 aus Nienburg haben eine Spende in Höhe von 1.300 Euro überbracht.

Das Geld für einen guten Zweck ist während eines Auslandseinsatzes von Soldaten des Verbands in Zusammenhang mit der Gemeinsamen Heimgesellschaft der Langendamm Clausewitz-Kaserne gesammelt worden. Nun soll damit die Arbeit der Einrichtung unterstützt werden.

Der Tod ist hierzulande weiterhin ein Tabu-Thema. Dies wird Soldatinnen und Soldaten spätestens bewusst, wenn sie sich auf eine Entsendung in einen Auslandseinsatz vorbereiten.

„Der Umgang mit dem Tod fällt in diesem Zusammenhang schwer und wird ganz besonders belastend, wenn Kinder und Jugendliche betroffen sind. Immerhin steht ihnen das Leben eigentlich noch bevor“, schreibt Helge Adrians für das Bataillon Elektronische Kampfführung 912 (EloKaBtl 912) in einer Pressemitteilung.

Was für Soldaten eine Ausnahmesituation darstelle, sei Alltag für das Kinder- und Jugendhospiz Löwenherzin Syke bei Bremen. Die Einrichtung nimmt Kinder sowie Jugendliche und junge Erwachsene mit lebensverkürzend verlaufenden Krankheiten auf, bei denen eine Heilung nach dem Stand der heutigen Medizin ausgeschlossen ist.

Eine gute Betreuung der Betroffenen, ihrer Angehörigen und Familien ist eine notwendige, aber keine leichte Aufgabe. Dazu gehört nicht nur die Pflege, sondern allerlei weitere Unterstützung. „Gerade, wenn man eine sogenannte lebenslimitierende Diagnose erhält, nehmen viele ihr Leben sehr intensiv wahr“, erzählt Tatjana Viert vom Kinderhospiz.

Es sei daher wichtig, trotz der Gewissheit, dass ein Familienmitglied bald sterben werde, sowohl für die Person als auch ihre Angehörigen angenehme Rahmenbedingungen zu schaffen.

Das Hospiz dient als Ort der Erholung als auch des Sterbens. Was düster und traurig klingt, soll im Alltag nicht so sein. „Wir lachen viel und versuchen, den Betroffenen eine Freude zu machen“, erklärt Viert und ergänzt: „Wir möchten, dass man sich bei uns wohlfühlt.“

Um dies möglich zu machen, braucht es nicht nur Experten und ehrenamtliche Helfer, sondern auch finanzielle Unterstützung. Soldaten desEloKaBtl 912 dazu in einem Auslandseinsatz kräftig gesammelt. Dabei kamen mit späterer Unterstützung der Gemeinsamen Heimgesellschaft der Clausewitz-Kaserne 1300 Euro zusammen.

„Wir wollten, dass das Geld einer Einrichtung in unserem Standortbereich zugutekommt, deren Arbeit wir unterstützen möchten“, sagt Stabsfeldwebel Jens-Peter G. Zusammen mit zwei weiteren Kameraden, Hauptmann Benjamin L. und Oberstabsfeldwebel Vitali R., übergab er den Spendenscheck stellvertretend für den Verband an Viert und deren Kollegin Jessica Albertina.

Es ist das erste Mal, dass das EloKaBtl 912 mit dem Kinderhospiz zusammenarbeitet. Das gegenseitige Interesse war bei der Spendenübergabe dementsprechend groß. „Wir freuen uns sehr über dieses vorzeitige Weihnachtsgeschenk!“, bedankt sich Viert und freut sich über weitere Besuche der Nienburger Soldaten.