Der schwere Unfall ließ ein Großaufgebot an Rettungskräften ausrücken. Fotos: Thiermann

Der schwere Unfall ließ ein Großaufgebot an Rettungskräften ausrücken. Fotos: Thiermann

Eystrup 17.07.2021 Von Marion Thiermann

14 Verletzte, zwei Hubschrauber

Überfüllter Bus rammt VW Touareg / Großaufgebot an Rettungskräften

Ein schwerer Verkehrsunfall mit 14 verletzten Personen forderte in Eystrup am späten Freitagabend ein Großaufgebot an Rettungskräften.

Die Freiwillige Feuerwehr Eystrup, der Arbeiter-Samariter-Bund und die Polizei aus Hoya wurden um 21.42 Uhr zunächst unter dem Einsatzstichwort „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person“ auf die Hauptstraße (B 215) Ecke Heinrichstraße alarmiert.

Der Touareg drehte sich durch den Aufprall und kam auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Stehen.

Der Touareg drehte sich durch den Aufprall und kam auf der gegenüberliegenden Straßenseite zum Stehen.

Laut Polizei kam ein VW Touareg aus der Heinrichstraße, um Richtung Nienburg auf die B 215 abzubiegen. Ein mit Fahrgästen überfüllter Mercedes Vito kam mit überhöhter Geschwindigkeit aus Richtung Nienburg und fuhr dem VW frontal in die Fahrerseite, der sich durch den Aufprall einmal drehte und auf der gegenüberliegenden Straßenseite in Fahrtrichtung Heinrichstraße zum Stehen kam.

Der Vito stoppte einige Meter vom Zusammenprall entfernt, nachdem er ein Schild auf einer Verkehrsinsel umgefahren hatte. Dass eine Person im Fahrzeug eingeklemmt war, bestätigte sich nicht, da es sich jedoch um insgesamt 14 verletzte Personen handelte, wurde die Alarmstufe erhöht.

Großaufgebot an Hilfskräften

Der sogenannte „ManV 2“, ein „Massenanfall von Verletzten“ ließ ein Großaufgebot an Rettungskräften ausrücken. 13 Rettungswagen und drei Notarztwagen vom Arbeiter-Samariter-Bund aus Hoya, dem DRK aus den Landkreisen Nienburg, Verden und Heidekreis, die Schnelleinsatzgruppe der Johanniter-Unfallhilfe aus Hoya und Landesbergen, die DLRG-Ortsgruppe Nienburg, der THW-Ortsverband Hoya mit einem Fachberater, Polizeibeamte aus Nienburg sowie drei Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams des Landkreises Nienburg und der stellvertretende Brandabschnittsleiter Nord Ehler Lange waren vor Ort.

Der Abrollcontainer Rüst- und Rettung, die technische Einsatzleitung sowie die Mediengruppe Nord der Kreisfeuerwehr konnten ihre Anfahrt abbrechen. Die 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr Eystrup betreuten unter der Einsatzleitung von Ortsbrandmeister Uwe Kardas die Verletzten, leiteten den Verkehr um, streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und leuchteten die Unfallstelle aus. Der organisatorische Leiter vom Rettungsdienst, Sven Hoppe vom ASB aus Hoya, managte die Versorgung der 14 Verletzten, zu denen auch ein Kind gehörte.

Zwei Personen wurden schwer verletzt mit den Rettungshubschraubern Christoph Niedersachsen aus Bremen und Christoph 76 aus Münster (Westfalen) in Kliniken geflogen, die anderen Unfallbeteiligten wurden mit den Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die B 215 war für die Dauer des Einsatzes und die Unfallaufnahme bis zum Antransport der beiden Unfallwagen durch Abschleppwagen für rund zweieinhalb Stunden im Bereich Mühlenstraße bis Feldstraße voll gesperrt.

Beide Fahrzeuge waren total beschädigt. Nach Polizeischätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von 30.000 Euro. Beiden Fahrzeugführern wurden entsprechende Ermittlungsverfahren bekanntgegeben

Zum Artikel

Erstellt:
17. Juli 2021, 09:44 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 14sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen

HSMusik 20.07.202110:53 Uhr

Diesen Unfall müssen sich die Hauptverantwortlichen für die Verkehrsführung in diesem Bereich anlasten lassen. Hier ist seit langem in diesem Bereich eine Verkehrsberuhigung von 30Kmh auf der B215 dringend notwendig, auf Grund der schlechten Einsicht auf die B 215.


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.