Die Arbeiten auf dem Burghügel Wölpe haben begonnen. 15 australische Stundenten, ein Dozent und ein Professor aus Canberra wollen unter Betreuung des Grabungsleiters Frank Wedekind ein Gebäude aus dem 12. Jahrhundert freilegen. Museum Nienburg

Die Arbeiten auf dem Burghügel Wölpe haben begonnen. 15 australische Stundenten, ein Dozent und ein Professor aus Canberra wollen unter Betreuung des Grabungsleiters Frank Wedekind ein Gebäude aus dem 12. Jahrhundert freilegen. Museum Nienburg

Nienburg 06.09.2017 Von Die Harke

15 australische Studenten buddeln

Grabung am Wölper Burghügel fortgesetzt – Projekt für die kommenden drei Jahre geplant und gefördert

Es ist soweit – das [DATENBANK=1633]Museum Nienburg[/DATENBANK] hat in Kooperation mit der Universität Canberra und der Kommunalarchäologie Schaumburger Landschaft die diesjährige Ausgrabungskampagne auf der Burg Wölpe begonnen. Zu Gast sind 15 australische Studenten, ein Dozent und ein Professor des Fachbereichs archäologische Wissenschaften an der Australian National University. Die Stundenten und Wissenschaftler werden unter der fachkundigen deutschen Grabungsleitung des [DATENBANK=6181]Göttinger Archäologen Frank Wedekind[/DATENBANK] auf der Burg betreut. „Wedekind hatte bereits in den vergangenen Jahren die Leitung der Ausgrabungen inne und ist mit großer Freude bei dem Projekt dabei“, teilt das Nienburger Museum mit. „Es ist fast wie Urlaub“, sagt Wedekind.

Die Ausgrabung hat er nach Angaben des Museums auch für 2018 und 2019 schon fest im Kalender stehen. „So lange nämlich geht die Kooperation mit der Universität Canberra erst einmal – und so lange reichen auch die eingeworbenen Drittmittel“, heißt es vom Nienburger Fresenhof.

Museumsleiterin [DATENBANK=354]Dr. Kristina Nowak-Klimscha[/DATENBANK] freut sich über die Kooperation: „Es ist eine tolle Auszeichnung für das Museum und für die Stadt, dass eine große Universität von der anderen Seite der Erde Interesse an einer Zusammenarbeit hat und dann auch noch Drittmittelgeber das Projekt für förderwürdig erachten“, sagt die Leiterin.

Das Projekt findet tatkräftige Unterstützung durch den Arbeitskreis Burghügel Wölpe

Museum Nienburg

Das Ziel der dreiwöchigen Ausgrabung ist es, mehr über das in den vergangenen Jahren erfasste Gebäude der Burganlage aus dem 12. Jahrhundert zu erfahren. „Wie groß war es und um welches Gebäude handelt es sich? Das sind Fragen, die die Archäologen beantworten wollen“, teilt das Museum mit.

Bei der Burg Wölpe handelt es sich um den Stammsitz der Grafen Wölpe, sie wird Mitte des 12. Jahrhunderts das erste Mal in den Schriftquellen erwähnt. Das Museum scheibt dazu: „Die Burg wurde mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, zuletzt befand sich dort bis ins 19. Jahrhundert das Gebäude des Amtes Wölpe – aber über die Bebauung selbst ist noch wenig bekannt.“

Die Öffentlichkeit soll nach Nowak-Klimschas Worten über den Fortgang der Arbeiten informiert werden. Sie sagt: „Ein Tag der offenen Grabung ist geplant, und erste Ergebnisse stellen die Studenten während des Events ,Zeitreise in die Renaissance‘ des Museums Nienburg am 10. September im Biedermeiergarten des Museums vor.“

Das Projekt wird gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, den [DATENBANK=915]Landschaftsverband Weser-Hunte[/DATENBANK] und die Wirker-Stiftung. „Darüber hinaus findet das Vorhaben tatkräftige Unterstützung durch den Arbeitskreis Burghügel Wölpe, dessen Mitglieder für die Vorbereitung des Geländes gesorgt haben und auch sonst immer mit unkomplizierter Hilfe zur Verfügung stehen“, teilt das Museum mit.

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Erstellt:
6. September 2017, 21:00 Uhr
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