150.000 Euro für Erweiterung der Umweltbildung

150.000 Euro für Erweiterung der Umweltbildung

Freuen sich über den neuen Schulungsraum (von links): Grant Hendrik Tonne, Dr. Florian Brandes, im Hintergrund: Jörn Wedemeier (Samtgemeindedirektor Sachsenhagen) und Norbert Kubba (Pastor Kirchengemeinde Sachsenhagen). Wildtierschutzstation

In Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Verwaltung und befreundeter Organisationen hat gestern der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne den Schulungsraum in der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen feierlich eröffnet. In seinen Grußworten unterstrich der Minister die Bedeutung außerschulischer Lernorte insbesondere für die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Seit ihrem Bestehen in Sachsenhagen hat die Wildtierstation Umweltbildung in diesem Sinne betrieben und kann ihr Angebot mit dem neuen Schulungsraum nun verstärkt ausbauen. Auch der Vorsitzende des Deutschen Wildgehegeverbandes Eckhard Wiesenthal richtete Grußworte an die Gäste und unterstrich die Bedeutung der Umweltpädagogik in Wildparks und Auffangstationen, wie sie die Wildtierstation als Mitglied des Verbandes betreibt.

Möglich wurde der Bau mit Gesamtkosten von rund 150.000 Euro durch eine Förderung über das EU-LEADER-Programm mit 83.000 Euro, weiterhin beteiligten sich die Stadt Sachsenhagen mit 30.000 Euro und der Landkreis Schaumburg mit 15000 Euro. Der finanzielle und zeitlich gesteckte Zeitrahmen konnte bei der Umsetzung des Projektes eingehalten werden.

Die Ausstattung des Schulungsraumes mit Unterrichtsmaterialien wird durch die Stiftung Menschen für Tiere in Form eines Natur- und Tierschutzzimmers gefördert. Simone Schweiger, Tierschutzpädagogin von aktion tier – Menschen für Tiere, erläuterte, in welcher Form Unterrricht und Aufklärungsarbeit in solchen Tierschutzzimmern gemacht wird und überreichte das neue Tierschutzzimmer in Form einer Tafel offiziel zur Einweihung.

Die Wildtier- und Artenschutzstation führt seit vielen Jahren Umweltbildung auf dem stationseigenen Gelände durch. Im Rahmen von allgemeinen Stationsführungen, Aktionstagen, Ferienpassaktionen und Naturlehrpfad-Rallyes werden jährlich bis zu 5000 Personen, überwiegend Kinder und Jugendliche, über verschiedene Themen zu Natur- und Tierschutz informiert.

Neben den in der Auffangstation gepflegten Tieren als lebende Anschauungsobjekte wurden im Laufe der Jahre bereits speziell für die Umweltbildung geplante Strukturen wie ein Naturlehrpfad (2007), eine Wiese mit Pavillon (2008) und Besuchertoiletten (2009) für Besuchergruppen geschaffen.

Bislang fanden alle Aktivitäten auf diesem Gebiet im Sommerhalbjahr statt. Um die Umweltbildung erweitern zu können, wurde eine ehemalige Werkstatt zu einem Raum ausgebaut, in dem man Schulklassen, Kindergartengruppen auch wetterunabhängig und im Winterhalbjahr betreuen kann.

Neben der Erweiterung des eigenen Angebotes sind bereits Fortbildungen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern geplant.