30.06.2013

157 Mitarbeiter, 12 Auszubildende

MIT-Bundesvorsitzender Dr. Josef Schlarmann bei Firma Hornschuch in Stolzenau

Stolzenau. „Die Welt verändert sich, doch Deutschland ist nach wie vor Exportweltmeister. Das ist historisch bedingt, denn die deutsche Wirtschaft ist etwas Gewachsenes. Von den 3,5 Millionen Unternehmen in Deutschland sind über 99,5 Prozent im mittelständischen Bereich angesiedelt. Es ist erstaunlich und erfreulich zugleich, zu sehen, was unsere mittelständischen Betriebe leisten“, machte Dr. Josef Schlarmann, Bundesvorsitzender der MIT Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU während seines Informationsbesuches bei der Firma Hornschuch Stolzenau GmbH (ehemals era-Beschichtung) deutlich. Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der MIT Nienburg, Karsten Heineking, erläuterte dem Bundesvorsitzenden: „Sie befinden sich hier in der Samtgemeinde Mittelweser, und die mittelständischen Firmen, wie die Firma Hornschuch Stolzenau es ist, sind in dieser Region von großer Bedeutung für den Erhalt der Infrastruktur und zur Sicherung und Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen“.

Prokurist Klaus Oetting, Dörthe Foltin und Hanna Klünder erläuterten den Besuchern die Firmenhistorie. Mit 157 Mitarbeitern und 12 Auszubildenden ist die seit 1964 in Stolzenau ansässige Firma ein Weltmarktführender Betrieb im Bereich der Laderaumabdeckung für Kombis bei den Automobilherstellern. Neben der Kunstlederherstellung werden ferner Schaumfolien ebenfalls für den Automobilinnenraum produziert. Seit 1991 sind die hergestellten Produkte in fast allen Automobilen zu finden.

Klaus Oetting legte dar: Die Vernetzung der Firma era-Beschichtung mit der Konrad Hornschuch AG im April 2013 hat das Ziel, die Stärken der Einzelunternehmen zu bündeln. Daraus resultierende Synergieeffekte sollen genutzt werden, um die bestehenden Kunden auch weiterhin mit einem optimalen Preis-Leistungsverhältnis zu beliefern, neue Kunden zu gewinnen und gemeinsam zu wachsen. Nicht zuletzt diene dies auch der Standortsicherung und sei somit genau der richtige Weg.

Samtgemeindebürgermeister Bernd Müller unterstrich: „Auf die seit November 2011 bestehende Samtgemeinde Mittelweser kommen viele Herausforderungen zu, die es in Zukunft zu stemmen gilt. Daher kann die Zusammenführung der beiden Firmen nur positiv für uns bewertet werden. Sollte die Firma eine Ausbreitung des Produktionsbereiches favorisieren, so sind entsprechende Erweiterungsflächen vorhanden.“

Dr. Schlarmann weist in diesem Zusammenhang auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hin, welches es seiner Ansicht nach grundsätzlich zu reformieren gilt. „Die Energiepreise laufen davon. Die Kostenexplosion bei der Ökostrom-Förderung ist zu einem ganz wichtigen Thema in der deutschen Wirtschaftspolitik geworden“, stellte Dr. Schlarmann in der Gesprächsrunde dar.

Und Maik Beermann, Bundestagskandidat der CDU, unterstrich: „Ein weiterer unkontrollierter Anstieg der Energiekosten für Verbraucher und Unternehmen würde dem Wirtschaftsstandort Deutschland massiv schaden. Verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen müssen die Versorgungssicherheit ebenso gewährleisten wie wirtschaftlich vertretbare Energiekosten“.

Das sieht auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Karsten Heineking so: „Die Strompreise müssen auch in Zukunft für jedermann bezahlbar bleiben. Das gilt für die Wirtschaftsbetriebe ebenso wie auch für die vielen Privatleute.“ DH

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Erstellt:
30. Juni 2013, 00:00 Uhr
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