Die Zahl der Infizierten blieb im Landkreis gleich gegenüber dem Vortag: 25 Menschen aus dem Landkreis sind oder waren an dem Virus erkrankt. Aktuell sind es 17. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Die Zahl der Infizierten blieb im Landkreis gleich gegenüber dem Vortag: 25 Menschen aus dem Landkreis sind oder waren an dem Virus erkrankt. Aktuell sind es 17. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Landkreis 27.03.2020 Von Sebastian Schwake

17 infizierte Corona-Patienten

Zahl der Erkrankungen sinkt im Kreis: Acht Menschen gelten als gesund

Im Landkreis Nienburg sind oder waren 25 Menschen am Coronavirus erkrankt. Aktuell gibt es 17 Infizierte, acht gelten als gesund. Drei Patienten werden weiter im Krankenhaus behandelt. Das ist ein Patient mehr als am Donnerstag. Die Zahl der angeordneten Quarantäne liegt nach Angaben von Kreissprecher Cord Steinbrecher bei 243 (plus acht), 119 sind mittlerweile aufgehoben worden (plus 25). Die Zahl der empfohlenen Quarantäne sank um zwei auf zwei (Stand 27. März, 18 Uhr).

3175 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind in Niedersachsen bis Freitag, 14 Uhr, labordiagnostisch bestätigt worden. Elf Menschen starben landesweit bisher an Covid-19-Infektionen. Genesen sind bisher 288 laborbestätigte Fälle. Das hat das niedersächsische Gesundheitsministerium mitgeteilt.

Im Landkreis Diepholz sind bisher insgesamt 117 Frauen und Männer am Coronavirus erkrankt. Aktuell seien noch 71 Patienten infiziert, 46 Frauen und Männer gelten nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes Diepholz inzwischen als gesund. Sie sind aus der 14-tägigen, angeordneten häuslichen Quarantäne entlassen worden – auch weil sie darüber hinaus zwei Tage keine Symptome gezeigt haben, teilte die Kreisverwaltung Diepholz mit.

In stationärer Behandlung befinden sich aktuell 19 Patienten mit einem Corona-Verdacht oder einer bestätigten Infektion, davon werden fünf intensivmedizinisch behandelt. Die Erkrankungen verteilen sich wie folgt: 26 Fällen in der Gemeinde Weyhe, 16 in der Gemeinde Stuhr, 15 in der Stadt Diepholz, jeweils elf in den Städten Bassum und Sulingen, neun in Syke, jeweils acht in der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde sowie 13 weitere Fällen im übrigen Landkreisgebiet.

Im Landkreis Verden waren nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis gestern Nachmittag 48 Menschen infiziert. Das waren fünf Infizierte mehr als am Vortag. Einen deutlicheren Anstieg gab es im Landkreis Schaumburg. Dort stieg die Zahl innerhalb eines Tages von 36 um elf auf nunmehr 47 Infizierte. Im Heidekreis stieg die Zahl ebenso an: um zehn von bisher elf auf jetzt 21 Corona-Infizierte. In der Region Hannover gab es einen erheblichen Anstieg an neu gemeldeten Erkrankungen: insgesamt 81. Insgesamt gibt es in Region Hannover 638 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind oder waren.

Im Nachbarkreis Minden-Lübbecke gibt es 241 bestätigte Fälle des Coronavirus (Stand Freitag, 11 Uhr). 54 Frauen und Männer gelten als wieder genesen. Im einzelnen teilt sich die Zahl der Erkrankten wie folgt auf auf die Kommunen: Bad Oeynhausen 23, Espelkamp 27, Hille 15, Hüllhorst 14, Lübbecke 35, Minden 61, Petershagen 17, Porta Westfalica sechs, Preußisch Oldendorf vier, Rahden sieben und Stemwede 32. Aus der Kreis-Pressestelle heißt es weiter: „Aktuell befinden sich drei nachgewiesene Fälle in stationärer Behandlung im Johannes-Wesling-Klinikum Minden. Sie befinden sich alle auf der Isolierstation, keiner auf der Intensivstation. Insgesamt 54 Personen, die sich in 14-tägiger Quarantäne befanden, konnten bisher vom Gesundheitsamt aus der Isolation entlassen werden. Sie gelten als gesund.“

Unterdessen haben die Mühlenkreis-Kliniken in Minden ihre Coronatestkapazitäten erhöht, wie Sprecher Christian Busse mitteilte. Von Montag an kann das Zentrallabor bis zu 1000 Coronatests täglich durchführen. In den folgenden drei Wochen soll die Testkapazität nochmals sukzessive auf 2000 Tests am Tag erhöht werden. Bislang seien täglich etwa 150 bis 250 Corona-Proben im Zentrallabor der Mühlenkreiskliniken untersucht worden. Möglich mache das eine neue, maschinelle Aufbereitung der RNA-Proben. Bislang seien die Proben händisch aufbereitet worden, was sehr viel Arbeitszeit gekostet habe. An den Mühlenkreiskliniken ließen sich auch etliche Menschen aus dem Landkreis Nienburg, vor allem aus dem Südkreis, testen, sagte Kliniksprecher Busse auf Anfrage. Eine genaue Zahl ließe sich aber nicht ermitteln.

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Erstellt:
27. März 2020, 18:47 Uhr
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