Hoyas "Honorar-Archivar" Henry Meyer. Achtermann

Hoyas "Honorar-Archivar" Henry Meyer. Achtermann

Hoya 20.05.2017 Von Horst Achtermann

180 Flurnamen, 1 500 Postkarten

Hoyas „Honorar-Archivar“ Henry Meyer wird am Anfang auch Museumsleiterin Ulrike Taenzer unterstützen

Knapp 20 Jahre pflegte und verwaltete [DATENBANK=4779]Henry Meyer[/DATENBANK] das Archiv der Stadt Hoya. Zunächst in einem Zimmer im Rathaus, nach der Sanierung sitzt dort Britta Grohs, Fachdienstleitung Bildung, Familie, Kultur und Tourismus. Henry Meyer musste in den Keller ziehen „mit viel zu wenig Platz“. Die Bücher, Akten, Ordner und Unterlagen der Stadt Hoya sollen in nächster Zeit aber im ersten Stock des ehemaligen NISH-Gebäudes, gegenüber dem Hoyaer Rathaus, eine neue Bleibe finden. „Wir sind uns einig“, sagt Henry Meyer, der seit 1998 ehrenamtlich mit kleiner Aufwandsentschädigung der Stadt Hoya seine Kenntnisse und Dienste vermittelte. Die Stadt dankte für seine ehrenamtliche Archivarbeit in der letzten Ratssitzung (Die Harke berichtete). Jetzt geht aber sein Blick nach vorn.

Wichtig sei eine Auslagerung, um dann einen besseren Überblick zu bekommen und bei Bedarf archivieren zu können. Ulrike Taenzer, neue Leiterin des Heimatmuseums, werde ein neues Konzept entwerfen. „Bei der fachlichen Gestaltung will ich meine Erfahrung gerne mit einbringen und sie unterstützen“. Das wird auch von der Verwaltungsspitze mit Bürgermeisterin [DATENBANK=3306]Anne Wasner[/DATENBANK] und Stadtdirektor [DATENBANK=273]Detlef Meyer[/DATENBANK] so gewünscht, wie beide in der letzten Ratssitzung unterstrichen.

[DATENBANK=2571]Ulrike Taenzer[/DATENBANK] arbeitet 20 Wochenstunden im Heimatmuseum und vier Wochenstunden für das Archiv.

Menschen in der Stadt Hoya mit ihren Häusern hat Henry Meyer zur Geschichte gemacht. Er hat die Besitzverhältnisse seit 1583 aufgeschrieben. Auch zur Verwendung für das Stadtarchiv sollen seine geplanten Aufzeichnungen über Gasthäuser, Kneipen und Hotels in Hoya gedacht sein.

In meterlangen Regalen hat Meyer über 100 Ordner an-einandergereiht. Hier ist aufgezeichnet, was auch für die Stadt Hoya von Bedeutung sein sollte. Sein geschichtliches Wissen umfasst nicht nur die Baugeschichte der Häuser, sondern auch die Geschichte der Menschen, die sich damit verbinden.

180 Flurnamen, wie „Auf dem Steinwerder“, sind von ihm akribisch aufgeschrieben und erklärt. Auf 1.500 Postkarten, angefangen mit dem Jahr 1900, sind Schriftverkehr, Lebensläufe festgehalten. „Postkarten aus dieser Zeit gibt es nicht mehr für fünf Euro, zehn Euro muss man dafür schon auf den Tisch legen“, bleibende Relikte aus einer ganz anderen Zeit.

Ja, Henry Meyer wird sich mit seinem Wissen und seinen örtlichen Kenntnissen am Aufbau und der Erneuerung des Stadtarchivs beteiligen, ganz im Sinn von Bürgermeisterin Anne Wasner: „Sein Leben ist mit Hoya verbunden“.

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Erstellt:
20. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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