Edda Hagebölling Archiv

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Nienburg 18.02.2017 Von Edda Hagebölling

1,9 Millionen Stück Geflügel

Wegen der hohen Geflügeldichte wird die Stallpflicht im Landkreis Nienburg aus Angst vor der Geflügelpest bis zum 30. April verlängert. Das gab das Landwirtschaftsministerium Anfang der Woche bekannt.

Hohe Geflügeldichte? Im Landkreis Nienburg?

Nienburgs Kreisverwaltung tat sich schwer damit, konkretere Informationen preiszugeben. DIE HARKE am Sonntag hätte gerne gewusst, wieviel Geflügelzüchter und -mäster es wo gibt und für wieviel Tiere die einzelnen Ställe ausgelegt sind. Die Begründung: Aus Rücksicht auf die Unternehmer und aus Sorge davor, Tierschutzaktivisten auf den Plan zu rufen.

Das hat die Redaktion natürlich zu respektieren.

Verraten hat die Kreisverwaltung aber soviel: Im Landkreis Nienburg werden in 1.226 Betrieben insgesamt 1,9 Millionen Stück Geflügel gehalten. In dieser Zahl enthalten seien Hobbyzüchter mit einem Huhn ebenso wie Großbetriebe mit über 100.000 Tieren.

Die Geflügeldichte liegt damit bei über 1.000 Tieren pro Quadratkilometer. Der Landkreis Nienburg befindet sich somit in guter Gesellschaft mit Vechta, Cloppenburg und Diepholz.

Und auch diese Zahlen lassen aufhorchen: 52734 Alle anderen Facharzt-Plätze sind belegt. Das geht aus den Angaben hervor, um die die Redaktion die Kassenärztliche Vereinigung gebeten hatte. Der Landkreis gilt damit nicht als unterversorgt.

„Wir haben uns für Nienburg fremdgeschämt, als die Schauspieler, die wir gerade auf der Bühne bewundert hatten, nach der Vorstellung in der ‚Theaterklause‘ nichts mehr zu essen bekamen.“ Ungefähr so las sich der Leserbrief, der DIE HARKE in der ersten Februarwoche erreichte. Im nebenstehenden Bericht schildert Adrien Tyb‘l, wie die Zusammenarbeit zwischen Hotel und Theater geregelt ist.

Zum Schluss noch eine aktuelle Begebenheit aus dem selbigen: Die Aufführung von „Er ist wieder da“ war gerade in vollem Gange, als es auf der Bühne anfing zu regnen. Unplanmäßig, wie sich schnell herausstellte. Die Sprühflutlöschanlage war angesprungen. Eigentlich soll sie im Ernstfall verhindern, dass der Vorhang Feuer fängt. Theater-Mitarbeiterin Claudia Benning konnte sich nicht erinnern, dass so etwas in den 25 Jahren, in denen es das Theater gibt, schon einmal vorgekommen ist. Wohl aber daran, dass sich auch der sogenannte eiserne Vorhang schon einmal wie von Geisterhand gesenkt hatte. Auch er soll die Bühne im Brandfall vom Theatersaal abschotten. Zur Ursache konnte Claudia Benning noch nichts sagen.

Meine Sitznachbarin schon. „Ganz klar, das war der Höcke von der AfD. Dem gefällt nicht, was hier gerade mit Hitler passiert.“

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Erstellt:
18. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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