22 Jahre Suppenküche: Eckhard Hellmich.

22 Jahre Suppenküche: Eckhard Hellmich.

18.01.2015

22 Jahre Suppenküche

Nienburgs Marion-Dönhoff-Gymnasium feierte am Freitag mit über 100 Suppenküchen-Müttern und -Vätern

Nienburg. Mehr als 100 „Suppenküchenmütter“ und „Suppenküchenväter“ nahmen am Freitagabend an der Feierlichkeit anlässlich des 22-jährigen Bestehens der Suppenküche am Marion-Dönhoff-Gymnasium (MDG) teil. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Bläserklasse 6 und der Chorklasse 6. Schulleiter Eckhard Hellmich begrüßte die Gäste und blickte zurück in die Vergangenheit. Mit Beginn des Schuljahres 1992/93 entfiel der Unterricht an den Samstagen, somit gab es montags bis freitags mehr Unterrichtsstunden an den Nachmittagen. Aus der Elternschaft wurde folglich die Idee geboren, mit Snacks, belegten Brötchen und gelegentlich natürlich auch einer Suppe die Verpflegung über einen langen Schultag hinweg zu gewährleisten.

Im Diakonissenhaus der damaligen Hindenburgschule entstand nach dem „Celler Modell“ ein Verpflegungsangebot, das in den darauffolgenden Jahren stetig wachsen sollte. Sybille Hardegen zeichnete im besonderen Maße für die praktische Umsetzung und die Regelung der Formalitäten verantwortlich. Schnell waren viele helfende Hände gefunden, und manche Eltern verpflichteten auch gleich die Großeltern ihrer Kinder, um ein regelmäßiges Angebot vorhalten zu können.

Es folgten bauliche Maßnahmen, die den Suppenküchenbetrieb einschränkten. Wichtige Meilensteine, so Hellmich, waren das Angebot eines warmen Mittagessens ab 2010, die Einstellung von Anne-Karin Brockob seitens der Stadt als feste Mitarbeiterin und die Umsetzung der Suppenküche als Nebenbetrieb des MDG. Der Schulleiter dankte allen Müttern und Vätern sowie insbesondere Sybille Hardegen, Heidi Banhidai, Gisela Hagen, Gertrud Hambruch und Anne-Katrin Brockob: „Das ist ein besonderes ehrenamtliches Engagement.“

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes unterstrich in seinen Grußworten: „Das Ehrenamt darf man nicht unterschätzen, denn es ist keine Selbstverständlichkeit.“ Onkes ging auf den Wandel der Gesellschaft und der Familie ein, denn vor 22 Jahre sei die Familienorganisation noch eine ganz andere gewesen. Heute würden häufig beide Elternteile arbeiten, um so bedeutender sei das Engagement für die Suppenküche des Marion-Dönhoff-Gymnasiums. „Es ist ein Erfolgsmodell“, betonte Bürgermeister Onkes.

Sybille Hardegen, „Suppenküchenfrau“ der ersten Stunde, hob in ihrer Rede gleich zu Beginn heraus: „Wir waren ein super Team.“ Und sie erinnerte sich noch ganz genau, wie alles anfing, nämlich mit „Tellerchen und Schüsselchen“. Nachdem seitens der Stadt ein Zuschuss in Höhe von 12 000 D-Mark bewilligt wurde, „kam der Durchbruch“. Die Suppenküche konnte wachsen. Und eines hob Sybille Hardegen mit einem Augenzwinkern hervor: „Wir haben auch Gartenarbeit geleistet“, und zwar in dem kleinen Gärtchen am Diakonissenhaus.

Im Anschluss lud die Schule alle zu einem leckeren Büfett ein - geliefert vom Catering-Service eines Restaurants. Zuvor präsentierte Eckhard Hellmich noch ein ganz besonderes Präsent: Kunstlehrer Michael Klauß hat eine Bild gemalt.

Mit den besten Glückwünschen. due

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Erstellt:
18. Januar 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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