„Bedarf an Bauland gedeckt“: Bauamtsleiter Kai Ohlendorf und Bürgermeisterin Katharina Fick. Foto: Gemeinde Rodewald

„Bedarf an Bauland gedeckt“: Bauamtsleiter Kai Ohlendorf und Bürgermeisterin Katharina Fick. Foto: Gemeinde Rodewald

Rodewald 11.05.2020 Von Die Harke

24 freie Plätze in Rodewald

Bauland von Privat: Samtgemeinde als Mittlerin / Kein neues Baugebiet

Das Bauamt der Samtgemeinde Steimbke hatte die Eigentümer von bebaubaren Grundstücken in Rodewald angeschrieben, ob sie grundsätzlich zum Verkauf bereit seien. „Im Ergebnis verfügt die Gemeinde Rodewald jetzt über 24 zusätzliche Bauplätze. Ein neues Bebauungsgebiet ist damit vorerst nicht erforderlich“, teilt die Gemeinde dazu mit.

Das hatte die Politik nämlich ursprünglich gefordert. Doch Steimbkes Bauamtsleiter Kai Ohlendorf wollte zunächst etwas anderes probieren: Ehe in Rodewald ein neues Baugebiet ausgewiesen werden würde, solle man zunächst vorhandenes Potenzial ermitteln und klären, ob und wie viele Privateigentümer bereit sind, Flächen zur Bebauung zu verkaufen. Im Rat war man skeptisch: „Das bringt doch nichts. Da will sowieso keiner verkaufen!“ Doch Ohlendorf setzte den Plan um. Und: Es hat sich gelohnt.

Nach Angaben der Verwaltung hatte das Bauamt die Eigentümer von 94 Grundstücken angeschrieben. Das Ergebnis sei sehr viel besser ausgefallen, als die Skeptiker erwartet hatten. Aber: Für zehn der 24 zur Verfügung stehenden Grundstücke fehlt noch eine Erschließungsstraße. Dazu, so Kai Ohlendorf, laufen derzeit die Verhandlungen mit den Eigentümern. Ist die Erschließung geregelt, gibt es 19 neue Baugrundstücke in Rodewald u.B., zwei in m.B. und drei in o.B..

Die Samtgemeinde will Käufer und Verkäufer auch zueinander bringen. „Potenzielle Bauherren finden bei uns auf der Internetseite Angaben zum Grundstück, samt Lagekarte, Größe und so weiter, aber natürlich ohne Hinweise zum Eigentümer. Wer sich für eine Fläche interessiert, kann sich direkt an die Samtgemeinde wenden. Wir stellen den Kontakt zum Verkäufer her. Alles Weitere regeln die Parteien unter sich“, erörtert Ohlendorf. Auch gebe das Bauamt Tipps – etwa, in welchen Fällen, beispielsweise wegen eines landwirtschaftlichen Betriebs in der Nachbarschaft, sicherheitshalber eine Bauvoranfrage beim Landkreis zu stellen wäre.

Damit sei der Bedarf an Bauland in Rodewald „für eine gewisse Zeit“, gedeckt, sagt der Fachmann. Außerdem bringe man die Innenentwicklung des Dorfes voran: „Wir vermeiden, dass junge Familien in Baugebiete am Ortsrand ziehen, während der Kernbereich des Dorfes langsam leerfällt. Stattdessen erreichen wir in Rodewald eine Generationen-Durchmischung“, beschreibt Ohlendorf einen weiteren positiven Effekt des Verfahrens.

Mittelfristig bleibt ein Baugebiet für Rodewald dennoch auf der Tagesordnung, sagt der Chef des Bauamts: „Wir werden die Zeit nutzen, um in aller Ruhe ein neues Gebiet zu planen.“

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Erstellt:
11. Mai 2020, 15:49 Uhr
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