Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr (links) und Akademie-Leiter Dr. Stephan Schaede wollen kirchlichen Gruppen mit der Aktion
„24h-Zeitraum“ ein Experimentierfeld für gute Ideen bieten.  F. Gartmann / Sprengel Hannover

Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr (links) und Akademie-Leiter Dr. Stephan Schaede wollen kirchlichen Gruppen mit der Aktion „24h-Zeitraum“ ein Experimentierfeld für gute Ideen bieten. F. Gartmann / Sprengel Hannover

Loccum/Hannover 04.02.2019 Von Die Harke

„24h-Freiraum“ – ein Kirchenexperiment

Sprengel Hannover und Evangelische Akademie Loccum verschenken Zeit für Ideen / Bis 31. März anmelden

Im Rahmen des landeskirchlichen Themenjahres „Zeit für Freiräume 2019“ bieten die Evangelische Akademie Loccum und der Sprengel Hannover kirchlichen Gruppen und Teams einen Freiraum zur Ausarbeitung einer Idee oder eines Vorhabens: etwas, das die Kirche oder ihre Einrichtungen, ihre Theologie, die Kirchenmusik, den Gemeinde-Kindergarten voranbringt oder auf den Kopf stellt.

Im Kirchen-Experiment „24h-Freiraum“ erhalten bis zu zwölf Personen kostenfreie Unterkunft und Verpflegung, um sich gemeinsam 24 Stunden lang mit einem selbst gewählten Thema auseinandersetzen können. „Wir vertrauen auf den Ideenreichtum derer, die in der Kirche aktiv sind. Doch oft bleiben einfallsreiche Vorhaben bei einem ‚man müsste mal‘ stehen. Unser Kirchen-Experiment geht einen Schritt weiter. Wenn für das oft mühselige organisatorische Drumherum gesorgt ist, können sich die Teilnehmenden ganz ungestört ihrem Erfindergeist hingeben. Diesen Freiraum wollen wir ermöglichen“, fasst Dr. Stephan Schaede, Direktor der Evangelischen Akademie Loccum, die Grundabsicht der Aktion „24h-Freiraum“ zusammen.

„Im alltäglichen Termin-Dschungel bleibt wenig Zeit für Kreatives. Das heißt nicht, dass es der Kirche an guten Ideen fehlt. Doch es braucht eine Art Spielwiese, um den Gedanken einmal freien Lauf zu lassen, seien sie noch so kühn. Gleichzeitig braucht es einen Ort der Konzentration, um aus einem spontanen Einfall eine tragfähige Lösung zu entwickeln“, sagt Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr, die das Kirchen-Experiment gemeinsam mit Stephan Schaede entwickelt hat.

Insgesamt drei Mal soll der „24h-Freiraum“ in der Akademie in Loccum veranstaltet werden (23. bis 24. August; 13. bis 14. September; 13. bis 14. Dezember). Bewerben können sich neben Haupt- und Ehrenamtlichen alle, die in der Landeskirche Hannovers beheimatet sind, unabhängig von Profession und Hierarchie. Die Zusammensetzung der Gruppe ist den Bewerbenden überlassen. „Es macht Sinn, auch außerhalb der üblichen Arbeitskontexte nach Mitstreitenden zu suchen. Leitend bei der Frage der Team-Besetzung ist, was die anderen Teilnehmenden einbringen können: ihre Fachkenntnis, ihre Erfahrungen, ihre Sichtweisen“, empfiehlt Akademie-Direktor Stephan Schaede.

„Der vertraute Horizont der eigenen kirchlichen Landschaft und eine konfessionelle oder berufliche Außenperspektive sollen sich nicht ausschließen, sondern positiv ergänzen. Im Zentrum steht die Frage, wie wir voneinander lernen können und gemeinsam weiterkommen“, unterstreicht die hannoversche Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr.

Bewerbungsschluss ist der 31. März. Mit einem formlosen Bewerbungsschreiben soll die Projektidee auf maximal zwei Seiten umrissen sowie Motivation und Zielsetzung ausgeführt werden. Die Bewerbung ist an die Evangelische Akademie Loccum per Mail zu richten. Vergabe und Rückmeldung erfolgen bis zum 15. April.

„...um des Menschen willen – Zeit für Freiräume 2019“ ist der Titel eines Impulses für das kirchliche Leben der hannoverschen Landeskirche. Menschen in Gemeinden und Einrichtungen nehmen sich Zeit für Unterbrechungen des Gewohnten, Aufbrüche zu Neuem und die Besinnung über wirklich Wichtiges.

Die Evangelische Akademie Loccum gehört zu den ältesten und renommiertesten unter den 17 evangelischen Akademien in Deutschland. Zu ihren jährlich etwa 80 gesellschaftspolitisch ausgerichteten Fachtagungen kommen rund 5.000 Besucherinnen und Besucher.

Der evangelisch-lutherische Sprengel Hannover ist die in neun Kirchenkreise gegliederte Kirchenregion in und um die Landeshauptstadt Hannover mit rund 510.000 Kirchenmitgliedern. Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr steht dem Sprengel als Regionalbischöfin vor.

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Erstellt:
4. Februar 2019, 06:12 Uhr
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