Volker Dubberke.

Volker Dubberke.

04.01.2015

30 000 Euro für Projekte und Paten

„2014 war für die Bürgerstiftung ein wirtschaftliches Erfolgsjahr“: Volker Dubberke blickt zurück

Von Edda Hagebölling

Nienburg. Ein mit 140 Personen restlos ausgebuchtes Bürgermahl, ein Winterwald, bei dem immer mehr Ehrenamtliche freiwillig mithelfen, immer mehr Spenden und entsprechend immer mehr Projekte, die unterstützt werden konnten. Bei der Bürgerstiftung ist man mit dem Erfolg des Jahres 2014 rundherum zufrieden. „Das war ein wirtschaftliches Erfolgsjahr“, fasste Vorstandsmitglied Volker Dubberke im Treffen mit der Harke am Sonntag zusammen. Noch bestens in Erinnerung ist dem Mann für die Öffentlichkeitsarbeit die jüngste Ausgabe des „Nienburger Winterwalds“. Zum mittlerweile dritten Mal hatte die Bürgerstiftung am südlichen Ende der Langen Straße unweit des Spargelbrunnens an den Adventswochenenden in die kleine Budenstadt zu Speis ‚und Trank und einem kleinen kulturellen Programm eingeladen. Aus Dubberkes Sicht besonders erfreulich: den Standdienst übernahmen in diesem Jahr neben den Vorstands- und Stiftungsratsmitgliedern und dem bewährter Werder-Stammtisch erstmals auch Mitglieder des Stadtrats, Volleyballer des VC Nienburg und Handballer der Holtorfer SV. Freiwillig. „Diese Unterstützung hat uns selbst nicht nur zeitlich entlastet, sondern die Bürgerstiftung auch finanziell gestärkt. Denn natürlich kamen durch die neuen Helfer auch neue Gäste in unserem Winterwald“, so Dubberke.

Ebenfalls noch sehr präsent ist das Bürgermahl, das am 8. November zum mittlerweile 13. Mal stattfand. Dieses Mal im „Vierjahreszeiten“ in Marklohe. 140 Gäste waren der Einladung „Mit Vergnügen Gutes tun – Bürger tafeln für Bürger“ gefolgt. Unter ihnen auch viele jüngere. Der Erfolg des Abends konnte sich sehen lassen. Dank der Spenden von Gästen und Sponsoren sind rund 10 000 Euro zusammengekommen.

„Ein netter Abend“ war laut Dubberke auch das Benefizkonzert in Vogelers Haus in Holtorf.

Des weiteren ist die Bürgerstiftung im vergangenen Jahr mit der Finanzierung von weiteren Offenen Bücherschränken, mit der finanziellen Unterstützung eines Naturlehrpfades in Marklohe und der Förderung von Projekten im Kinder- und Jugendbereich in Erscheinung getreten. Mehr im Verborgenen wirkt sie dagegen, wenn sie die rund 100 Familien, für die die Bürgerstiftung eine Patenschaft übernommen hat, mit den Nötigsten versorgt. Einem Kühlschrank, weil der alte kaputt gegangen ist, oder einem Bett, weil das alte zusammengebrochen ist.

Der Vorstand der Bürgerstiftung musste sich aber auch mit völlig neuen „Kunden“ auseinandersetzen: Um Hilfe baten erstmals auch ältere Menschen und Flüchtlinge bzw. deren Betreuer.

„Beispielsweise haben wir der Alzheimer Gesellschaft geholfen, die Ausstellung ‚Auf den Flügeln der Kunst‘ zu realisieren. Und im Landkreis lebenden Flüchtlingen aus Bürgerkriegsgebieten haben wir Sprachkurse finanziert“ berichtet Volker Dubberke weiter.

Das Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung schätzt, dass 2014 rund 30 000 Euro in die verschiedensten sozialen Projekte geflossen sind. Eine Summe, die zum allergrößten Teil durch Spenden an die Stiftung zusammengekommen ist. „Immer mehr Betriebe und Privatpersonen gehen dazu über, uns finanzielle Zuwendungen zukommen zu lassen. Das kann zum einen das Geld sein, dass ein Firmeninhaber sonst für Weihnachtsgeschenke an die Kunden ausgeben würde, zum anderen werden aber auch Geburtstagsgäste immer häufiger darum gebeten, nicht das Geburtstagskind zu beschenken, sondern stattdessen die Bürgerstiftung zu bedenken“, so Dubberke.

Allerdings gibt es offenbar auch immer mehr Stadt- und Kreis-Nienburger, die ihren Wohlstand einfach mit anderen teilen möchten. Gemeint ist damit beispielsweise das Ehepaar, das einen Teil seiner Weihnachtsgratifikation an die Bürgerstiftung weiterleitet. Oder der Spender, der an der Börse gute Geschäfte gemacht hat, und den Gewinn nicht nur für sich behalten will.

Für 2015 haben sich Volker Dubberke und seine Mitstreiter – den Vorstand bilden neben Dubberke Hans-Jürgen Meyer, Heidi Knust, Michael Hüsken, Wolfgang Kruse und Carmen Prummer – bereits auf eine den aktuellen Erfordernissen angepasste Förderstruktur geeinigt. Demnach sollen 30 Prozent der zru Verfügung stehen Gelder für die Jugend- und 25 Prozent für die Seniorenarbeit verwendet werden.

Volker Dubberke ist überzeugt, dass es für die Bürgerstiftung auch im neuen Jahr genug zu tun geben wird. „Aber wir freuen uns darauf“, so der Mann für die Öffentlichkeitsarbeit.

Weitere Informationen: www.buergerstiftung-nienburg.de.

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Erstellt:
4. Januar 2015, 00:00 Uhr
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