15.09.2013

33 und 40: Zwei Wahlkreise, 16 Kandidaten

Wissenswertes zur Bundestagswahl am 22. September: Wahlkreis 33 bisher CDU-, Wahlkreis 40 bisher SPD-dominiert

Von Edda Hagebölling

Landkreis. Der Countdown für die Bundestagswahl läuft. Am kommenden Sonntag, 22. September, sind auch im Landkreis Nienburg alle Wahlberechtigten aufgerufen, den 18. Deutschen Bundestag zu wählen. Die Harke am Sonntag hat für ihre Leserinnen und Leser zusammengetragen, was sie für wissenswert hält. Der aktuelle Bundestag besteht aus 620 Abgeordneten. Mit 204 weiblichen Mandatsträgern beträgt der Frauenanteil 32,9 Prozent. Der Bundestag wird in der Regel für vier Jahre gewählt.

Zwei Wahlkreise mit knapp 200 000 Wahlberechtigten

Der Landkreis ist in zwei etwa gleich große Wahlkreise mit jeweils knapp 200 000 Wahlberechtigten aufgeteilt. Zum Wahlkreis 33 (Diepholz - Nienburg I) gehören die Samtgemeinden Grafschaft Hoya und Uchte. Zum Wahlkreis 40 (Nienburg II - Schaumburg) gehören die Stadt Nienburg/Weser, die Stadt Rehburg-Loccum, die Samtgemeinde Heemsen, die Samtgemeinde Mittelweser, die Samtgemeinde Liebenau, die Samtgemeinde Marklohe und die Samtgemeinde Steimbke.

Im Wahlkreis 33 gibt es mit Axel Knoerig (CDU), Christoph Lanzendörfer (SPD), Marcel Schiller (FDP), Torsten Eggelmann (Grüne), Ingo Waschner (Die Linke), Mario Gärtner (Piraten), Bernd Neumann (NPD), Arno Heinz Staschewski (Alternative für Deutschland), Olaf Schulz (Freie Wähler) und Rüdiger Gums (unabhängig) zehn Direktkandidaten. „Titelverteidiger“ ist Axel Knoerig.

Im Wahlkreis 40 kandidieren mit Maik Beermann (CDU), Sebastian Edathy (SPD), Ralf Kirsten (FDP), Katja Keul (Grüne), Torben Franz (Die Linke), Bernd Riensch (Piraten) und Brigitte Kallweit (NPD) sechs Direktkandidaten. Im Bundestag vertreten waren bisher Sebastian Edathy (Direktmandat) und Katja Keul (Liste).

Der Wahlkreis 33 ist CDU-dominiert. Für die CDU zogen bisher Axel Knoerig, Walter Link, Richard Ey, Günter von Nordenskjöld und Karl Gossel direkt in den Bundestag ein. Für die SPD gelang das bisher lediglich Rolf Kramer, Detlev von Larcher und Peter Würtz. Die DP (Demokratische Partei) stellte mit Rudolf Eickhoff gleich nach dem Zweiten Weltkrieg zweimal den Wahlkreissieger.

Der Wahlkreis 40 ist dagegen fest in der Hand der Sozialdemokraten. Einziger erfolgreicher CDU-Kandidat war bisher Helmut Rode aus Wietzen. Sebastian Edathy hat den Wahlkreis bisher viermal erobert, sein Vorgänger Ernst Kastning war zweimal, Friedel Schirmer ebenfalls viermal, Friedrich Blume einmal, Gustav Heinemann ebenfalls einmal und Otto Heinrich Greve dreimal erfolgreich.

Geöffnet sind die Wahlbüros am 22. September von 8 bis 18 Uhr. 2009 betrug die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 33 73,3 Prozent, im Wahlkreis 40 lag sie bei 72,3 Prozent. Jeder Wahlberechtigte hat zwei Stimmen. Eine für den Kandidaten und eine für die Partei.

Briefwahlunterlagen können theoretisch noch bis zum 20. September um 18 Uhr gegen Vorlage der Wahlbenachrichtigung im zuständigen Rathaus abgeholt und entweder gleich vor Ort ausgefüllt oder bis allerspätestens Sonntag, 15 Uhr, wieder im Rathaus abgegeben werden. In begründeten Notfällen gibt es die Unterlagen auch noch bis Sonntag, 15 Uhr. Briefwahl-Stimmzettel, die bis 15 Uhr nicht abgegeben wurden, müssen spätestens bis 18 Uhr im Kreishaus sein.

Im Landkreis Nienburg wird am 22. September außerdem der hauptamtliche Bürgermeister der Samtgemeinde Marklohe sowie der Bürgermeister von Steyerberg gewählt. In Marklohe bewerben sich Jörg Dudek, Volker Friemelt, Joachim Rhein und Thorsten Lempfer um dieses Amt. In Steyerberg sind es „Titelverteidiger“ Andreas Götz und „Herausforderer“ Heinz-Jürgen Weber.

In Hessen wird am 22. September gleichzeitig der Landtag gewählt.

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Erstellt:
15. September 2013, 00:00 Uhr
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