35 neue Fälle lassen Inzidenzwert deutlich steigen

35 neue Fälle lassen Inzidenzwert deutlich steigen

Im Landkreis Nienburg gibt es 35 neue Coronafälle. Foto: Paulista - stock.adobe.com

Im Landkreis Nienburg gibt es 35 neue Coronafälle. Laut Berechnungen der Kreisverwaltung steigt der Inzidenzwert damit auf mehr als 100: Der Landkreis gibt den Wert mit 102,2 an.

Entscheidend ist aber der Wert des Robert-Koch-Instituts (RKI). Es hat den rechtlich-bindenden Inzidenzwert für den Landkreis gestern noch mit 95 angegeben.

Das Robert-Koch-Institut aktualisiert die Zahlen immer erst später

Das RKI aktualisiert die Zahlen erst in der Nacht. Heute dürfte der Wert dort auf über 100 springen. Das könnte Folgen für die Kitas und Schulen im Landkreis haben, die aktuell im Szenario C sind und darin womöglich bleiben könnten, weil der Landkreis dann womöglich nicht mehr unter dem Wert von 100 liegt. Der Pandemiestab will heute über die Schulen und Kitas beraten.

Bei den 35 neue Fällen handelt es sich um neun Kontaktpersonen und in 21 Fällen um einen unklaren Zusammenhang. Es ist also unklar, wo und bei wem sich der Infizierte angesteckt hat. Zudem gibt es einen Fall in einer pädagogischen Einrichtung und jeweils einen Fall in vier verschiedenen Schulen.

Die Zahl der Coronapatienten im Krankenhaus ist zuletzt wieder gestiegen

Derzeit sind 331 Menschen infiziert und 1.367 in Quarantäne. Bislang gibt es 3.378 bestätigte Fälle. 144 Menschen aus dem Landkreis sind bislang an oder mit dem Virus gestorben. Die Zahl der Coronapatienten im Krankenhaus ist zuletzt wieder gestiegen: Aktuell liegen zwei Coronapatienten auf der Intensivstation und 13 auf der Isolierstation des Nienburger Krankenhauses. Am Montag waren es neun Patienten.

Auf unserer Intensivstation sind noch genügend Kapazitäten frei,wobei dies auch immer eine Momentaufnahme und insgesamt immer sehr schwankend ist.Klinikpressesprecherin Silke Schomburg

„Auf unserer Intensivstation sind noch genügend Kapazitäten frei, wobei dies auch immer eine Momentaufnahme und insgesamt immer sehr schwankend ist“, sagt Klinik-Pressesprecherin Silke Schomburg.

Der Inzidenzwert im Kreis Minden-Lübbecke ist auf aktuell 143,7 gesunken. Trotzdem gilt im Mühlenkreis die Bundesnotbremse für den Handel. Die Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Öffnen dürfen nur Geschäfte aus dem Einzelhandel, die Waren des erweiterten täglichen Bedarfs anbieten wie Supermärkte, Drogerien, Tankstellen oder Apotheken.

Im Mühlenkreis sind Heime, Kitas und Schulen betroffen

Erst wenn die Wocheninzidenz den Wert von 150 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen nicht überschreitet, darf der Einzelhandel nach Terminbuchung und mit einem negativen Corona-Test wieder besucht werden. Bis dahin ist „click and collect“ möglich. Es gibt 107 neue Fälle. Derzeit sind 1367 Menschen infiziert.

Bislang sind 13.797 Fälle nachgewiesen worden. Aktuell gibt es in vier Einrichtungen im Kreisgebiet Coronafälle – betroffen sind insgesamt 49 Bewohner und zwölf Mitarbeiter. Zudem sind in 31 Schulen 49 Schüler und drei Lehrer positiv getestet und in zehn Kitas zehn Kinder und drei Erzieher.

Der Landkreis Diepholz verzeichnet 60 Neuinfektionen. In 22 weiteren Fällen ist die britische Virusmutation nachgewiesen worden. Aktuell infiziert sind 382 Menschen (Inzidenzwert: 88,9). Bislang gibt es 6.111 bestätigte Fälle.

Ein weiteres Todesopfer im Landkreis Verden

Im Landkreis Verden ist eine 76-Jährige an oder mit dem Virus gestorben. Sie ist das 53. Todesopfer. Zudem gibt es 31 neue Fälle. Aktuell infiziert sind 297 Menschen, der Inzidenzwert sank deutlich auf unter 100. Das RKI gibt ihn mit 96,4 an. Bislang gibt es 3.563 bestätigte Fälle.

Auch im Heidekreis liegt der Inzidenzwert aktuell deutlich unter 100 – bei 81,7. Der Heidekreis meldet 40 neue Fälle. Derzeit sind 365 Menschen infiziert. Bislang gibt es 3.102 bestätigte Fälle.

Der Landkreis Schaumburg meldet 37 neue Fälle. Derzeit sind 406 Menschen infiziert (Inzidenzwert: 116,6). Bislang sind 4.291 Fälle nachgewiesen worden.