Nienburg 18.10.2017 Von Die Harke

350 Soldaten aus 23 Ländern

NATO-Übung in Nienburg: Militär spielt in fiktivem Szenario Zusammenarbeit mit Zivilisten durch

Über 350 Soldaten aus 23 NATO-Mitgliedsstaaten üben ab morgen für zehn Tage das Zusammenspiel mit zivilen Akteuren in einem groß angelegten Rollenspiel. Die Übung „Joint Cooperation“ – zu deutsch: enge Zusammenarbeit – findet von Langendamm aus in den Landkreisen Nienburg und Verden sowie in der Region Hannover statt. „An der Übung nehmen Soldaten aus Nienburg und zahlreicher internationaler Partner sowie zivile Vertreter aus Politik und Wirtschaft teil“, teilt die [DATENBANK=3258]Bundeswehr[/DATENBANK] mit. Erste internationale Teilnehmer aus sind nach Truppenanagaben bereits angereist. „Die Übung ist die Plattform für ein multinationales und zivil-militärisch übergreifendes Training von Verfahrensabläufen, Kooperationen und zivil-militärischer Zusammenarbeit“, sagt Oberst [DATENBANK=2202]Joachim Miller[/DATENBANK], Kommandeur des Nienburger Zentrums für Zivil-Militärische Zusammenarbeit.

„Genau wie bei einem Einsatz der Bundeswehr in einer Krisenregion müssen die Soldaten alle relevanten und verfügbaren Details aus ihrem jeweiligen Einsatzgebiet zusammentragen und auswerten, die zur Erstellung eines sogenannten Lagebildes benötigt werden“, teilt die Bundeswehr mit: „Anhand dieses Lagebildes kann dann der zuständige Kommandeur effektiver und zielgerichteter seine Truppen einsetzen.“

Bei der Übungsserie geht es nach Bundeswehrangaben nicht um den Einsatz von Militär in Kampfhandlungen oder einem Einsatz im Inneren, sondern um die Fähigkeit, mit zivilen Partnern und humanitären Organisationen notleidenden und betroffenen Menschen in der betroffenen Region zu helfen und diese zu unterstützen. „Das funktioniert nicht ohne die Menschen vor Ort. Politiker, Wirtschaftsvertreter und Institutionen wie Polizei, Feuerwehr, THW oder DRK sind aktiv mit Teilnehmern in diese Übung eingebunden“, sagt Miller.

Die Übung folgt nach Angaben der Bundeswehr einem fiktiven Szenario. „Sie findet jedoch real auch außerhalb der Clausewitz-Kaserne bis hin in den Landkreis Verden und die Region Hannover hinein statt“, teilt die Bundeswehr mit. In der Nienburger Fußgängerzone wird ein Gebäudekomplex durch die Soldaten eingerichtet werden.

„Interessierte Bürgerinnen und Bürger können das Gespräch mit den Soldaten suchen, Übungsszenarien quasi live erleben und sich über unsere interessante Übung informieren“, sagt Oberst Michael Mattes. Er ist in diesem Jahr als Leitender der Übung zuständig für die Planung, Durchführung und Auswertung. „Ich persönlich freue mich schon sehr auf unser Großprojekt“, sagt Mattes.

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Erstellt:
18. Oktober 2017, 21:00 Uhr
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