In Westenfeld ist am Dienstagabend ein 37-Jähriger bei einem Unfall gestorben. © Petair / Fotolia

In Westenfeld ist am Dienstagabend ein 37-Jähriger bei einem Unfall gestorben. © Petair / Fotolia

Raddestorf 02.05.2019 Von Die Harke

37-Jähriger wird überfahren und stirbt

Der Mann hatte in Westenfeld auf der Straße gelegen / Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln

Ein 37-Jähriger wurde am Dienstagabend in Westenfeld in der Gemeinde Raddestorf von einem Auto überfahren und dabei so schwer verletzt, dass er später im Klinikum Minden verstarb. Krankheitsbedingt habe der Mann auf der Fahrbahn gelegen, teilte Polizeipressesprecher Axel Bergmann am Donnerstag mit.

Der Unfall ereignete sich gegen 21.40 Uhr auf der Kreisstraße 55, die im Südkreis gern als „Highway“ bezeichnet wird. Zwei Verkehrsteilnehmer waren auf den Mann aufmerksam geworden und wollten ihm helfen. Zu diesem Zeitpunkt befuhr ein 28-Jähriger aus Petershagen mit einem Pkw die Kreisstraße aus Richtung Brüninghorstedt kommend in Richtung Bundesstraße 61.

Er nahm er die Situation offenbar zu spät wahr und prallte trotz eines im letzten Augenblick versuchten Ausweichmanövers gegen den hilflos auf der Straße liegenden Mann. Die beiden Helfer konnten sich nach Bergmanns Angaben durch einen Sprung zur Seite gerade noch in Sicherheit bringen und wurden nicht verletzt. Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen und umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. So wurde unter anderem die Obduktion des Verstorbenen beantragt.

Der Pkw des Petershägers ist sichergestellt worden. „Strafrechtlich besteht der Verdacht einer fahrlässigen Tötung“, erläuterte Bergmann. Deshalb müsse sowohl geklärt werden, weshalb der 37-Jährige auf der Fahrbahn lag, aber auch, warum der 28-jährige Autofahrer den Unfall nicht hatte verhindern können. Im Bereich der Unfallstelle auf der K 55 verläuft die Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Da der Notruf in der Leitstelle Minden auflief, wurde der Verkehrsunfall zunächst von den Beamten der Kreispolizeibehörde MindenLübbecke aufgenommen. Noch in der Nacht nahmen diese Kontakt mit den Mitarbeitern des zuständigen Polizeikommissariates Stolzenau auf. Von dort wurden dann weitere Maßnahmen veranlasst. Zu diesen gehörte auch das Informieren der polnischen Auslandsvertretung, denn das 37-jährige Unfallopfer war polnischer Herkunft.

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Erstellt:
2. Mai 2019, 08:46 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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