03.02.2013

45 000 Euro aus Spenden

Hasseler Orgel wird nach 50 Jahren saniert / Einweihung im April

Hassel (an). HasselsKirche zählt zu den ältesten Zeugen sakraler Bauten im Raum der Mittelweser. „Das Jahr 929 wird als Gründungsjahr angenommen, die Namensweihe erfolgte nach Unterlagen im Staatsarchiv Hannover jedoch erst im Jahr 978“, ist nachzulesen bei Dietrich Ohlmeyer in seiner ersten Hasseler Chronik „Im Wandel der Zeit bis zum Jahr 2000“.

Die erste Orgel wurde nachweisbar 1837 auf der Empore an der Ostseite eingebaut. Nach der Becker-Orgel wurde die jetzige Orgel, eine Hildebrandt Orgel aus Altwarmbüchen, an der Westseite eingebaut, die Empore wurde um einen Meter verbreitet, dadurch kommt das Ostfen ster auch wieder zur Geltung.

Nach 50 Jahren zeigt die Hildebrandt-Orgel Abnutzungserscheinungen, so dass sich der Kirchenvorstand in der Pflicht sah, die Orgel zu sanieren. Aber so ein Vorhaben kostet Geld. Pastorin Karin Haufler-Musiol lobte Wilhelm Lütjens, der sich unermüdlich nach Geldgebern umsah und Erfolg hatte. „Er ist der eigentliche Organisator und offizielle Beauftrage, der es auch geschafft hat, die erforderliche Summe von etwa 45 000 Euro zu beschaffen“. Die Volksbankstiftung Aller/Weser, die Landeskirche, die Gemeinde Hassel, die Jagdgenossenschaft und viele private Spender ermöglichten die Sanierung.

Orgelbaumeister Jörg Bente aus Helsinghausen bei Hannover erkannte die Mängel: Die Orgel war verschmutzt und technisch verschlissen. Das Pfeifenwerk musste überarbeitet werden, durch das Stimmen wurde das Werk sehr belastet.

„Die Verbesserung in klanglicher Hinsicht geschieht durch Umarbeiten und teilweise Ersetzen der Pfeifen“, erklärt der Orgelbaumeister. Mit seinen Leuten will er eine ganze Menge kleine Dinge verbessern, „danach wird sie anders klingen“. Pastorin Haufler-Musiol hofft, dass Ende April zur Konfirmation Organistin Ute Schlie den Gottesdienst dann wieder musikalisch mit der Orgel umrahmen kann. „Anfang Mai wollen wir mit einem Orgelkonzert die neue Orgel einweihen“, freut sich Wilhelm Lütjens. Die Gottesdienste finden vorübergehend im Gemeindehaus statt.

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Erstellt:
3. Februar 2013, 00:00 Uhr
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