Ein Teil der Pflanzen und Installationen zur Zucht. Polizei

Ein Teil der Pflanzen und Installationen zur Zucht. Polizei

Warmsen 10.01.2017 Von Die Harke

600 Cannabis-Pflanzen beschlagnahmt

Polizei hebt Indoor-Plantage auf einem Gehöft bei Warmsen aus / Zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen

Rund 600 Cannabispflanzen und eine größere Menge bereits geerntetes Cannabis haben Polizeibeamte am Montag auf einem Gehöft bei Warmsen beschlagnahmt. Zwei Tatderdächtige, ein 30-jähriger und ein 32-jähriger Niederländer, wurden vorläufig festgenommen. Am späten Montagvormittag teilte ein Vermieter den Beamten der Polizeistation in Uchte mit, dass in einem ihm gehörenden Gebäude in der Gemeinde Warmsen offenbar eine größere sogenannte Indoor-Plantage für Rauschgift betrieben werde. Und die Polizeibeamten wurden fündig: Auf dem Dachboden des besagten landwirtschaftlichen Gebäudes fanden sie eine, wie es von der Polizei-Pressestelle heißt, „professionell angelegte und betriebene“ Anlage zur Zucht von Cannabispflanzen: „Insgesamt konnten 588 Pflanzen von zirka einem Meter Höhe sichergestellt werden.“

In Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden wurden weitere Maßnahmen angeordnet und durchgeführt. So fanden die Beamten bei der anschließenden Durchsuchung einer zu dem Gehöft gehörenden Wohnung bereits geerntetes Cannabis in größeren Mengen. Im Rahmen der Ermittlungen, die zwischenzeitlich von Beamten des Polizeikommissariates Stolzenau übernommen wurden, verdichtete sich der Polizei zufolge ein Verdacht gegen zwei Mieter des Objektes, beide mit niederländischer Staatsangehörigkeit und 30 bzw. 32 Jahre alt. Diese wurden vor Ort zunächst nicht angetroffen. Als die beiden Männer gegen Abend mit ihrem Pkw zu ihrer Wohnung zurückkehrten, wurden sie bereits von der Polizei erwartet. Sie unternahmen einen kurzen, erfolglosen Fluchtversuch und wurden vorläufig festgenommen.

Aufgrund der Menge der sicherzustellenden Pflanzen und der bereits geernteten Drogen, dem Abbau der Beleuchtungs- und Wärmeanlagen sowie der weiteren Ermittlungen gegen die beiden Tatverdächtigen wurden die Ermittlungen des Polizeikommissariates Stolzenau gestern mit starker Unterstützung durch Spezialisten der Inspektion in Nienburg fortgesetzt: „Kriminaltechniker sichern eine Vielzahl von Spuren, und mit speziell ausgebildeten Rauschgiftspürhunden wird das gesamte Gehöft untersucht“, skizzierte Polizeipressesprecher [DATENBANK=3921]Axel Bergmann[/DATENBANK] das weitere Vorgehen. Die Ermittlungen finden ihm zufolge in enger Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Verden statt. Ob ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden: „Dazu müssen zunächst alle Ermittlungsergebnisse vom Tatort vorliegen.“ „Weitere Auskünfte geben Staatsanwaltschaft und Polizei derzeit nicht“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
10. Januar 2017, 21:00 Uhr
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